Sicherheitskonferenz 2026: JD Vance kommt nicht nach München
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz im vergangenen Februar sorgt JD Vance mit seiner Rede für helle Aufregung. Er warf der EU unter anderem Internetzensur vor. In diesem Jahr bleibt der Eklat wahrscheinlich aus, der US-Vizepräsident bleibt dem Event fern.
US-Vizepräsident JD Vance wird nicht an der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen. Das berichtet das Portal The Pioneer. Die Veranstaltung findet vom 13. bis 15. Februar 2026 im Hotel Bayerischer Hof in München statt. Bis zuletzt war mit einer Teilnahme von JD Vance gerechnet worden. Warum er nun nicht dabei sein wird, sagte er noch nicht öffentlich.
Im vergangenen Jahr sorgte der Republikaner für großes Aufsehen: Europa würde die Meinungs- und Redefreiheit einschränken, sagte Vance auf der großen Bühne. Es sei unmöglich, dass bestimmte Inhalte in sozialen Netzwerken in EU-Mitgliedstaaten gesperrt werden. Das müsse sich ändern, wenn die EU ein gutes Verhältnis zu den USA wolle.
Normalerweise ist Deutschland um eine entspannte Haltung zu den USA bemüht. Doch wenn die Spitzen der Bundesregierung in Kürze bei der Münchner Sicherheitskonferenz auf Vertreter der US-Regierung treffen, könnte der Ton ungewöhnlich heftig werden. Tagelang vermied die Bundesregierung eine Verurteilung der US-Militärintervention in Venezuela. Aber mit jeder neuen provozierenden Äußerung von US-Präsident Donald Trump ändert sich die Tonlage etwas mehr. Den Auftakt machte Vizekanzler und SPD-Co-Chef Lars Klingbeil, der vergangenen Freitag sagte, dass sich die transatlantischen Beziehungen in Auflösung befänden.
Die SPD-Bundestagsfraktion verschärfte danach noch am Freitag ihre kritischen Äußerungen gegenüber Washington. Die Grünen haben einen Bundestagsantrag mit harter Sprache vorgelegt. Nur CDU/CSU gaben sich weiter bedeckt - auch auf Wunsch von Bundeskanzler Friedrich Merz. Denn dessen Credo war und ist bisher, US-Präsident Donald Trump so lange wie möglich an der eigenen Seite zu halten. Zu groß ist die Abhängigkeit von den USA auf militärischem und technologischem Gebiet, weil
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