CONTRA▶FASCHISMUS: "BRANDMAUER" oder "GEGENFEUER"? - Die Luft zum politischen Atmen nehmen

(siehe unter PS, Bemerkungen zum "Schlagabtausch" im ZDF gestern Abend)
Aufgrund der verheerenden Brände jüngst in Kalifornien und all den Bränden von Wäldern und Wohngebieten weltweit wissen wir, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, diese zu bekämpfen - es sei denn, sie sind gewollt und werden aus Profitgier (Südamerika, Asien, Palmöl, Viehwirtschaft) gefördert.
Ich bin kein ehrenamtlicher Feuerwehrmann, weiß aber doch, dass ausgebrochene Feuer durch Wasser, Löschschaum, Sauerstoffentzug, Brennstoffentfernung, Absenkung der Temperatur, Brandmauern und Gegenfeuer bekämpft werden können. Auf die beiden letzteren Möglichkeiten will ich mich hier beziehen.
Die beste Brandbekämpfung ist wohl die dafür zu sorgen, ein Feuer erst gar nicht ausbrechen zu lassen. Doch dafür ist es zu spät. Sowohl im wahren Sinne des Wortes, als auch metaphorisch-politisch gesehen. Denn sowohl die natürliche - Natur bedingte - Klimaveränderung, als auch die gesellschaftlich-politische, sind der ideale Nährboden für Flächenbrände geworden. Ein (1) Funke - und das (in diesem Fall) tödliche "Funken" wird in Gang gesetzt.
In diesen "heißen" Tagen - "Fünf vor Untergang" - wird sehr viel von der Brandmauer (BM) gegen die Partei ganz Rechtsaußen gesprochen - und von den "Parteien der Mitte" als das Allheilmittel propagiert. Ich persönlich halte nicht viel von dieser - jetzt im metaphorischen Sinne und politisch gemeinten - Brandbekämpfungsart, weil sie nur für betroffene Gebäude und Nebengebäude taugt, nicht aber gegen Flächenbrände, Waldbrände und geistige Brandstifter.
Zudem sollten Brandwände - wenn man/frau sie schon einsetzt - absolut feuerbeständig sein und aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen, und sie müssen eine Tragfähigkeit vorweisen, die auch unter zusätzlicher Beanspruchung während des Brandes ausreicht. Brandwände müssen zudem nicht nur ausreichend dick, sondern auch durchgehend und ohne Lücken bis unters Dach und sogar darüber hinaus, gebaut sein. An absolut keiner Stelle darf eine solche Mauer brennbare Stoffe, Hohlräume, Öffnungen (Außenwände) und solche, die nicht besonders abgeschottet sind (Innenwände) enthalten und/oder vorweisen.
Die von mir entweder in Rot oder Dunkel hervorgehobenen Begriffe oder Passagen zeigen schon auf, was bezogen auf den politisch-gesellschaftlichen Flächenbrand gemeint ist. So haben die die CDU/CSU und der überwiegende Teil der FDP bewiesen, dass Ihre "Brandmauern gegen Rechts" es an Tragfähigkeit hat missen lassen, als sie am 29. Jänner und 31. Jänner 2025 gemeinsam mit der AfD abgestimmt und die Mehrheit durch sie gesucht haben. Diese Mauer ist eingebrochen, hat kapituliert.
Auch die Brandmauer des BSW ist nicht hundertpro feuerbeständig - und wer weiß schon, welche Lücken und Hohlräume die FDP und weitere Schwachstellen bei CDU und CSU zu finden sein werden - wenn es nämlich drauf ankommt?!
Wer nun meint, die SPD und die Grünen seien hier unbeschadet sollte nicht ausblenden, dass auch ihre Politik dazu beigetragen hat (nicht erst seit gestern, sondern schon seit "vorgestern"), dass das rechte Lager so stark geworden ist.
Ergo bin ich er Meinung, dass ein fachmännisch und klug eingesetztes Gegenfeuer die bessere und wirksamere Maßnahme ist, um der AfD und zusätzlichen rechtsextremen Kräften die Luft, den Sauerstoff zum Atmen und Weiterbrennen zu nehmen.
Unter einem Gegenfeuer (GF) ist ein Feuer zu verstehen, welches ganz beabsichtigt vor einer aktiven Feuerfront im Sinne eines Flächenbrandes entzündet wird. Dieses GF soll einen Teil des brennbaren Materials vernichten, und dadurch einen Landschaftsgürtel schaffen, den das eigentliche Feuer nicht durchqueren kann. Ganz ohne Risiko ist auch das nicht, denn es besteht die Gefahr, dass sich das Gegenfeuer ausbreitet und den Flächenbrand sogar verschlimmert (politisch: Ein Schuss nach hinten, das Beabsichtigte läuft aus dem Ruder und bewirkt das Gegenteil).
Daher ist für den Einsatz von "Gegenfeuern" viel Erfahrung und Bedachtheit erforderlich. Am besten ist es nämlich, wenn das Gegenfeuer so an der Brandfront platziert wird, dass es schließlich in Richtung des ursprünglichen Feuers zurückgesaugt wird. Das ist deshalb möglich, weil ein großes respektive größeres Feuer warme Luft nach oben schickt und "neue" in seine Richtung zieht - und damit auch das Gegenfeuer -- und das Hauptfeuer kann sich nicht weiter ausbreiten.
Womöglich bin ich ein Träumer - so wie es John Lennon war, wenn auch unbekannt und auf der Gitarre, Klavier lange nicht so gut, wie der Ex-Beatle. Aber John sang und singt immer noch: "May be, I 'am a dreamer - but I 'am not the only one." Aber durch wirklich gute Politik, welche nicht nur den Bedürfnissen (subjektiv), sondern auch den Bedarfen (objektiv) der Bürger und Bürgerinnen, der Kinder, der Jugend, der Rentner, der auf der Flucht Seienden, der Kranken, der Armen, der Arbeitslosen, der Wohnungssuchenden, der Verängstigten, der potentiellen Opfer von Gewalt, ... gerecht (!) wird, könnte dieses Gegenfeuer den Rechten und Faschisten, "die Luft zum politischen Atmen" nehmen.
- Auf die Straße gehen und demonstrieren (Brandmauer) und Reden halten "Gegen Rechts" - JA! Doch "Feuer gegen Feuer" heißt eben auch, den Gegner mit seinen eigenen Mitteln schlagen um das kursorische Feuer nicht nur aufzuhalten, sondern auch gänzlich zu löschen ---> und die bessere Politik MACHEN und nicht nur leer ankündigen - und vor allem: keine gemeinsame Sache - und 0,00 Kompromisse.
Was meinen Sie dazu?
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PS - Bei der gestrigen "Schlagabtausch-Runde" im ZDF konnten mich nur der Kandidat der LINKEN, Herr van Aken, und teilweise (B)SW überzeugen. Herr Dobrindt hat mich mit seinen Zwischenrufen genervt und wütend gemacht, Christian Lindner war wie immer redegewandt und zeigte ansatzweise eine Affinität zu Herrn Chrupalla, der auf jeden Fall "angenehmer" als eine "Alice aus dem Deutschenland" war - und der grüne Kandidat verblasste irgendwie, oder?