Aktuelle PegelstĂ€nde deutscher FlĂŒsse und Bodensee ...
10. Aug. 2026,
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Schussental-Medial, Service
Pegel Kaub (Rhein)
Wie wir den gesunden Wasserkreislauf schĂŒtzen ...
10. Aug. 2026,
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Schussental-Medial
Und es geht um weit mehr als nur den Wald. Es geht um gesunde, vernetzte Ăkosysteme.
Ăberall dort, wo Böden dauerhaft bedeckt sind, Pflanzen zusammenarbeiten und Wasser versickern kann, entsteht ein lebendiger Wasserkreislauf.
đ§ Regen dringt in den Boden ein.
đ± Grundwasser wird aufgebaut.
đż Pflanzen finden auch in Trockenzeiten Wasser.
âïž Verdunstung bringt Feuchtigkeit zurĂŒck in die AtmosphĂ€re.
đ§ïž Aus Wasser wird wieder Regen.
Werden Böden dagegen freigelegt, verdichtet oder versiegelt, beginnt der Kreislauf zu zerbrechen.
Das Wasser flieĂt oberflĂ€chlich ab, statt zu versickern. Der Boden heizt sich auf. Die Landschaft trocknet aus. Hochwasser und DĂŒrre nehmen gleichzeitig zu.
Deshalb mĂŒssen wir lernen, nicht nur einzelne BĂ€ume oder Arten zu schĂŒtzen, sondern ganze Ăkosysteme wieder miteinander zu verbinden.
Denn am Ende schĂŒtzt nicht der Wald allein unser Wasser â sondern das Zusammenspiel von Boden, Pflanzen, Pilzen, Mikroorganismen, Tieren und Wasser.
Wenn wir den Wasserkreislauf schĂŒtzen, schĂŒtzen wir unsere Zukunft. đ
Nach der D Ă R R E â¶ ist vor der 'F'L'U'T' . . .
10. Aug. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit AussichtImmense Mengen von Wasser verdunsten derzeit - mehr als sonst in den Monaten Juni, Juli und August. Wasser aus dem Mittelmeer, Wasser aus dem Atlantik, der Nord- und Ostsee, Wasser aus den verbrennenden Pflanzen und BÀumen - und die Millionen von Hektolitern von Löschwasser der Hubschrauber, Löschflugzeuge und Feuerwehren am Boden. Irgendwann und irgendwo muss dieses Wasser abregnen oder "abhageln".
Es gibt Momente, in denen die Natur nicht mehr flĂŒstert, sondern mit dem Megafon spricht. Der August 2026 gehört dazu. Das Mittelmeer vor Mallorca kocht mit 33 Grad wie eine ĂŒberdimensionierte Badewanne, der Atlantik vor San SebastiĂĄn erreicht 23,9 Grad â Werte, die frĂŒher in Klimamodellen als âextreme Szenarienâ galten und heute nĂŒchterne RealitĂ€t sind. Europa durchlebt die vierte Hitzewelle dieses Sommers, und die AtmosphĂ€re wirkt wie ein ĂŒberdehntes Gummiband: noch hĂ€lt es, aber jeder Meteorologe weiĂ, dass es irgendwann schnalzt.
Die Frage, ob daraus âheftige Unwetterâ entstehen mĂŒssen, ist keine Panikmache. Sie ist logische Physik.
đ Das Meer als WĂ€rmespeicher â und als DrohkulisseWarme Meere sind keine romantische Urlaubskulisse, sondern ein Energielager. Je heiĂer die OberflĂ€che, desto mehr Wasserdampf steigt auf, desto mehr Energie steht der AtmosphĂ€re zur VerfĂŒgung. Das Mittelmeer ist in diesem Sommer ein gigantischer Dampfkessel, der sich mit jedem Sonnentag weiter auflĂ€dt.
Die AtmosphĂ€re ĂŒber SĂŒdeuropa ist damit in einem Zustand, den Meteorologen âlabilâ nennen â ein Wort, das harmlos klingt, aber in der Fachsprache bedeutet: Es reicht ein kleiner Impuls, und das System kippt.
Ein NordwindstoĂ, ein Tiefdrucktropfen, ein Temperaturgradient â und die Energie entlĂ€dt sich. Nicht in einem gemĂŒtlichen Sommergewitter, sondern in den bekannten neuen Formaten:
Sturzfluten,
stationÀre Gewitterzellen,
HagelstĂŒrme,
mediterrane âMedicanesâ,
und lokale Katastrophen, die frĂŒher als âJahrhundertereignisseâ galten.
Die Hitzewelle 2026 ist kein isoliertes WetterphĂ€nomen. Sie ist Teil eines Systems, das sich ĂŒber Jahre aufgeschaukelt hat. Die AtmosphĂ€re ist ĂŒberhitzt, die Böden ausgetrocknet, die WĂ€lder gestresst, die Meere ĂŒberladen.
Europa ist der sich am schnellsten erwĂ€rmende Kontinent â und das zeigt sich nicht nur in Temperaturrekorden, sondern in der HĂ€ufung von Extremereignissen.
Die Wissenschaft spricht inzwischen von âcompound eventsâ: Mehrere Stressoren wirken gleichzeitig und verstĂ€rken sich gegenseitig. Hitze + warme Meere + blockierende Hochdrucklagen = ein explosives Gemisch.
⥠Warum SĂŒdeuropa besonders gefĂ€hrdet istSĂŒdeuropa ist meteorologisch ein Brennglas. Die Gebirge, die KĂŒsten, die engen TĂ€ler â alles wirkt wie ein VerstĂ€rker. Wenn die AtmosphĂ€re kippt, kippt sie dort zuerst und am heftigsten.
Die Prognose lautet daher nicht: âEs wird Unwetter geben.â Sondern: âDie Wahrscheinlichkeit fĂŒr extreme Unwetter ist signifikant erhöht.â
Das ist keine Panikmache. Das ist eine nĂŒchterne Bewertung eines Systems, das ĂŒber seine Belastungsgrenze hinaus betrieben wird.
đ§ Was diese Entwicklung fĂŒr uns bedeutetWir in Mitteleuropa â und speziell im Schussental â neigen dazu, die mediterranen Extremereignisse als âferne Nachrichtenâ zu betrachten. Doch das ist ein Fehler. Die Energie, die sich im Mittelmeerraum entlĂ€dt, beeinflusst auch unsere Wetterlagen.
Die Frage ist nicht, ob die Unwetter kommen. Die Frage ist, wo sie sich entladen â und wie oft.
Europa steht am Beginn einer neuen KlimarealitÀt: Nicht mehr die Ausnahme, sondern die Serie. Nicht mehr das Ereignis, sondern das Muster.
đ Fazit: Warnung ohne AlarmismusDie These, dass die extreme MeereswĂ€rme und die vierte Hitzewelle zu heftigen Unwettern fĂŒhren können, ist wissenschaftlich solide. Sie ist keine Panikmache. Sie ist eine notwendige Warnung.
Wir erleben einen Sommer, der nicht mehr âauĂergewöhnlichâ ist, sondern symptomatisch. Ein Sommer, der zeigt, wie eng Klima, Infrastruktur, Landwirtschaft und Sicherheit miteinander verwoben sind. Ein Sommer, der uns zwingt, nicht nur ĂŒber das Wetter zu sprechen, sondern auch ĂŒber Verantwortung.
- Lesen Sie bitte auch hier:
- Wie wir den gesunden Wasserkreislauf schĂŒtzen ...
10. Aug. 2026
đ„PERMA-DĂRRE: FrĂŒher waren Trockenphasen ein Naturereignis. Heute sind SIE in verstĂ€rkter Weise Folge wirtschaftlichen & politischen Versagens ...
9. Aug. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit AussichtPERMA-DĂRRE
(Inspiriert durch einen FB-Kommentar)
Die Trockenphasen der vergangenen Jahrhunderte zeigen: Deutschland war nie ein Land ohne DĂŒrre. Im Gegenteil â die Chroniken berichten von:
1719, 1726, 1742, 1766: WaldbrÀnde, Ackernot, extrem niedrige Flusspegel.
1803, 1811, 1842, 1858, 1893: versiegende Brunnen, verdorrte Weiden, Not-Viehschlachtungen.
1911, 1959, 1976: ErnteausfĂ€lle, Schifffahrtsprobleme, groĂflĂ€chige Wasserknappheit.
Diese historischen Ereignisse waren heftig, aber sie waren Einzelereignisse. Sie kamen â und sie gingen.
Seit den frĂŒhen 2000er Jahren hat sich die Lage qualitativ verĂ€ndert:
2003: erster âJahrhundertsommerâ
2011: extrem trockenes FrĂŒhjahr
2018â2020: eine mehrjĂ€hrige DĂŒrre, die WĂ€lder und Grundwasser massiv geschĂ€digt hat
Und die wissenschaftlichen Daten bestÀtigen diese Entwicklung:
2025: trockenster FebruarâApril seit Beginn der Messungen 1881 (DWD)
2025: nur 655 l/mÂČ Niederschlag statt 789 l/mÂČ (UBA)
Europa 2025: groĂflĂ€chige Hitzewellen und DĂŒrren (Wikipedia)
Das bedeutet: Wir erleben nicht mehr âschlechte Sommerâ, sondern eine dauerhafte klimatische Verschiebung.
Historische Trockenphasen waren Wetterextreme. Die heutigen Trockenphasen sind klimatisch verstĂ€rkt â und damit menschengemacht.
Die Forschung zeigt klar:
Die globale ErwĂ€rmung fĂŒhrt zu hĂ€ufigeren und intensiveren Hitzeperioden.
Böden trocknen schneller aus.
Grundwasser bildet sich langsamer neu.
SommerdĂŒrren nehmen signifikant zu.
Das ist der qualitative Bruch: FrĂŒher war DĂŒrre ein Naturereignis. Heute ist DĂŒrre ein politisches Ereignis.
Die jĂŒngsten Daten zeigen:
Wiederkehrende SommerdĂŒrren, besonders im SĂŒden und Osten Deutschlands (UFZ-DĂŒrremonitor).
Pflanzenstress auf mindestens 20 % der FlĂ€che Mitteleuropas in den Jahren 2018â2020 (Bildungsserver-Wiki).
Ravensburg und Oberschwaben sind davon nicht ausgenommen â sie sind besonders anfĂ€llig, weil die Region stark vom Sommerniederschlag abhĂ€ngt.
Wissenschaftliche BegrĂŒndung, warum kommunale UntĂ€tigkeit die DĂŒrre verstĂ€rkt.
a) StĂ€dte ohne Klimavorbehalt treffen systematisch falsche EntscheidungenWissenschaftliche Studien zeigen: Ohne Klimavorbehalt werden Entscheidungen getroffen, die Emissionen erhöhen â etwa durch Verkehrsausbau, Versiegelung oder fehlende GrĂŒnflĂ€chen.
b) Fehlende HitzeaktionsplÀne erhöhen die SterblichkeitStÀdte mit HitzeaktionsplÀnen senken die hitzebedingte Sterblichkeit um bis zu 30 %. Ravensburg hat keinen solchen Plan.
c) Fehlende COâ-Berichte verhindern jede Form von SteuerungOhne COâ-Berichte weiĂ eine Kommune nicht:
Wo Emissionen entstehen
Welche MaĂnahmen wirken
Welche Bereiche priorisiert werden mĂŒssen
Versiegelte FlÀchen verhindern:
Versickerung
Grundwasserneubildung
KĂŒhlung durch Verdunstung
Das ist wissenschaftlich eindeutig: Kommunale Unterlassungen sind DĂŒrre-Beschleuniger.
Die Entscheidung, das Sonntagsfahrverbot fĂŒr LKW aufzuheben, ist ein exemplarischer Fall fĂŒr klimapolitische Fehlentscheidungen:
LKW verursachen rund 25 % der verkehrsbedingten COâ-Emissionen (UBA).
Mehr Schwerlastverkehr bedeutet mehr Emissionen.
Mehr Emissionen bedeuten mehr ErwÀrmung.
Mehr ErwĂ€rmung bedeutet mehr DĂŒrre.
Diese Entscheidung ist nicht nur symbolisch falsch â sie ist klimawissenschaftlich kontraproduktiv.
Die historischen Trockenphasen waren Warnungen. Die Trockenphasen des 21. Jahrhunderts sind Konsequenzen. Die Trockenphasen von 2026 sind ein Menetekel.
Deutschland steht hydrologisch, ökologisch und gesundheitlich unter Druck. Europa steht unter Druck. Ravensburg steht unter Druck.
Und die Wissenschaft sagt klar: Kommunen sind die entscheidende Ebene der Klimaanpassung.
Darum ist die Ausrufung des Klimanotstands kein Symbol, sondern eine Pflicht â wissenschaftlich, moralisch, politisch und administrativ.
Die Mitverantwortung des Staates fĂŒr die HITZETOTEN / Wo sind die Gedenkveranstaltungen fĂŒr die Opfer der "Glutwellen"?
28. Jul. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit AussichtDeutschland ist ein Land, das seine Krisen katalogisiert wie andere ihre Briefmarken. FĂŒr manche Tragödien gibt es Rituale, Gedenkfeiern, Schweigeminuten, KrĂ€nze, Reden, Kerzenmeere. FĂŒr andere â und dazu gehören die Hitzetoten der zurĂŒckliegenden Jahre und dem aktuellen Jahr â gibt es Statistiken, Tabellen und Modellkurven
Corona bekam Gottesdienste, Trauerfeiern, Staatsakte. Hitzetote bekommen Excel-Dateien. Attentate bekommen Schlagzeilen, Hitze wird hingenommen.
Die Diskrepanz ist frappierend. Und sie ist politisch. Denn Hitze ist â anders als ein Virus oder ein Amoklaufâ ein schleichender, menschengemachter, politisch mit verantworteter Tod. Hitze ist nicht âSchicksalâ, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger falscher Entscheidungen, Unterlassungen, Verschleppungen.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum man/frau/staat/kommune lieber schweigt.
Die Daten und Zahlen sind eindeutig:
7.900 Hitzetote allein bis KW 28 im Jahr 2026 (RKI)
Vor allem Menschen ĂŒber 75, aber auch JĂŒngere
Hitzeperioden fĂŒhren regelmĂ€Ăig zu Ăbersterblichkeit
Die Hitzewelle Ende Juni 2026: ĂŒber 5.000 Tote in einer Woche
Diese Zahlen sind nicht âRandnotizenâ. Sie sind ein Massensterben. Sie sind eine stille Katastrophe. Sie sind â nĂŒchtern betrachtet â ein nationales Trauma, das aber niemand als solches behandelt.
Warum?
Weil Hitze nicht spektakulĂ€r ist. Weil Hitze keine Bilder liefert. Weil Hitze nicht âplötzlichâ kommt, sondern sich wie ein grauer Schleier ĂŒber das Land legt. Weil Hitze nicht schreit.
Und weil Hitze â anders als Corona und/oder Attentate â nicht als âĂ€uĂere Bedrohungâ inszeniert werden kann. Hitze ist die Rechnung fĂŒr unser eigenes Verhalten, fĂŒr politische VersĂ€umnisse, fĂŒr kommunale Ignoranz, fĂŒr jahrzehntelange Fehlplanung.
Die juristische Analyse ist klar:
Der Staat hat Schutzpflichten (Art. 2 Abs. 2 GG, Art. 20a GG).
Kommunen haben Verkehrssicherungspflichten.
Pflegeheime, KrankenhĂ€user, Vermieter, Arbeitgeber â alle tragen Verantwortung.
Doch die RealitÀt ist: Niemand will verantwortlich sein.
Hitze ist ein âdiffuses Risikoâ. Hitzetod ist âschwer nachweisbarâ. Hitze ist âmultifaktoriellâ.
Diese Begriffe sind nicht nur juristische Kategorien â sie sind rhetorische Fluchtwege.
Denn wenn man/frau Verantwortung anerkennen wĂŒrde, mĂŒsste man* handeln:
StĂ€dte mĂŒssten FlĂ€chen entsiegeln und unversiegelte FlĂ€chen erhalten. Die Stadt Ravensburg will den Andermannsberg zubauen, die Kreisverwaltung will die Streuobstwiese in meiner Nachbarschaft durch einen Schulneubau vernichten.
Kommunen mĂŒssten HitzeaktionsplĂ€ne umsetzen.
Pflegeheime mĂŒssten klimatisiert werden.
Vermieter mĂŒssten Wohnungen schĂŒtzen.
Arbeitgeber mĂŒssten Arbeitszeiten anpassen.
Und all das kostet Geld, Mut, Konfliktbereitschaft.
Also schweigt man* lieber.
Und wĂ€hrend Europa brennt â Spanien, Italien, Frankreich â, wĂ€hrend Böden knochentrocken sind, wĂ€hrend das RKI Woche fĂŒr Woche steigende Hitzetote meldet, wĂ€hrend Pflegeheime Ă€chzen und Ă€ltere Menschen sterben, wĂ€hrend der Altdorfer Wald droht zur Chiffre fĂŒr Klimaversagen zu werden â
plant die Stadt Ravensburg fĂŒr heute Abend ein Feuerwerk.
Ein Feuerwerk. In einer Hitzewelle. Mit Waldbrandgefahr. Mit Toten.
Das ist nicht nur unklug. Es ist entsolidarisierend. Es ist politisch blind. Es ist moralisch taub.
Ein Feuerwerk ist ein Symbol. Ein Symbol dafĂŒr, dass man* die RealitĂ€t nicht sehen will. Ein Symbol dafĂŒr, dass man lieber feiert als schĂŒtzt. Ein Symbol dafĂŒr, dass man die Hitze als âWetterâ behandelt â und nicht als tödliche Gefahr.
Warum gibt es keine Gedenkveranstaltungen fĂŒr die Hitzetoten?Es gibt mehrere GrĂŒnde â und keiner davon ist schön:
Hitze ist ein sozialer Tod. Die meisten Opfer sind alt, krank, allein, pflegebedĂŒrftig. Sie sterben leise. Sie sterben unsichtbar. Sie sterben ohne Lobby.
Hitze ist ein politischer Tod. Wer Hitze betrauert, muss Verantwortung anerkennen. Und Verantwortung bedeutet Handeln. Und Handeln bedeutet Konflikte.
Hitze ist ein unbequemer Tod. Er zeigt, dass unsere StĂ€dte falsch gebaut sind. Dass unsere Pflegeheime ĂŒberlastet sind. Dass unsere Infrastruktur nicht klimaresilient ist. Dass unser Lebensstil tödlich ist.
Hitze ist ein schleichender Tod. Kein Anschlag, kein Unfall, kein Drama. Nur Zahlen. Und Zahlen rĂŒhren niemanden zu TrĂ€nen.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Zivilgesellschaft ĂŒbernimmt, was der Staat verweigert. Vielleicht braucht es lokale Initiativen, stille Mahnwachen, symbolische Akte. Vielleicht braucht es eine neue Form des Gedenkens â nicht als Ritual, sondern als politisches Statement.
Denn Hitze ist kein Naturereignis mehr. Hitze ist ein politisches Ereignis. Hitze ist ein gesellschaftliches Versagen. Hitze ist ein Symptom.
Und Hitze ist ein Vorbote.
Die kommenden Jahre werden heiĂer. Die kommenden Sommer werden tödlicher. Die kommenden Statistiken werden höher.
Aber die Frage ist: Werden wir weiter schweigen?
Oder beginnen wir endlich, Hitze als das zu behandeln, was sie ist: Ein Angriff auf die WĂŒrde des Menschen. Ein Angriff auf die Verletzlichsten. Ein Angriff auf die Zukunft.
Und ein Angriff, der nicht von auĂen kommt â sondern aus unserem eigenen politischen und gesellschaftlichen Handeln.
Vielleicht ist es Zeit, dass Ravensburg â und Deutschland â ein neues Ritual einfĂŒhrt: Ein Gedenken fĂŒr die Hitzetoten. Nicht als Pflicht, sondern als moralische Notwendigkeit. Nicht als Trauer, sondern als Weckruf.
Denn wer die Hitzetoten nicht betrauert, wird die Ursache dafĂŒr auch nicht bekĂ€mpfen.
Hitze-Report Aktualisiert 2026 đ„ / "HeiĂ - bis zu +44 Grad C° -, aber bitte ohne ein Eis!" - Was essen, was trinken, wie Medikamente aufbewahren? Alkohol, Pommes, Currywurst, LeberkĂ€swecken, Feuerwerke und Schweinshaxen meiden ...
28. Jul. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht30. Juni, 2025 - Aktualisiert am 28.Juli 2026
Lesen Sie auch hier:
- Hitze-Index 2025 von 190 StĂ€dten Deutschlands - So können Sie Ihre Stadt zu wirksamen HitzeschutzmaĂnahmen auffordern!
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Im Jahr 2025 hatten wir in Deutschland zwei Hitzewellen. Ein Jahr spĂ€ter sind es schon derer vier â die aus Frankreich heranrollende bereits mitgerechnet. Die derzeitigen Wald- und FlĂ€chenbrĂ€nde in Spanien, Italien und Frankreich sind keine sĂŒdeuropĂ€ische ExklusivitĂ€t. Auch in Schottland brennen die WĂ€lder. Und die Temperaturen des Matterhorn auf 3.260 Metern betragen +12 Grad, was deutlich ĂŒber dem Normalwert von etwa 4 Grad liegt.
Bei den ausgetrockneten Böden in Deutschland kann es ganz schnell auch uns treffen: Ein Funke, eine weggeworfene Kippe, eine heiĂ gelaufene Landmaschine â "mehr" braucht es dann nicht.
Der September 2026 dĂŒrfte sich aufgrund dieser klimatischen Entwicklung mit Werten in Richtung +30 Grad anfĂŒhlen. Die europĂ€ischen und amerikanischen Langfristmodelle sind sich fĂŒr den Herbst 2026 ungewöhnlich einig: Ăber alle drei Herbstmonate hinweg soll es ein bis zwei Grad zu warm werden. Es ergeht der Appell an alle StĂ€dte und Gemeinden, Aktionen, welche den Klimawandel noch begĂŒnstigen, zu unterlassen.
Hohe und anhaltende Hitze beeintrĂ€chtigt sowohl die körperliche Ausdauer als auch die kognitiven Funktionen und kann zu gefĂ€hrlichen BlutdruckabfĂ€llen fĂŒhren. Ohne effektive KĂŒhlstrategien besteht die Gefahr von Schwindel, Ohnmacht und schlechter Entscheidungsfindung. FlĂŒssigkeitszufuhr â vor allem Wasser und mit Wasser verdĂŒnnte SĂ€fte -, kĂŒhlende Kleidung und Tempo der Bewegungen werden entscheidend sein, um Leistung und Sicherheit zu erhalten. Vom Joggen zwischen 9 und 19 Uhr ist dringend abzuraten.
Die "Spitze der Hitze" wird zum Monatswechsel Juli/August - also zum kommenden Wochenende und den darauffolgenden Tagen â erwartet. Einzelne Wetter-ModelllĂ€ufe sagen fĂŒr diese Zeit Werte in Richtung 39 bis 40 Grad voraus. Das globale Vorhersagemodell des US-Wetterdienstes (GFS) berechnet fĂŒr Anfang August stellenweise 43 bis 44 Grad in Deutschland. Zuerst im SĂŒden, dann aber auch nach Norden hin.
Zur Wochenmitte (29./30. Juli 2026) strömt feuchtere Luft ins Land, was zunĂ€chst zu einer steigender Unwettergefahr fĂŒhrt. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). KrĂ€ftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen.
Auf die knochentrockenen Böden prasselt Starkregen wie auf Beton. Das Wasser kann nicht absickern, sondern es lĂ€uft unkontrolliert ab. So werden ausgerechnet mitten in der DĂŒrre lokale Sturzfluten und volllaufende Keller drohen, ohne dass die Trockenheit auch nur annĂ€hernd beendet wĂ€re.
- Lesen Sie bitte auch hier: Alzheimer und Demenz ââ¶ Temperaturen ĂŒber +30 °C können lebensgefĂ€hrlich werden - Tipps und Infos ...
Bitte achten Sie darauf, dass Sie sĂ€mtliche im Haushalt vorrĂ€tige Medikamente kĂŒhl lagern (abgesehen von denen, die sowieso bei +2 bis +8 Grad gelagert werden mĂŒssen, Insulin etc.), da die Wirkung ab einer Temperatur von +25 Grad nachlassen kann. Wenn Sie frische Medizin von der Apotheke abholen, bitte nicht im aufgeheizten Auto liegen lassen, sondern rasch nach Hause bringen. Es empfiehlt sich, diese Medikamente im KĂŒhlschrank (nicht TiefkĂŒhlfach) zu lagern.
Und wer hĂ€tte das gedacht? Ărzte und andere Gesundheitsexperten raten davon ab, in extremen Hitzeperioden Speiseeis zu sich zu nehmen. Bei Speiseeis handelt es sich um ein fettiges Produkt, welches bei hohen AuĂentemperaturen vom menschlichen Körper schlecht verdaut wird. Eiscreme enthĂ€lt 20 Prozent Fett. Der Verzehr solcher Lebensmittel belastet das Verdauungs- und Herz-Kreislauf-System sehr. SchlieĂlich muss der Körper die Nahrung nicht nur verdauen, sondern auch im ganzen Körper verteilen. Daher ist es bei heiĂem Wetter ratsam, weniger Eis zu essen oder ganz darauf zu verzichten.
Trinken Sie mehr Wasser als sonst (2 Liter plus); Bier und Wein werden bei dieser Hitze nicht empfohlen. DafĂŒr lieber mit Wasser verdĂŒnnte SĂ€fte, KrĂ€uter-Tees (ohne Zucker) oder Buttermilch. Eiswasser oder extrem gekĂŒhlte GetrĂ€nke sind nicht ratsam. Sie sollten in solchen Zeiten bei Zimmertemperatur zu sich genommen werden. Essen Sie nicht ĂŒbermĂ€Ăig und ĂŒppig und essen Sie eher leicht verdauliche Lebensmittel und Salate und mehrere kleine Mahlzeiten verteilt ĂŒber den Tag.
Einige der wichtigsten Mineralien, die der Körper in heiĂem Wetter benötigt, sind Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium. Kalzium ist ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen, wĂ€hrend Magnesium ein wesentlicher Bestandteil vieler Enzyme und Muskeln ist. Kalium und Natrium sind fĂŒr den Wasserhaushalt des Körpers verantwortlich. Wenn Sie es sich leisten können, dann kaufen Sie sich diese Mineralien in der Apotheke oder in der Gesundheitsabteilung Ihres Supermarktes. Die dort angebotenen gĂŒnstigen Brausetabletten mit Vitaminen und Mineralien tun es sonst auch.
Minerale sind auch reich an Vitaminen, die eine wichtige Rolle bei der BekĂ€mpfung der Auswirkungen der Hitze spielen. Vitamine wie Vitamin A, Vitamin C und Vitamin D helfen bei der Kontrolle des körpereigenen Immunsystems und schĂŒtzen den Körper vor den schĂ€dlichen Auswirkungen der Hitze.
Es empfiehlt sich auch ein Tischventilator. Preis zwischen 18 und 50 Euro. ZusÀtzlicher Stromverbrauch betrÀgt circa 15 Euro pro Jahr.
Es lohnt sich tatsĂ€chlich, seine ErnĂ€hrung an heiĂen Tagen umzustellen. Sowohl Fett als auch EiweiĂ fĂŒhren dazu, dass die Nahrung lĂ€nger im Magen liegt und dass der Körper mehr Energie braucht, um sie zu verdauen. Das wirkt sich auf die LeistungsfĂ€higkeit im Alltag aus und die Verdauung schluckt jede Menge an physischer Energie.
Currywurst und Pommes, Schweinshaxen und LeberkĂ€swecken sind Beispiele dafĂŒr, wie man es bei heiĂen Tagen nicht machen sollte: Fettreich und eiweiĂreich, aber nicht gut verdaulich. Was sich stattdessen anbietet, ist fettarmer Fisch wie Kabeljau, Seelachs oder Zander, wobei letzterer relativ teuer ist. Die liegen weniger schwer im Magen als eine Portion Heilbutt oder Lachs. Wer seinen Seelachs allerdings paniert und anschlieĂend frittiert, hat allerdings nichts gegen die Hitze gewonnen, im Gegenteil.
Pflanzliche EiweiĂe, wie zum Beispiel Tofu, machen bei Hitzeperioden keine Probleme. Bei proteinreichen HĂŒlsenfrĂŒchten kann ein hoher Ballaststoffgehalt dazu fĂŒhren, dass die Verdauung mehr arbeiten muss. Durch Einweichen, PĂŒrieren und eine lange Garzeit lĂ€sst sich das aber verbessern.
- Lesen Sie auch hier:
- KLIMAWANDEL ist zum "Teufelskreis" geworden ... Gleichung die nicht aufgeht ... Ein (1) Baum macht noch keinen Wald ...
30. Jun. 2025
"Altdorfer Wald" im Zeichen von 'Mundart' und 'Zivilem Ungehorsam' ...
27. Jul. 2026,
1 Kommentar
Schussental-MedialPressemitteilung der "Waldbesetzung Altdorfer Wald" vom 27. Juli 2026
Vom 30. Juli bis 4. August 2026 finden in der Waldbesetzung im Altdorfer Wald offene Lern- und Kulturtage unter dem Motto "Lernen, Leben, Widerstand" statt.

Höhepunkt ist das Konzert der Band "Bini Zuchini" am 1. August um 18 Uhr. Albert BĂŒcheler und Martin Waibel tragen ihre sozialkritischen selbstgeschriebenen Songs in schwĂ€bischer Mundart direkt unter den BaumhĂ€usern vor.

Am 2. August um 14 Uhr referiert die Politikwissenschaftlerin Dr. Natalia Iost aus Ludwigshafen zum Thema Ziviler Ungehorsam.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, Spenden sind willkommen. Die Waldbesetzung befindet sich an der Abzweigung nach Grund auf der LandstraĂe 317. (Google Maps: Waldbesetzung Altdorfer Wald)
Weitere Informationen unter alti-bleibt.de und auf Instagram unter @baumbesetzung.ravensburg.
Anklageschrift in Sachen "Klima ./. Stadt Ravensburg" ... Entsolidarisierendes Feuerwerk angesichts europaweiter WaldbrÀnde ...
26. Jul. 2026,
2 Kommentare
Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht VORBEMERKUNG
Abgelehnte Petition hin oder her. Die internationale Lage hat sich innerhalb eines Jahres dahingehend verschÀrft, dass auch in Sachen Klimaschutz signifikant nachgeschÀrft werden muss. Ravensburg mag politisch eine Provinz sein. Doch gerade in diesen Tagen (Ravensburger Rutenfest) ist sie auch internationale Metropole. Tausende von Menschen kommen per Flugzeug (CO2 und Feinstaub) aus allen Herren LÀndern oder tausende von Kilometern (dito) nach Oberschwaben, um das Leben zu feiern. Höhepunkt: Das traditionelle Feuerwerk zum Festende.
Und das, wo die international-europÀische Welt zeitgleich gegen Tod und Vernichtung durch die anrollende vierte Hitzewelle und die dadurch ausgelösten WaldbrÀnde leidet. An anderer Stelle zu dem Thema gibt es zwei Leserkommentare:
Wolfram Frommlet - 26. Juli, 2026 um 18:38 Uhr
"Es ist unsÀglich und indiskutabel, in diesen Zeiten noch ein Feuerwerk in den Himmel zu knallen. Die totale Verantwortungslosigkeit."
JĂŒrgen Pfeffer - 26. Juli, 2026 um 20:21 Uhr
Es gibt eigentlich nur Argumente dagegen; vom Klimaschutz mal abgesehen, das schreit wirklich zum Himmel, wir haben KriegsflĂŒchtlinge in unserer Stadt, Wild- und Haustiere, die aufs Ăbelste verschreckt werden kranke und alte Menschen in der Stadt und so weiter, und was ist das ĂŒberhaupt fĂŒr ein "Fest" wo betrunkene MĂ€nner mit Bierflaschen rumtorkeln, die sie dann irgendwo abstellen, mit groĂem Geschrei MĂŒll in groĂem Umfang verbreiten, um ein Fest zu feiern in welchem letztlich schwarze PĂ€dagogik gefeiert wird ,,,
Sollte die Stadt Ravensburg tatsĂ€chlich ihr "Rutenfestfeuerwerk" zĂŒnden, könnte es vor dem Landgericht Ravensburg zu folgendem Szenario kommen.
Aktenzeichen: --- --- ---
ENTWURF einer Anklageschrift â In der Sache: Klima ./. Stadt Ravensburg - fĂŒr den Fall, dass die Stadt Ravensburg an ihrem Vorhaben *) festhĂ€lt
I. ZustĂ€ndigkeit und VerfahrensgegenstandIn Anwendung von Artikel 20a Grundgesetz und dem §âŻ1 Abs.âŻ1 Klimaschutzgesetz BadenâWĂŒrttemberg sowie der kommunalen Pflicht zur Gefahrenabwehr gemÀà §âŻ1 Abs.âŻ1 PolG BW, wird gegen die Stadt Ravensburg folgende Anklage erhoben:
*) Aufgrund des Abbrennens des Feuerwerks am Ende des "Rutenfestes 2026" - am 28. Juli 2026 - wird die Stadt Ravensburg durch aktives Tun und pflichtwidriges Unterlassen die natĂŒrlichen Lebensgrundlagen fĂŒr Fauna und Flora, Menschen der Gegenwart, deren Kinder und Enkelkinder kurz-, mittel und langfristig gefĂ€hrden, die KlimaerwĂ€rmung fördern, die öffentliche FĂŒrsorgepflicht vernachlĂ€ssigen und die verfassungsrechtlich gebotene SolidaritĂ€t mit Menschen in Not verletzen.

Abgebrannte Landschaften in Spanien, auf Sizilien und in SĂŒdfrankreich. - Doch Ravensburg macht zeitgleich sein "Feuerwerk der Freude". - Stef-Art-Kunst (c) 2026
II. Tatkomplex1: Pflichtwidrige Förderung klimawirksamer Emissionen
1. Objektiver Tatbestand
Die Stadt Ravensburg hĂ€lt trotz extremer nationaler und internationaler Trockenheit, der kurz bevorstehenden vierten Hitzewelle fĂŒr SĂŒddeutschland und europaweiter GroĂbrĂ€nde in Italien, Spanien und Frankreich an der DurchfĂŒhrung eines pyrotechnischen Feuerwerks fest. Feuerwerke erzeugen:
Feinstaubemissionen (PM10, PM2.5),
COââEmissionen,
toxische RĂŒckstĂ€nde (Perchlorate, Schwermetalle),
akute Brandrisiken bei Trockenheit,
fördern dadurch die KlimaerwÀrmung
Die angefĂŒhrten Emissionen sind wissenschaftlich belegt und stehen im Widerspruch zu den Klimaschutzzielen des Landes Baden-WĂŒrttemberg und der Kommune Ravensburg.
2. Subjektiver TatbestandDie Stadt Ravensburg handelt - im Falle, dass das Feuerwerk tatsÀchlich abgebrannt wird (im Weiteren = "dito") - vorsÀtzlich, da:
sie ĂŒber die Gefahrenlage informiert wurde,
Petition und Hinweise kennt, sie aber ignoriert
die Klimakrise öffentlich anerkennt,
dennoch bewusst eine MaĂnahme ergreift, die die Krise verschĂ€rft.
Damit liegt direkter Vorsatz (§âŻ15 StGB analog) im Sinne eines kommunalen PflichtverstoĂes vor.
III. Tatkomplex2: Verletzung der kommunalen Schutzpflichten
1. VerstoĂ gegen Artikel 20a GG
Artikel 20a GG verpflichtet alle staatlichen Ebenen â einschlieĂlich der Kommunen â zum Schutz der natĂŒrlichen Lebensgrundlagen. Die Stadt Ravensburg verletzt diese Pflicht durch:
aktive DurchfĂŒhrung umweltbelastender Feuerwerke (dito),
unterlassene DurchfĂŒhrung klimafreundlicher Alternativen,
fehlende RisikoabschÀtzung trotz extremer Trockenheit.
GemÀà §âŻ3 Abs.âŻ1 Klimaschutzgesetz BW sind Kommunen verpflichtet, MaĂnahmen zu ergreifen, die den AusstoĂ klimawirksamer Gase reduzieren.
Die Stadt Ravensburg handelt entgegen dieser Verpflichtung, indem sie:
vermeidbare Emissionen erzeugt,
keine KompensationsmaĂnahmen vorsieht,
keine KlimafolgenabschĂ€tzung durchfĂŒhrt.
Nach §âŻ1 Abs.âŻ1 PolG BW hat die Kommune Gefahren fĂŒr die öffentliche Sicherheit abzuwehren.
Ein Feuerwerk bei extremer Trockenheit stellt eine konkrete Brandgefahr dar. Zudem ist eine solche Aktion klimaschÀdlich und somit auch klimaerwÀrmend. Die Stadt Ravensburg ignoriert diese Gefahr und verletzt damit ihre gesetzliche Schutzpflicht.
IV. Tatkomplex 3:Entsolidarisierung und sozialethische Pflichtverletzung
1. Moralischer PflichtverstoĂ
WĂ€hrend Menschen in SĂŒdeuropa ihre HĂ€user verlieren, wĂ€hrend WĂ€lder brennen und Regionen evakuiert werden, setzt die Stadt Ravensburg ein Feuerwerk in den Himmel â ein Symbol der GleichgĂŒltigkeit.
Dies stellt eine sozialethische Pflichtverletzung dar, die das Vertrauen der Bevölkerung in die Gemeinwohlorientierung der Kommune untergrÀbt. Wir leben nicht nur in Deutschland, sondern auch in der EU.
2. - entfÀllt -
V. Tatkomplex 4:Symbolische Sabotage des Klimaschutzes
Ein Feuerwerk im Jahr 2026 ist kein Traditionsgut mehr, sondern ein Akt der klimawidrigen Provokation.
Die Stadt Ravensburg sendet damit die Botschaft:
âUnsere Tradition steht ĂŒber eurer Klimanot.â
Dies ist geeignet, das Vertrauen in demokratische Institutionen zu beschÀdigen und die gesellschaftliche SolidaritÀt zu unterminieren.
VI. GesamtschuldDie Stadt Ravensburg hat wird durch ihr Verhalten (dito):
die Klimakrise verschÀrfen,
die öffentliche Sicherheit gefÀhrden,
die verfassungsrechtlichen Schutzpflichten verletzen,
die moralische SolidaritÀt verweigern,
und das Vertrauen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger missachten.
Damit liegt eine mehrfache Pflichtverletzung vor, die juristisch und politisch nicht hinnehmbar ist.
VII. Antrag der AnklageEs wird beantragt:
Sofortige Einstellung aller pyrotechnischen Feuerwerke im Stadtgebiet Ravensburg, trotz abgelehnter Petition.
EinfĂŒhrung eines verbindlichen kommunalen Klimaschutzplans mit jĂ€hrlicher Berichtspflicht.
Ăffentliche Anerkennung der Pflichtverletzungen durch die Stadtspitze.
Einrichtung eines Klima-BĂŒrgerinnenrats , der bei allen relevanten Entscheidungen mitbestimmt beteiligt wird.
Verpflichtende KlimafolgenabschĂ€tzung fĂŒr alle stĂ€dtischen Veranstaltungen ab 2027.
Die Klimakrise duldet keinen Aufschub. Die Stadt Ravensburg hat ihre Pflichten verletzt. Diese Anklage erhebt Anspruch auf Konsequenz.
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Ravensburger Landgericht kassiert Urteil gegen drei Klimaaktivisten und stellt Verfahren ein ...
7. Jul. 2026,
Keine Kommentare
Pressemitteilung der Klimaaktivist/innen "Altdorfer Wald" vom 07.Juli 2026
Neues âAlti-Urteilâ
Ravensburger Landgericht kassiert Urteil gegen drei Klimaaktivisten und stellt Verfahren ein
Ravensburg / Oberankenreute - Das gestrige Berufungsverfahren beim Ravensburger Landgericht gegen drei Klima-Aktivisten aus dem Altdorfer Wald, endete mit einer Einstellung. Bereits im Februar 2022 hatten Aktivisten der Alti-Waldbesetzung vier BĂ€ume im Forst bei Oberankenreute besetzt und so die Rodung, im Zuge einer Kiesgruben-Erweiterung der Firma Tullius, erschwert. Wie die "SchwĂ€bische Zeitung" erst kĂŒrzlich berichtete, leitete die örtliche Polizei einen GroĂeinsatz mit zwei Hundertschaften und SpezialkrĂ€ften ein, um insgesamt vier Beteiligte aus den BĂ€umen zu holen.

Foto (c): Klimaaktivist/innen
Mehr als vier Jahre spĂ€ter sah der zustĂ€ndige Richter Bernhard die UrteilsbegrĂŒndung und Beweislage einer erstinstanzlichen Verurteilung offenbar als sehr dĂŒrftig an, weshalb er bereits im Vorfeld der gestrigen Verhandlung Kontakt mit der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung aufnahm. Staatsanwaltschaft und Angeklagte einigten sich daraufhin im gegenseitigen EinverstĂ€ndnis im Gerichtssaal auf eine vorzeitige Einstellung gegen eine bescheidene Geldauflage. Der vierte Beteiligte, wurde bereits vor zwei Jahren freigesprochen.
Der Einsatz gegen den Kiesabbau im Altdorfer Wald soll nach Aussagen einer der Beschuldigten auch zukĂŒnftig weitergehen. âDie aktuelle Hitzewelle zeigt, dass wir WĂ€lder als effektive, natĂŒrliche Klimaanlagen besser pflegen und ausweiten mĂŒssen, statt diese zu roden. Die Zerstörung intakter WĂ€lder fĂŒr Kiesabbau ist dabei doppelt schĂ€dlich, da der gewonnene Kies im klimaschĂ€dlichen StraĂenbau oder in Neubauten Verwendung findet, so der 59 jĂ€hrige Anwohner und Alti-Aktivist.
Neben dem konsequenten Schutz des Waldes mit seinen Trinkwasserquellen, mahnt die Waldbesetzung im Altdorfer Wald daher seit Jahren eine Bauwende an. Weniger Neubauten, Nutzung des bestehenden Leerstandes, der Einsatz von Recyclingbeton und nachhaltigen Baustoffen wĂŒrden den Kiesbedarf deutlich reduzieren und den Kies-Abbau im Altdorfer Wald ĂŒberflĂŒssig machen.
Wie es indes mit der Kiesgrube bei Oberankenreute weitergeht, ist heute völlig offen. Betreiber und Regionalverband drĂ€ngen fĂŒr die kommenden Jahre auf eine groĂflĂ€chige Ausweitung des dortigen Kies-Abbaus. Nach der Veröffentlichung der konkreten Planungsunterlagen der Betreiber, im Herbst 2025, gingen bei den zustĂ€ndigen Planungsbehörden im Ravensburger Landratsamt dutzende schriftliche Einwendungen besorgter BĂŒrger:innen, wie auch der Gemeinde Schlier, ein. Das Genehmigungsverfahren beim Landratsamt ruht seitdem. Die zustĂ€ndigen Stellen sahen sich genötigt, den Betreiber mit der völligen Ăberarbeitung der Planungen zu beauftragen. Ein wichtiger Teilerfolg fĂŒr die Gegner des Kiesabbaus in der Region.
Ein Erfolg, den sich auch die Klimaaktivisten auf die Fahnen schreiben. âOhne Störaktionen, wie die kurzfristige Besetzung der BĂ€ume im Februar 2022, gĂ€be es kein derartig groĂes Interesse in der Bevölkerung oder der Gemeinde und der klimaschĂ€dliche Kiesabbau wĂ€re, wie in vergangenen Zeiten, vermutlich einfach durchgewunken wordenâ, so die Argumentation.
KLIMA - Altdorfer Waldbesetzung: "Lasst uns zeigen, dass unsere Ideen besser sind als immer mehr Profit, Wachstum und Zerstörung." / Open Space Skillshare und Klavierkonzert vom 9. bis 12. Juli 2026
6. Jul. 2026,
Keine Kommentare
Veranstaltungshinweis und weitere Informationen der "Altdorfer Waldbesetzung" (AWB)
FĂŒr den Inhalt zeichnet die AWB verantwortlich
VERANSTALTUNGSHINWEIS
Open Space Skillshare und Klavierkonzert
Vom 9. bis 12. Juli 2026 finden in der Waldbesetzung im Altdorfer Wald (direkt an der Abzweigung nach Grund auf der L317) Skillshare-Tage mit offenem Programm statt. Alle sind eingeladen, zu bestimmten FĂ€higkeiten oder wichtigen Themen Programmpunkte zu stellen. Am 11. Juli um 18 Uhr findet ein Konzert des erfahrenen Schweizer Pianisten Carduus A. mit Widerstandsliedern aus aller Welt inklusive ereignisreicher improvisierter Solo-ĂbergĂ€nge statt. Das Publikum ist eingeladen mitzusingen. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.

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INFORMATIONEN I
Der Konzern Meichle+Mohr möchte einen Teil des Altdorfer Walds roden und dort eine 90 Meter tiefe Kiesgrube errichten.
Der "Altdorfer Wald" ist das gröĂte zusammenhĂ€ngende Waldgebiet in Oberschwaben und einer der entscheidenden Faktoren fĂŒr eine lebenswerte Heimat im Landkreis Ravensburg. Er liefert Sauerstoff zum Atmen, filtert Hunderttausende Tonnen an Staub und COâ, ist Helfer beim Klimaschutz, hat starken Einfluss auf das regionale Klima, speichert Regenwasser in unvorstellbaren Mengen, liefert Trinkwasser allerbester QualitĂ€t, ist Naherholungsgebiet und ein wichtiger Faktor fĂŒr die Forstwirtschaft vor Ort.
Wir stellen uns der gewaltsamen Zerstörung des Altdorfer Waldes in den Weg!

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INFORMATION II
Aktueller Stand (Juni 2026)
Lernen, Bauen, Aktionen und Utopie
WiderstÀndig gegen Raubbau, Rodung & RÀumung
Seit ĂŒber fĂŒnf Jahren stellen wir uns gegen den Kiesabbau im "Alti" und auch ĂŒberall anders. Denn das stĂ€ndige AbreiĂen von Natur und Wiederaufbauen mit Beton tut Mensch und Natur weh! Acht (8) Prozent der weltweiten COâ-Emissionen stammen vom Beton, dessen Grundlage Kies ist. Wir wĂŒnschen eine Bauwende.
Wir haben eine doppelte Strategie:
â die Waldbesetzung ist ein Treffpunkt fĂŒr Protestaktionen.
â Hier leben wir auch unsere solidarische Utopie, die wir auf die Gesellschaft ĂŒbertragen möchten. Ein System, das das gute Leben fĂŒr alle und nicht den Profit als oberstes Ziel hat.
Trotz des unĂŒberhörbaren Protests und der Klage der Gemeinde Baienfurt gegen den Kiesabbau möchten die Kiesbarone Meichle & Mohr ihre PlĂ€ne durchdrĂŒcken. Darum mĂŒssen wir gemeinsam weiter Druck auf alle Entscheider aufbauen.
Wir laden euch dazu ein, mit vielen Aktiven und tollen Menschen im Wald zu lernen, zu leben und eine klimagerechte Zukunft zu bauen. Neben Klettern und Baumhaus-Bauen gibt es unzÀhlige spannende Dinge zu entdecken.
Lasst uns zeigen, dass unsere Ideen besser sind als immer mehr Profit, Wachstum und Zerstörung.
Lasst uns RĂ€umung, Rodung und Raubbau verhindern und die Kiesindustrie in ihre Schranken weisen!
đšâđ©âđŠâđŠ Warum eigentlich nicht? â EinfĂŒhrung einer verbindlichen Höchsttemperatur in Mietwohnungen
4. Jul. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
WĂ€hrend die lokale SZ heute Morgen mit einer flachen âKarikaturâ ĂŒber die KlimaerwĂ€rmung auf peinliche und unverantwortliche Weise ins Leere zielt, wird anderswo in der Stadt Ravensburg lĂ€ngst ernsthaft ĂŒber die realen Gefahren sommerlicher Ăberhitzung nachgedacht. Denn Hitze ist kein WetterphĂ€nomen mehr, sondern ein verfassungsrechtliches Problem: Sie bedroht die Gesundheit, sie stellt die WohnqualitĂ€t und die Pflicht des Staates, seine BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu schĂŒtzen, in Frage.
Der folgende Beitrag zeigt, wie klar die Rechtslage eigentlich ist â und wie groĂ das Vollzugsdefizit ist. WĂ€hrend Mindesttemperaturen in Wohnungen im Winter seit Jahrzehnten selbstverstĂ€ndlich sind, fehlt bis heute eine verbindliche Höchsttemperatur fĂŒr den Sommer, obwohl sie juristisch möglich, technisch machbar und gesundheitlich geboten wĂ€re. Warum also wird sie nicht eingefĂŒhrt?
Der Blog-Artikel legt offen, wo Kommunen, Vermietende und Gesetzgeber lĂ€ngst handeln könnten â und warum UntĂ€tigkeit angesichts zunehmender Hitzeperioden nicht nur fahrlĂ€ssig, sondern verfassungsrechtlich fragwĂŒrdig ist. Ein Text ĂŒber die LĂŒcke zwischen Recht und RealitĂ€t â und ĂŒber die Frage, die sich niemand mehr leisten kann zu ignorieren: Warum eigentlich nicht?

Art. 2 Abs. 2 GG schĂŒtzt das Leben und die körperliche Unversehrtheit des Menschen. Ăberhitzte WohnrĂ€ume können zu Kreislaufbelastungen, Schlafstörungen und akuten Gesundheitsgefahren fĂŒhren.
Art. 14 GG verpflichtet Eigentum zur Sozialbindung. Vermietende mĂŒssen Wohnraum so bereitstellen, dass er keine vermeidbaren Gesundheitsrisiken verursacht.
Art. 20a GG verpflichtet den Staat zum Schutz der natĂŒrlichen Lebensgrundlagen â einschlieĂlich klimabedingter Risiken.
Die verfassungsrechtliche Lage ist demnach eindeutig: Der deutsche Staat und sein verlĂ€ngerter Arm bis in die Kommunen und die Vermietenden haben Schutzpflichten, die auch sommerliche Extremtemperaturen einschlieĂen.
2. Zivilrechtliche Pflichten im MietverhĂ€ltnisIm Winter gilt: Vermietende mĂŒssen sicherstellen, dass die bereitgestellten WohnrĂ€ume mindestens ungefĂ€hr +20 °C erreichen. Diese Pflicht ist allgemein anerkannt und wird regelmĂ€Ăig durchgesetzt.
FĂŒr den Sommer hingegen fehlt eine entsprechende Regelung, obwohl die Rechtslogik dieselbe ist:
§ 535 BGB verpflichtet Vermietende, die Mietsache in einem Zustand zu erhalten, der den âvertragsgemĂ€Ăen Gebrauchâ ermöglicht.
§ 536 BGB definiert MÀngel, durch die die Gebrauchstauglichkeit wesentlich beeintrÀchtigt ist.
WohnrĂ€ume, die ĂŒber Tage oder Wochen ĂŒber +30 °C erreichen, verlieren ihre Gebrauchstauglichkeit. Die gesundheitlichen Risiken sind dokumentiert. Die technische Möglichkeit zur Abhilfe (Verschattung, DĂ€mmung, bauliche MaĂnahmen) ist grundsĂ€tzlich gegeben.
Die juristische Frage lautet daher: Warum eigentlich nicht? Warum wird analog zur Winterpflicht keine Sommerpflicht eingefĂŒhrt, die Vermietende verpflichtet, Ăberhitzung zu verhindern?
3. Kommunale und staatliche HandlungsmöglichkeitenDie Rechtsordnung bietet bereits Instrumente, um eine Höchsttemperatur verbindlich zu regeln:
Landesbauordnungen können Anforderungen an den sommerlichen WÀrmeschutz festlegen.
Kommunale Satzungen können Verschattungs- und BegrĂŒnungspflichten definieren.
Das Gefahrenabwehrrecht erlaubt MaĂnahmen zum Schutz der Bevölkerung bei Hitzeextremen.
Förderprogramme können bauliche Anpassungen unterstĂŒtzen.
Die Befugnisse sind vorhanden. Die Frage bleibt: Warum eigentlich nicht? Warum wird keine klare Höchsttemperatur â etwa +26â28 °C als zulĂ€ssige Obergrenze â normiert, obwohl sie technisch erreichbar und rechtlich begrĂŒndbar ist?
4. Staatliche Schutzpflichten und VollzugsdefiziteUnterlassene Klimaanpassung kann eine Verletzung staatlicher Schutzpflichten darstellen. Das Bundesverfassungsgericht hat betont, dass Klimarisiken nicht auf zukĂŒnftige Generationen verlagert werden dĂŒrfen.
Wenn Behörden trotz bestehender Rechtsgrundlagen keine MaĂnahmen ergreifen, entsteht ein strukturelles Vollzugsdefizit. Dieses Defizit betrifft insbesondere:
Dachgeschosswohnungen,
schlecht gedÀmmte Altbauten,
GebÀude ohne Verschattung,
vulnerable Bevölkerungsgruppen.
Die normative LĂŒcke ist offensichtlich.
5. Schlussfolgerung: Die logische und rechtliche KonsequenzDie Rechtsordnung kennt bereits eine Temperaturuntergrenze im Winter. Sie könnte ebenso eine Temperaturobergrenze im Sommer kennen.
Die Voraussetzungen sind erfĂŒllt:
verfassungsrechtliche Schutzpflichten,
zivilrechtliche Erhaltungspflichten,
technische Machbarkeit,
kommunale und staatliche Befugnisse.
Was fehlt, ist nicht das Recht, sondern die Anwendung des Rechts. Die Leitfrage âWarum eigentlich nicht?â verweist auf eine LĂŒcke zwischen bestehenden juristischen Möglichkeiten und politisch-administrativer Umsetzung.
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Der Altdorfer Wald: Wo Demokratie ihre Nerven zeigt . . .
29. Jun. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit AussichtDie "SchwÀbische Zeitung" berichtet: Waldbesetzung wird gerÀumt, wenn Aktivisten nicht gehen.
Damit ist die mögliche Auflösung des Klimacamps im oberschwÀbischen "Altdorfer Wald" bei Ravensburg gemeint. Eine Auseinandersetzung wie einst im "Hambacher Forst" bahnt sich an. Damals kam es zu einer tödlichen Tragödie, die sich hoffentlich nie wiederholt.
Ein Konflikt wie dieser, der eventuell bevorsteht, verdichtet sich. Er zieht Menschen an, die nicht wegsehen können, und Institutionen, die nicht ausweichen dĂŒrfen. Der Altdorfer Wald ist zu einem solchen Ort geworden â einem Ort, an dem sich die Frage stellt, wie viel demokratische Kultur eine Gesellschaft besitzt, wenn es ernst wird.
Denn ernst wird es, wenn ein Wald gerodet werden soll, den Menschen seit Jahren bewohnen, schĂŒtzen, verteidigen. Ernst wird es, wenn Behörden ein Verfahren zu Ende fĂŒhren mĂŒssen, das politisch brisant ist. Ernst wird es, wenn die Polizei zwischen BaumhĂ€usern und Seilen operieren soll, wĂ€hrend die Welt zuschaut.
Der Wald ist nicht nur ein Wald. Er ist ein PrĂŒfstein.
I. Die Aktivisten: Eine Gemeinschaft, die sich selbst ernst nimmtDie Menschen im Altdorfer Wald sind keine romantischen Waldbewohner. Sie sind politische Subjekte, die sich selbst in die Pflicht genommen haben. Seit 2021 leben sie dort â nicht aus Eskapismus, sondern aus einem demokratischen Impuls heraus: dem Impuls, Verantwortung zu ĂŒbernehmen, wo andere wegschauen.
Sie haben etwas getan, was in Deutschland selten geworden ist: Sie haben sich sichtbar gemacht. Sie haben sich verletzlich gemacht. Sie haben sich angreifbar gemacht.
Ihr Mut ist kein heroischer Gestus, sondern ein stiller, beharrlicher Widerstand. Ein Widerstand, der nicht auf Eskalation setzt, sondern auf PrÀsenz. Ein Widerstand, der nicht auf Gewalt setzt, sondern auf Körperlichkeit: Wir sind hier. Wir bleiben hier. Wir lassen uns wegtragen.
Dieser Satz ist keine Drohung. Er hat eine demokratische Haltung.
II. Die Behörden: Ein Rechtsstaat, der sich beweisen mussAuch die Behörden stehen im Brennpunkt. Sie mĂŒssen ein Verfahren durchfĂŒhren, das juristisch klar, politisch heikel und gesellschaftlich aufgeladen ist. Sie mĂŒssen entscheiden, ohne zu beschĂ€digen. Sie mĂŒssen handeln, ohne zu entgleisen. Sie mĂŒssen rĂ€umen, ohne zu zerstören.
Eine RĂ€umung ist kein Verwaltungsakt. Sie ist ein psychologisches Hochrisikoereignis.
Menschen in BaumhĂ€usern sind keine âStörerâ. Sie sind Menschen in der Höhe. Menschen in Angst. Menschen in improvisierten Konstruktionen, die nicht fĂŒr polizeiliche Eingriffe gebaut wurden.
Die Behörden mĂŒssen sich davor schĂŒtzen, in die Rolle des Vollstreckers wirtschaftlicher Interessen zu geraten. Die Polizei muss sich davor schĂŒtzen, in die Rolle des politischen Symbols zu geraten. Der Rechtsstaat muss sich davor schĂŒtzen, seine eigene Legitimation zu beschĂ€digen.
Denn ein Unfall im Altdorfer Wald wÀre nicht nur tragisch. Er wÀre ein nationales Trauma.
III. Internationale Erfahrungen: Die Welt hat diese Konflikte schon gesehenWer glaubt, der Altdorfer Wald sei ein lokales Problem, irrt. Die Welt kennt diese Situationen:
Hambacher Forst â ein tödlicher Sturz, eine rechtswidrige RĂ€umung, ein Vertrauensbruch.
LĂŒtzerath â ein Einsatz, der zeigte, wie dĂŒnn die Linie zwischen Ordnung und Ăbergriff ist.
ZAD NotreâDameâdesâLandes â TrĂ€nengas, Verletzte, ein Staat, der seine eigene WĂŒrde verlor.
Standing Rock â militarisierte Polizeitaktik, internationale Empörung, ein LehrstĂŒck ĂŒber Eskalation.
Aus all dem lÀsst sich lernen:
Die gröĂte Gefahr ist die Höhe. Nicht die Aktivisten, nicht die Polizei â die Höhe.
Kommunikation entscheidet ĂŒber Leben und Tod. Ein falscher Befehl, ein falscher Schritt, ein falscher Druck â und Menschen stĂŒrzen.
GroĂeinsĂ€tze sind politisch toxisch. Ein Unfall wird nicht als âUnglĂŒckâ gelesen, sondern als âStaatsversagenâ.
Ziviler Ungehorsam ist legitim, solange er gewaltfrei bleibt. Das ist keine Meinung, sondern Rechtsprechung.
1. Rechtsklarheit statt Illusion
Waldbesetzungen sind Versammlungen. Nach Auflösung besteht eine Pflicht zur Entfernung. Wer bleibt, riskiert BuĂgelder, Wegtragung, im Extremfall Strafverfahren. Das ist nicht romantisch, sondern real.
2. Dokumentation ist SchutzFilmen, protokollieren, medizinische Risiken erfassen â alles erlaubt, alles sinnvoll.
3. Sicherheit ist kein LuxusBaumhĂ€user sind politisch wirksam, aber physisch gefĂ€hrlich. Redundante Sicherungen, stabile Plattformen, klare Rettungswege â das ist Pflicht.
4. Juristische Begleitung ist notwendigAnwĂ€lte fĂŒr Versammlungsrecht und Polizeirecht sollten frĂŒh eingebunden werden. LegalâSupportâStrukturen sind international Standard.
V. Ein Appell an beide SeitenAn die Aktivisten:
Ihr Mut ist berechtigt. Euer Anliegen ist legitim. Eure Gewaltfreiheit ist ein demokratischer Schatz.
Aber schĂŒtzt euch. SchĂŒtzt eure Körper. SchĂŒtzt eure Strukturen. SchĂŒtzt eure Zukunft, indem ihr nicht eure Gesundheit riskiert.
An die Behörden:Ihre Aufgabe ist schwer. Ihre Verantwortung ist groĂ. Ihr Handeln wird beobachtet â national und international.
Eine RĂ€umung ist kein Ort fĂŒr Hast. Kein Ort fĂŒr HĂ€rte. Kein Ort fĂŒr Symbolpolitik.
Sie ist ein Ort fĂŒr PrĂ€zision. FĂŒr Deeskalation. FĂŒr Menschlichkeit.
Der Rechtsstaat verliert nicht, wenn er langsam handelt. Er verliert, wenn er Menschen verletzt, die ihn ernst nehmen.
VI. Schluss: Der Wald als Spiegel einer GesellschaftDer Altdorfer Wald zeigt uns, wie verletzlich Demokratie ist â und wie stark sie sein kann. Er zeigt uns, dass Menschen bereit sind, fĂŒr etwas einzustehen, das gröĂer ist als sie selbst. Er zeigt uns, dass Behörden bereit sind, Verfahren ernst zu nehmen, auch wenn sie unter Druck stehen. Er zeigt uns, dass Konflikte nicht durch Sieger gelöst werden, sondern durch Haltung.
Vielleicht wird der Wald gerodet. Vielleicht bleibt er stehen. Beides ist möglich.
Aber wie wir miteinander umgehen, wĂ€hrend wir darĂŒber streiten â das entscheidet darĂŒber, ob wir als Gesellschaft wachsen oder schrumpfen.
Der Wald ist ein PrĂŒfstein. Und wir alle stehen darauf.
CO2 & CCS: Die Erde ist unser kollektives Unbewusstes. Was wir in sie hineinpressen, kehrt zurĂŒck â in anderer Gestalt, zu anderer Zeit, aber mit derselben Wahrheit.
20. Jun. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht (c)
Die Debatte um die COââVerpressung wirkt auf den ersten Blick wie ein nĂŒchternes Technikthema â Rohre, Kavernen, DruckverhĂ€ltnisse. Doch unter der OberflĂ€che zeigt sich ein viel tieferes kulturelles Muster: eine Gesellschaft, die gelernt hat, Belastendes nicht zu lösen, sondern zu versenken. Wir schieben das UnertrĂ€gliche dorthin, wo es uns nicht mehr anblickt â in die Tiefe des Bodens, in die Tiefe des Bewusstseins, in die Tiefe unserer politischen Verantwortung. Die Erde wird zum Archiv unserer Zumutungen, zum geologischen GedĂ€chtnis einer Epoche, die lieber verschlieĂt als verwandelt.
Gleichzeitig offenbart sich in dieser Praxis ein paradoxes Selbstbild: Wir halten uns fĂŒr rational, modern, technisch souverĂ€n â und doch greifen wir zu einem Verfahren, das an archaische Rituale erinnert. Als könnten wir die Last der Gegenwart durch ein symbolisches HinabstoĂen bannen. Als wĂ€re die Zukunft ein Kellerraum, den niemand mehr betreten muss. Die COââVerpressung wird so zum Spiegel einer Kultur, die ihre Konflikte nicht austrĂ€gt, sondern einlagert. Und genau darin liegt die eigentliche Frage: Was sagt diese Technik ĂŒber uns aus â ĂŒber unsere Art zu leben, zu erinnern, zu verdrĂ€ngen?
Meine Kernthese: Die technische Verpressung von COâ ist nicht nur ein ökologisches und ökonomisches Verfahren â sie ist auch ein kulturelles Symptom. Sie spiegelt - fast beunruhigend prĂ€zise - das wider, was Freud als VerdrĂ€ngung beschreibt: das Wegschieben des Unangenehmen ins Dunkle, in der Hoffnung, es möge dort seine Wirkung verlieren. Doch wie Freud zeigt â und wie die COââDebatte zeigt â funktioniert das nie ohne seinen Preis.

Ăkologisch ist COââVerpressung der Versuch, ein Symptom zu behandeln, ohne die Ursache zu verĂ€ndern â ein geologisches Pendant zur psychischen VerdrĂ€ngung.
COâ wird in tiefe Gesteinsschichten gepresst, damit es aus dem sichtbaren System verschwindet. Das entspricht Freuds Beschreibung: Das Bewusstsein âstöĂt abâ, das Unbewusste âzieht anâ â das UnerwĂŒnschte wird in einen Bereich verschoben, der nicht mehr stört .
Doch wie bei der psychischen VerdrĂ€ngung bleibt das VerdrĂ€ngte wirksam. Freud betont, dass das VerdrĂ€ngte âfortbesteht, sich weiter organisiert und Abkömmlinge bildetâ . Ăkologisch heiĂt das:
Leckagen
Erdbebenrisiken
langfristige InstabilitÀt
fehlende Reduktion der Emissionen
Die Natur âvergisstâ nicht. Sie fĂŒhrt Buch. Verpressung ist ein Aufschub â kein Ausgleich.
Wir pressen COâ in den Boden wie eine Gesellschaft ihre Konflikte in den Keller â und wundern uns spĂ€ter ĂŒber die Risse im Fundament.
đ¶ b) ĂKONOMISCH: Die Kosten der VerdrĂ€ngungĂkonomisch ist COââVerpressung ein klassisches Modell der âexternen Kostenâ â ein Verschieben der Verantwortung in Raum und Zeit.
VerdrĂ€ngung ist laut Freud ein âanhaltender Kraftaufwandâ, der stĂ€ndig erneuert werden muss, um das VerdrĂ€ngte unten zu halten. Genau das gilt fĂŒr CCS (Carbon Capture and Storage):
gigantische Infrastrukturkosten
jahrzehntelange Ăberwachung
Haftungsfragen ĂŒber Generationen
Ăkonomisch entsteht eine Illusion von Entlastung, wĂ€hrend die tatsĂ€chlichen Kosten in die Zukunft verschoben werden â Ă€hnlich wie bei der psychischen VerdrĂ€ngung, die kurzfristig entlastet, langfristig aber teurer wird.
Die Industrie liebt CCS, weil es das bestehende GeschĂ€ftsmodell schĂŒtzt. Es ist die ökonomische Variante des Satzes: âIch will mich nicht Ă€ndern â ich will nur, dass die Symptome verschwinden.â
VerdrĂ€ngung ist immer teuer â psychisch wie finanziell. Die Rechnung kommt spĂ€ter, aber sie kommt.
đ§ c) PSYCHOLOGISCH: COâ-Verpressung als kulturelle AbwehrPsychologisch ist COââVerpressung ein kollektiver Abwehrmechanismus: Wir wollen die RealitĂ€t der Klimakrise nicht fĂŒhlen â also verschieben wir sie.
Freud beschreibt VerdrĂ€ngung als Abwehr gegen das, âwas Unlust erzeugtâ . Genau das passiert gesellschaftlich:
Die Klimakrise erzeugt Angst, Schuld, Ohnmacht.
Statt diese GefĂŒhle zu verarbeiten, schaffen wir technische Lösungen, die uns emotional entlasten.
VerdrĂ€ngung fĂŒhrt laut Freud zu Symptombildungen, die spĂ€ter umso stĂ€rker zurĂŒckkehren. Gesellschaftlich heiĂt das:
Extremwetter
Verlust von LebensrÀumen
soziale Konflikte
politische Radikalisierung
Die COââVerpressung ist psychologisch ein âIch will es nicht wissenâ. Ein Versuch, die RealitĂ€t zu kontrollieren, indem man sie wegschlieĂt.
Wir verpressen COâ, weil wir unsere Angst nicht verarbeiten wollen. Doch wie Freud zeigt: Das VerdrĂ€ngte drĂ€ngt zurĂŒck.
đŻ Synthese: Die verdrĂ€ngte WahrheitDie Parallele zwischen COââVerpressung und psychischer VerdrĂ€ngung ist frappierend:
| Ebene | VerdrĂ€ngung (Freud) | COââVerpressung |
|---|---|---|
| Mechanismus | UnerwĂŒnschtes wird ins Unbewusste verschoben | UnerwĂŒnschtes Gas wird in die Erde verschoben |
| Kurzfristiger Effekt | Entlastung | Entlastung |
| Langfristiger Effekt | Symptome, RĂŒckkehr des VerdrĂ€ngten | ökologische Risiken, keine Emissionsreduktion |
| Energieaufwand | stĂ€ndiger psychischer Kraftaufwand | stĂ€ndige technische Ăberwachung |
| Ziel | Unlust vermeiden | politische und wirtschaftliche Konflikte vermeiden |
Meine obige These scheint also nicht nur plausibel â sie scheint auch analytisch prĂ€zise. COââVerpressung ist die technische Form eines kulturellen Abwehrmechanismus.
đ„ In summaDie Erde ist unser kollektives Unbewusstes. Was wir in sie hineinpressen, kehrt zurĂŒck â in anderer Gestalt, zu anderer Zeit, aber mit derselben Wahrheit.
Wenn BÀume beschÀdigt und/oder abgesÀgt werden - Legitimation ersetzt keinen Baum ...
16. Jun. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Es gibt in unserer Gesellschaft eine merkwĂŒrdige Logik: Wenn ein Unbekannter nachts einen Baum beschĂ€digt, ist es eine Straftat, der die Polizei nachgehen muss. Wenn aber eine Kommune am helllichten Tag angeblich eine ganze Baumgruppe fĂ€llen muss, ist es eine MaĂnahme.
Da wird sich ĂŒber den oder die Vandalen, die einen jungen Baum abknicken, empört. Doch wird geschwiegen, wenn Verwaltungen BĂ€ume entfernen, die weder krank noch gefĂ€hrlich sind. Es wird von âSachbeschĂ€digungâ gesprochen, wenn es junge Leute oder auch Ă€ltere BĂŒrger tun, aber von âalternativlosâ, wenn es der Bauhof tut. Es wird nach der Polizei gerufen, wenn ein Ast bricht, aber verstĂ€ndnisvoll genickt, wenn eine Stadtverwaltung eine ganze Reihe fĂ€llt, weil es âeinfacherâ ist.
Das ist der Widerspruch. Nicht nur die Tat â sondern vor allem die Bewertung.
- Lesen Sie auch hier zu "Heute erlebt"
- Geschoss auf zwei RÀdern gefÀhrdet 74-jÀhrigen Rentner ... 'Drahtesel' war mal - heute sind es Titanrappen !!
17. Jun. 2026
Denn objektiv betrachtet ist der Unterschied minimal: Ein Baum ist in beiden FĂ€llen weg bzw. kann in dem beschĂ€digten Zustand nicht weiterwachsen. Ein Lebensraum ist weg. Ein StĂŒck Zukunft ist weg.
Aber subjektiv betrachtet ist der Unterschied maximal: Der eine Tat ist strafbar, die andere nicht.
In Ravensburg, WeinbergstraĂe, wurden vor einigen Jahren BĂ€ume gefĂ€llt, um ein neues Kirchengemeindehaus bauen zu können. Diese alten LebensgefĂ€hrten hĂ€tten nach Meinung vieler BĂŒrger und BĂŒrgerinnen nicht fallen mĂŒssen. Es war kein Vandale. Kein nĂ€chtlicher TĂ€ter. Kein Ermittlungsverfahren. Nur Routine. Nur Verwaltung. Nur âso macht man das haltâ.
Und genau hier beginnt das eigentliche Problem: Wir haben uns daran gewöhnt, dass BĂ€ume nur dann schĂŒtzenswert sind, wenn der Falsche sie fĂ€llt.
Wenn der Richtige sie fĂ€llt, heiĂt es: âWar notwendig.â âWar geplant.â âWar beschlossen.â âWar halt so.â "Alternativlos!"
Die Natur wird nicht nach ihrem Wert beurteilt, sondern nach dem Absender der MotorsÀge.
Vielleicht wĂ€re es ehrlicher, wenn wir die Kategorien tauschen wĂŒrden: Nicht âSachbeschĂ€digungâ versus âPflegemaĂnahmeâ, sondern ânotwendigâ versus âvermeidbarâ. Und vieles, was heute unter âalterntivlosâ lĂ€uft, wĂ€re plötzlich erklĂ€rungsbedĂŒrftig.
Denn die Wahrheit ist unbequem: Der Unterschied zwischen Vandalismus und Verwaltung ist oft nicht die Tat, sondern die Legitimation. Und Legitimation ersetzt keinen Baum.
Umwelt: Die CO2-Sage ist nicht falsch, aber völlig unzureichend! --- Satire? -> EinfĂŒhrung der "FriLuSt" (Frischluftsteuer)
14. Jun. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit AussichtFaktenzusammenstellung (1), Folgerung (2) und Idee/Vision (3) von Stefan Weinert (c)
TEIL 1 Was CO2 ist â und was es nicht ist
Fachlich und faktenbasiert
Kohlenstoffdioxid (CO2) ist ein natĂŒrliches Spurengas der ErdatmosphĂ€re. Sein Anteil betrĂ€gt aktuell rund 0,04âŻ% â also etwa 430 ppm. Vor der Industrialisierung lag der Wert bei ca. 280 ppm. Die Konzentration steigt seit dem 19. Jahrhundert kontinuierlich an, weil der Mensch zusĂ€tzliches CO2 in den Kreislauf einbringt â vor allem durch Verbrennung fossiler EnergietrĂ€ger, LandnutzungsĂ€nderungen und Zementproduktion.
Wichtig ist:
CO2 ist lebensnotwendig. Pflanzen benötigen es fĂŒr die Photosynthese.
CO2 ist ein Treibhausgas. Es absorbiert infrarote WÀrmestrahlung und trÀgt zur globalen ErwÀrmung bei.
NatĂŒrliche CO2âKreislĂ€ufe (Ozeane, Vegetation, Böden) gleichen groĂe Mengen aus â aber nicht die zusĂ€tzlichen anthropogenen Emissionen.
Der jĂ€hrliche Anstieg liegt heute bei rund 3 ppm â schneller als jemals in den letzten 800.000 Jahren.
Die wissenschaftliche Debatte ist nicht, ob CO2 wirkt, sondern wie stark, wie schnell und mit welchen RĂŒckkopplungen. Die Datenlage ist eindeutig: CO2 ist weder ein Gift noch ein Mythos â sondern ein relevanter Klimafaktor in einem komplexen System.
TEIL 2 â ANALYSE: Warum die âCO2âSagaâ trotzdem schief erzĂ€hlt wirdAus den Fakten folgt jedoch nicht automatisch die politische ErzĂ€hlung, die daraus gemacht wurde. Genau hier beginnt die âCO2âSagaâ â ein Narrativ, das aus einem physikalischen Parameter ein moralisches Drama formt.
Drei zentrale Verzerrungen prÀgen die öffentliche Debatte:
a) CO2 wird zum alleinigen SĂŒndenbock erklĂ€rtWĂ€hrenddessen geraten andere, teils akutere Umweltprobleme in den Hintergrund:
Feinstaub aus Landwirtschaft (Ammoniak, Nitratreaktionen)
Mikroplastik aus Reifenabrieb, das wir buchstÀblich einatmen
Bodenverlust, Wasserstress, Artensterben
Die Fixierung auf CO2 erzeugt eine politische Monokultur.
b) Die Verantwortung wird individualisiertStatt struktureller MaĂnahmen erleben BĂŒrgerinnen und BĂŒrger:
CO2âPreis auf Kraftstoffe
Heizungsdebatten
Kompensationspflichten
WĂ€hrenddessen bleiben groĂe Emittenten, globale Lieferketten und industrielle Landwirtschaft oft erstaunlich unberĂŒhrt.
c) CO2 wird moralisiert statt rationalisiert- Aus einem Stoffkreislauf wird ein Schuldkreislauf.
- Aus einem Klimaproblem wird ein Kulturkampf.
- Aus einer naturwissenschaftlichen GröĂe wird ein politisches Erregungstheater.
Kurz: Die CO2âSaga ist nicht falsch â aber unvollstĂ€ndig. Sie erklĂ€rt die Welt anhand eines einzigen Parameters und verliert dabei die ökologische Gesamtlage aus dem Blick.
3. Die Frischluftsteuer (FriLuSt) â Wenn der Staat endlich Verantwortung ĂŒbernimmt (noch ist das Satire, aber dennoch eine gute Idee)
Nach Jahrzehnten der CO2âBepreisung, Heizungsdebatten und moralischen AtemĂŒbungen hat die Bundesregierung nun den entscheidenden Schritt gewagt: Die Frischluftsteuer (FriLuSt). Endlich eine Abgabe, die nicht den BĂŒrger gĂ€ngelt, sondern den Staat in die Pflicht nimmt.
Das GrundprinzipDer Staat definiert aufgrund der Forschungen unabhĂ€ngiger Gutachter, was âFrischluftâ ist. Er legt Kriterien fest, Grenzwerte, Reinheitsgrade, MindestqualitĂ€ten. Und erst wenn der Staat und seine Institutionen (Landesregierungen, Kreisverwaltung, Kommunalverwaltung) diese Kriterien erfĂŒllen, darf er kassieren.
Der BĂŒrger zahlt also nicht fĂŒr sein Atmen â sondern fĂŒr die staatlich garantierte Bereitstellung gesunder, lebensfördernder und entsprechend atmungsfĂ€higer Luft.
Ein revolutionÀrer Gedanke: Leistung gegen Gegenleistung. Ein Konzept, das in der Politik fast schon als radikal gilt.
Die staatliche VerantwortungBund, LĂ€nder und Kommunen mĂŒssen kĂŒnftig nachweisen, dass die Luft in ihrem ZustĂ€ndigkeitsbereich tatsĂ€chlich den offiziellen Frischluftparametern entspricht. Dazu gehören unter anderem:
ein messbarer Sauerstoffanteil,
ein maximaler CO2âGehalt,
ein MindestmaĂ an Reinheit (Feinstaub, Mikroplastik, Reifenabrieb),
und ein âallgemeines Wohlbefindenspotenzialâ, das von unabhĂ€ngigen Gutachtern festgelegt wird.
Erst wenn diese Kriterien erfĂŒllt sind, wird die Frischluft steuerpflichtig. Keine Frischluft â keine FriLuSt. So einfach, so logisch, so untypisch deutsch.
Die AbrechnungDer BĂŒrger zahlt ab dem ersten Kubikmeter, aber nur dann, wenn der Staat und seine verlĂ€ngerten Arme seine und ihre Hausaufgaben gemacht haben. Wenn nicht, entfĂ€llt die Steuer â und der Staat muss erklĂ€ren, warum er nicht einmal Luft in brauchbarer QualitĂ€t bereitstellen kann.
Damit wird die FriLuSt zur ersten Steuer, die den Staat leistungsorientiert macht. Ein Albtraum fĂŒr jede Verwaltung, ein Traum fĂŒr jeden BĂŒrger.
Die politische VisionDeutschland 2035: Kommunen konkurrieren um die sauberste Luft, weil sie nur dann Einnahmen erzielen. LĂ€nder ĂŒberbieten sich mit Frischluftoffensiven. Der Bund richtet ein âBundesamt fĂŒr atmosphĂ€rische Grundversorgungâ ein, das monatlich Frischluftberichte veröffentlicht. Ravensburg bekommt den/die Frischluftbeauftragte/n.
Und der BĂŒrger? Er atmet einfach. Ohne schlechtes Gewissen und zahlt dafĂŒr gerne. Alles ohne moralischen Zeigefinger. Ohne CO2âDrama. Nur mit dem Wissen: Wenn ich zahle, bekomme ich wenigstens etwas Gutes dafĂŒr.
Nun ist es amtlich: Der "Hambacher Forst" steht unter Naturschutz / Ein Mut machender GruĂ in den SĂŒdwesten ... Altdorfer Wald!
10. Jun. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Manchmal braucht es Jahre, bis ein Wald endlich "gehört" wird. Und ganz gewiss braucht es dazu Menschen, die sich in seinen Ăsten WohnrĂ€ume schaffen, weil sonst niemand zuhört. Seit dem 9. Juni 2026 - also seit dem gestrigen Tag - ist es amtlich: Der hart umkĂ€mpfte Hambacher Forst in NRW steht unter Naturschutz. Ein nĂŒchterner Verwaltungsakt â und doch ein stiller Triumph fĂŒr all jene, die dort lebten, froren, stritten, hofften.
Dass dieser Wald heute geschĂŒtzt ist, verdankt er nicht politischen Eingebungen, sondern Menschen, die sich nicht wegdrĂ€ngen lieĂen. Menschen, die in BaumhĂ€usern wohnten, in Polizeikesseln standen, in Talkshows verzerrt wurden. Und einem von ihnen, der bei seinem Protest tödlich verunglĂŒckte. Sein Name ist Steffen Meyn und er hat die Aktivisten im Hambi filmisch begleitet. Steffens Tod ist kein Randereignis, kein âtragischer Zwischenfallâ, den man/frau abhakt. Er ist eine Mahnung. Und er ist Teil der Wahrheit: VerĂ€nderung hat einen Preis, und manchmal zahlen ihn die Falschen.
Doch der Schutz des Hambacher Forsts ist nicht das einzige Zeichen, dass Engagement Wirkung zeigt. Ab 2031 wird der Braunkohleabbau in der Region endgĂŒltig beendet. Auch das ist politisch beschlossen â aber politisch beschlossen wurde es erst, nachdem jahrelanger Druck, zivilgesellschaftlicher Widerstand und unermĂŒdliche AufklĂ€rung die RealitĂ€t nicht mehr ĂŒberhörbar machten. Ohne die Aktivistinnen und Aktivisten, ohne die Bilder aus dem Wald, ohne die Debatten, die sie ausgelöst haben, wĂ€re dieser Ausstieg nicht denkbar gewesen.
Der âHambiâ wurde nicht gerettet, weil die Politik plötzlich ein ökologisches Gewissen entdeckte. Er wurde gerettet, weil Menschen ihn verteidigten, bis die Wirklichkeit stĂ€rker war als die Ausreden. Weil sie blieben, als andere lĂ€ngst aufgegeben hatten.
Und genau darin liegt die stille Botschaft an den "Altdorfer Wald", jene Region nordöstlich vor den Toren Ravensburgs, die auch dieser Stadt das Leben mit genĂŒgend Sauerstoff ermöglicht.
Auch dort leben Menschen in HĂŒtten zwischen den Ăsten bedrohter BĂ€ume. Klimaaktivist/innen die wissen, dass ein Wald mehr ist als eine FlĂ€che im Nutzungsplan. Dass er ein Klimapuffer ist, ein Lebensraum, ein StĂŒck IdentitĂ€t. Und auch dort stehen ihnen jene gegenĂŒber, die Zerstörung als Fortschritt verkaufen und Schweigen als Sachlichkeit tarnen.
Der Erfolg von Hambach ist kein Garant dafĂŒr, dass alles gut wird. Aber er zeigt, dass Beharrlichkeit Wirkung entfaltet. Dass Widerstand nicht vergeblich ist. Dass selbst ein Wald, der schon halb verloren schien, am Ende eine Zukunft bekommen kann.
Vielleicht ist das die eigentliche Lehre: Ein Wald kann nicht fĂŒr sich sprechen â aber er kann Menschen finden, die es tun. Und manchmal reicht das, um Geschichte zu verĂ€ndern.
FĂŒr den Altdorfer Wald bedeutet das: Mut ist keine romantische Pose. Mut ist eine Ressource. Und er wĂ€chst, wenn man sieht, dass andere ihn vor einem hatten. Deshalb wohnen dort Menschen, die - wie in diesen Tagen - Veranstaltungen durchfĂŒhren, um sich gegenseitig zu stĂŒtzen und ihre Mitmenschen zum Nachdenken und Umdenken zu bewegen.
Der âHambiâ steht jetzt unter Schutz. Nicht als Denkmal vergangener KĂ€mpfe, sondern als lebendiger Beweis dafĂŒr, dass Engagement etwas bewirken kann. Wer heute im Altdorfer Wald steht und wohnt, steht und wohnt nicht allein. Ein anderer Wald hat vorgemacht, dass selbst das unmöglich Machende irgendwann nachgibt.
Und vielleicht beginnt VerĂ€nderung genau so: mit Menschen, die sich weigern, wegzusehen â und mit WĂ€ldern, die nicht aufgeben.
âRock fĂŒr Bauwendeâ â Skillshare Camp und Bau-Tage im Altdorfer Wald (Oberschwaben)
9. Jun. 2026,
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Altdorfer Waldbesetzung [verantwortlich fĂŒr den Inhalt]
Vom 12. bis 22. Juni finden in der Waldbesetzung im Alti ein Skillshare Camp und Bau-Tage statt. Mit VortrĂ€gen zum Thema Bauwende möchten die Baumbewohnenden suffiziente Alternativen zum "Betonkult" ausfĂŒhrlich vorstellen.
Am 19. und 20. findet zudem ein kleines Metal-Festival mit zehn bekannten Bands statt. Darum steht die Veranstaltung unter dem Motto âRock fĂŒr Bauwendeâ.
Weitere spannende Programmpunkte sind
- Baumhausbaukurse,
- Aktionstrainings zum GebÀude beklettern und
- Diskussionen ĂŒber die Nutzung oder Schonung des Altdorfer Waldes.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Das Programm finden Sie auf alti-bleibt.de und auf Instagram unter @baumbesetzung.ravensburg.
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Der Konzern Meichle+Mohr möchte einen Teil des Altdorfer Walds roden und dort eine 90 Meter tiefe Kiesgrube errichten.
Der Altdorfer Wald ist das gröĂte zusammenhĂ€ngende Waldgebiet in Oberschwaben und einer der entscheidenden Faktoren fĂŒr eine lebenswerte Heimat im Landkreis Ravensburg. Er liefert Sauerstoff zum Atmen, filtert Hunderttausende Tonnen an Staub und COâ, ist Helfer beim Klimaschutz, hat starken Einfluss auf das regionale Klima, speichert Regenwasser in unvorstellbaren Mengen, liefert Trinkwasser allerbester QualitĂ€t, ist Naherholungsgebiet und ein wichtiger Faktor fĂŒr die Forstwirtschaft vor Ort.
In LUXEMBURG fÀhrst du jeden (!) Tag kostenlos Bus, Tram und Regionalzug - In Deutschland musst du davon trÀumen, weil ...
7. Jun. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit AussichtKostenloser ĂPNV: Warum Luxemburgs Modell in Deutschland nicht nur möglich, sondern notwendig wĂ€re
Luxemburg ist ein Land von der GröĂe eines Quadrats mit 51 Kilometern SeitenlĂ€nge â kaum gröĂer als der Bodenseekreis plus ein paar HĂŒgel. Und doch hat dieses Miniatur-GroĂherzogtum geschafft, worĂŒber Deutschland seit Jahrzehnten diskutiert: einen vollstĂ€ndig kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr. Seit MĂ€rz 2020 steigen Menschen dort einfach ein â Bus, Tram, Regionalzug â und fahren ohne Ticket --- 1. Klasse ausgenommen.
Die Frage, die sich aufdrĂ€ngt: Wenn Luxemburg das kann â warum schafft es die Bundesrepublik nicht?
Die Antwort ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Aber sie fĂŒhrt zu einem klaren Ergebnis: Deutschland könnte es â wenn es wollte.
1. Luxemburg zeigt: Kostenloser ĂPNV ist finanzierbar â selbst in einem PendlerlandLuxemburg ist reich. Aber das ist nicht der entscheidende Punkt. Entscheidend ist:
Der Staat verzichtet durch die Abschaffung der Tickets auf 41 Millionen Euro jĂ€hrlich â das sind nur acht Prozent der Gesamtkosten des ĂPNV (ca. 500 Mio. âŹ). Diese acht Prozent werden durch Steuern ausgeglichen.
Der Rest (92 %) wird ohnehin durch Steuern finanziert.
Der Verwaltungsaufwand fĂŒr Ticketverkauf, Kontrolle, Vertrieb entfĂ€llt â ein nicht zu unterschĂ€tzender Effizienzgewinn.
Deutschland gibt bereits heute jĂ€hrlich ĂŒber 12 Milliarden Euro fĂŒr den ĂPNV aus â rund 50 Prozent davon kommen aus Steuermitteln. Die Ticketpreise decken also nur einen Teil der Kosten.
Rein finanziell wĂ€re ein kostenloser ĂPNV in Deutschland möglich, wenn man/frau/staat ihn politisch priorisieren wĂŒrde. Zum Vergleich:
Das 63-Euro-Ticket kostet den Bund jÀhrlich 3 Milliarden Euro.
Der Abbau des Dieselprivilegs wĂŒrde 7,4 Milliarden Euro pro Jahr freisetzen.
Die Entfernungspauschale kostet den Staat 5 Milliarden Euro jÀhrlich.
Deutschland hat also die Mittel â es fehlt der politische Wille.
2. Warum Luxemburgs kostenloser ĂPNV ökologisch weniger wirkt als erhofftLuxemburg hat tatsĂ€chlich ein groĂes Auto-Problem.
670 Pkw pro 1.000 Einwohner â EU-Spitzenwert.
Deutschland: 561 Pkw pro 1.000 Einwohner (Platz 6) .
Das Auto ist dort Statussymbol.
200.000 Grenzpendler strömen tĂ€glich ins Land â viele aus Regionen, die schlecht angebunden sind.
Der kostenlose ĂPNV allein reicht dort nicht, um die Verkehrswende auszulösen. Luxemburg reagiert mit massiven Investitionen:
Ausbau des Tramnetzes von 6 auf 16 km.
Elektrifizierung der Busflotte.
Anbindung aller kleinen Orte (Weiher) ab 20 Einwohnern.
Ausbau der grenzĂŒberschreitenden Verbindungen.
Kostenlosigkeit ist dort nur ein Baustein â nicht die Lösung.
3. Warum der kostenlose ĂPNV in Deutschland viel stĂ€rker wirken wĂŒrdeDeutschland unterscheidet sich in drei entscheidenden Punkten:
a) Die Entfernungen sind gröĂer â aber die Netze dichterDeutschland hat:
eines der dichtesten Schienennetze Europas,
ein engmaschiges Busnetz,
Millionen Menschen die bereits heute pendeln â und zwar oft mit dem ĂPNV.
Der Effekt wĂ€re also sofort spĂŒrbar.
b) Der soziale Nutzen wĂ€re enormMobilitĂ€t ist Grundvoraussetzung fĂŒr:
Arbeit,
Bildung,
Teilhabe,
Integration.
Ein kostenloser ĂPNV wĂ€re die gröĂte sozialpolitische Entlastung seit Jahrzehnten â gerade fĂŒr Familien, Geringverdiener, Studierende und Rentner.
c) Der ökologische Nutzen wÀre deutlich höherDeutschland hat:
viel mehr urbane RĂ€ume,
viel mehr Pendlerstrecken, die bereits gut erschlossen sind,
viel mehr Menschen, die aus KostengrĂŒnden Auto fahren.
Kostenloser ĂPNV wĂŒrde hier tatsĂ€chlich Verkehr verlagern â nicht nur symbolisch.
4. Was Deutschland von Luxemburg lernen kannLuxemburg zeigt drei Dinge, die Deutschland sofort ĂŒbernehmen könnte:
1. Kostenlosigkeit ist ein politisches SignalDie "Kostenlosigkeit" sendet die Botschaft: âĂPNV ist Daseinsvorsorge â kein Luxus.â
2. Der Staat kann MobilitÀt steuernLuxemburg investiert gleichzeitig in:
Tram,
Bahn,
Elektrobusse,
Taktverdichtung.
Deutschland mĂŒsste das Gleiche tun â aber in gröĂerem MaĂstab.
3. Die Verkehrswende braucht MutLuxemburg hat nicht gewartet, bis alles perfekt war. Es hat einfach angefangen.
4. Warum Deutschland es trotzdem nicht tutDie GrĂŒnde sind politisch, nicht technisch:
Föderalismus: 16 BundeslĂ€nder, hunderte VerkehrsverbĂŒnde, tausende Tarifzonen.
Autolobby: Deutschland ist Autoland â und behandelt das Auto wie ein Kulturgut.
Angst vor Kosten, obwohl die Gegenfinanzierung möglich wÀre.
Mangel an Vision: Verkehrspolitik wird verwaltet, nicht gestaltet.
Luxemburg dagegen hat eine klare Leitlinie: âMenschen bewegen, nicht Autos.â
5. Fazit: Kostenloser ĂPNV in Deutschland ist möglich â und ĂŒberfĂ€lligLuxemburg beweist:
Es funktioniert.
Es ist finanzierbar.
Es ist sozial gerecht.
Es ist ein Baustein der Verkehrswende.
Deutschland könnte es â wenn es wollte. Die Frage ist nicht, ob wir es uns leisten können. Die Frage ist, ob wir es uns leisten können, es nicht zu tun.
FahrrÀder und Mountainbikes gehören nicht in den Wald ...
30. Mai. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Der folgende Artikel wurde am 5. Okt. 2020 zum ersten Mal auf meinem Blog "Ravensburger Spectrum" veröffentlicht und nun aus aktuellem Anlass ĂŒberarbeitet.
Denn - so ist es in der hiesigen Lokalzeitung zu lesen - immer mehr schmale Fahrradrennwege ziehen sich durch die oberschwĂ€bischen WĂ€lder. Meist von solchen Menschen angelegt, die den Wald als Rennstrecke, als Outdoor-Fitness-Studio oder als FrustbewĂ€ltigungsparcours missbrauchen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Denn der Wald - auch in Baden-WĂŒrttemberg - ist zur Erholung des Menschen da und vorrangig fĂŒr die heimische Fauna und Flora.
Bereits vor sechs Jahren war das im Schussental ein Thema. Und wie wir sehen, ist die Fahrrad-Community immer noch uneinsichtig und teilweise auch ohne RĂŒcksichtnahme auf den Wald und dessen eigentliche Aufgabe.
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FahrrÀder und Mountainbikes gehören nicht in den Wald
Oktober 2020
Der WALD, ob nun der deutsche, französische oder europĂ€ische, gehört in erster Linie ihm selbst und denen, die in ihm leben: der Fauna und Flora. FĂŒr den Menschen ist er als Ort der Erholung und Besinnung gedacht. Letzteres ist sogar im 1975er deutschen Bundeswaldgesetz festgehalten.
"Das Bundeswaldgesetz wurde insbesondere fĂŒr den Zweck erlassen,
den Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung fĂŒr die Umwelt, insbesondere fĂŒr die dauernde LeistungsfĂ€higkeit des Naturhaushaltes, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur und die Erholung der Bevölkerung (Schutz- und Erholungsfunktion) zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren und seine ordnungsgemĂ€Ăe Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern,
die Forstwirtschaft zu fördern und
einen Ausgleich zwischen dem Interesse der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer herbeizufĂŒhren.
So regelt beispielsweise der § 14: das grundsÀtzliche Betretungsrecht zum Zwecke der Erholung."
MĂ€nner und Frauen, die mit ihren RennrĂ€dern und meist mit ihren Mountainbikes durch den Wald rasen und kĂ€mpfen, tun das nicht zu ihrer Erholung, sondern sie tun das meist aus egoistischen EventgrĂŒnden und um ihre Frustrationen abzubauen â und stören dabei jene, die wirklich Erholung suchen: die Waldwanderer, die SpaziergĂ€nger.
Wenn nun noch sogar gefordert wird, gerade fĂŒr Mountainbiker extra Waldschneisen zu schlagen, damit diese ihrem Semihobby frönen können - so geschehen jĂŒngst vom Ravensburger KĂ€mmerer - dann ist das in doppelter Hinsicht - entgegen dem Anliegen des Bundeswaldgesetzes - kontraproduktiv und es ist umweltschĂ€dlich.
Ăbrigens: Auch die Reifen von FahrrĂ€dern und Mountainbikes haben - wie auch bei PKW und LKW - einen gewissen Abrieb, der als Feinstaub in der Luft und am Boden zurĂŒckbleibt. Und das nicht nur auf TeerstraĂen, sondern auch auf Waldwegen, an Wurzeln, Steinen und Unebenheiten. Schon mal dran gedacht?
In § 14 dieses Gesetzes heiĂt es: "(1) Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist gestattet. Das Radfahren, das Fahren mit KrankenfahrstĂŒhlen und das Reiten im Walde ist nur auf StraĂen und Wegen gestattet. Die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere fĂŒr waldtypische Gefahren. (2) Die LĂ€nder regeln die Einzelheiten. Sie können das Betreten des Waldes aus wichtigem Grund, insbesondere des Forstschutzes, der Wald- oder Wildbewirtschaftung, zum Schutz der Waldbesucher oder zur Vermeidung erheblicher SchĂ€den oder zur Wahrung anderer schutzwĂŒrdiger Interessen des Waldbesitzers, einschrĂ€nken und andere Benutzungsarten ganz oder teilweise dem Betreten gleichstellen." -
Gerade der Schutz der Waldbesucher (sie werden sogar begrifflich von den Fahrradfahrern, die keine Besucher sind, unterschieden) ist aber durch die zunehmenden Mountainbiker (das Gesetz ist von 1975) gefĂ€hrdet, und ebenso "andere schutzwĂŒrdige Interessen" werden durch sie nicht beachtet.
Was sagt das baden-wĂŒrttembergische Landesrecht dazu:
§ 37
(1) Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten. Das Betreten des Waldes erfolgt auf eigene Gefahr. Neue Sorgfalts- oder Verkehrssicherungspflichten der betroffenen Waldbesitzer oder sonstiger Berechtigter werden dadurch, vorbehaltlich anderer Rechtsvorschriften, nicht begrĂŒndet. Wer den Wald betritt, hat sich so zu verhalten, daĂ die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaftung des Waldes nicht gestört, der Wald nicht gefĂ€hrdet, beschĂ€digt oder verunreinigt sowie die Erholung anderer nicht beeintrĂ€chtigt wird.
(2) Organisierte Veranstaltungen bedĂŒrfen der Genehmigung durch die Forstbehörde.
(3) Das Fahren mit KrankenfahrstĂŒhlen (auch mit Motorantrieb), das Radfahren und das Reiten im Wald sind nur auf StraĂen und hierfĂŒr geeigneten Wegen gestattet. Auf FuĂgĂ€nger ist RĂŒcksicht zu nehmen. Nicht gestattet sind das Reiten auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3 m Breite und auf FuĂwegen, das Radfahren auf Wegen unter 2 m Breite sowie das Reiten und Radfahren auf Sport- und Lehrpfaden; die Forstbehörde kann Ausnahmen zulassen. § 45 Absatz 2 Satz 2 NatSchG bleibt unberĂŒhrt.
Zwischen den Welten: Eine Abhandlung ĂŒber das Verlorene und das Mögliche
18. Mai. 2026,
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Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Wir leben in einer Zeit, die alles kann â auĂer uns glĂŒcklich zu machen. WĂ€hrend wir uns im Glanz des Fortschritts sonnen, wĂ€chst die stille Sehnsucht nach einer Welt, in der NĂ€he wichtiger war als Tempo, Gemeinschaft wertvoller als Konsum und Verantwortung selbstverstĂ€ndlicher als Ausreden. Diese Abhandlung nimmt die Leser und Leserinnen mit auf eine Reise zwischen zwei RealitĂ€ten: der Welt, die wir geschaffen haben â und der Welt, die wir lĂ€ngst hĂ€tten haben können. Ein Blick zurĂŒck, der nicht rĂŒckwĂ€rtsgewandt ist, sondern zeigt, wie viel Zukunft im Einfachen steckt.

I. Die Welt, in der wir heute leben
Wir leben in einer Zeit, in der alles schneller geworden ist â und gleichzeitig alles fragiler. Wir haben mehr Komfort als jede Generation vor uns, doch wir sind erschöpfter, reizbarer, verletzlicher. Wir leben lĂ€nger, aber nicht unbedingt besser. Wir sind vernetzt, aber nicht verbunden.
1. Der Fortschritt, der uns entgleitet
Deutschland 2026 ist ein Land, das sich selbst ĂŒberholt hat. Es hat sich in ein System verwandelt, das stĂ€ndig wachsen will, obwohl die Menschen darin lĂ€ngst an Grenzen stoĂen:
Psychische Erkrankungen steigen seit Jahren; Depressionen, Angststörungen, Burnout sind keine RandphÀnomene mehr, sondern Volkskrankheiten.
Soziale KĂ€lte nimmt zu; Nachbarschaftshilfe ist zur Ausnahme geworden, nicht zur Regel.
Politische Erschöpfung breitet sich aus; viele Menschen fĂŒhlen sich nicht mehr als Subjekte der Demokratie, sondern als Zuschauer.
Umweltzerstörung schreitet voran; der Planet trÀgt die Kosten unseres Wohlstands, wÀhrend wir uns einreden, es sei alternativlos.
Und ĂŒber allem schwebt die Frage: Sind wir glĂŒcklicher geworden?
Die ehrliche Antwort lautet: Nein â wir sind nur beschĂ€ftigter geworden.
2. Das âNie wieder!â â und das leise Vergessen
Die Nachkriegsgeneration â die Generation des Bloggers â wusste und weiĂ, was es heiĂt, wenn ein Land moralisch und politisch abstĂŒrzt. Sie wusste und weiĂ, dass Demokratie nicht selbstverstĂ€ndlich ist. Sie wusste und weiĂ, dass Frieden ein tĂ€glicher Auftrag ist.
Heute dagegen:
- wird Geschichte zu einem Schulfach, nicht zu einer Mahnung,
- wird Erinnerung zu einer PflichtĂŒbung, nicht zu einer Haltung,
- wird âNie wieder!â zu einer Formel, die man ausspricht, ohne sie zu leben.
Wir haben Wohlstand gewonnen â und Wachsamkeit verloren.
3. Die Umwelt als Kollateralschaden des Wohlstands
Die Nachkriegsjahre waren hart, aber sie waren ressourcenschonend. Nicht aus Ideologie, sondern aus Notwendigkeit.
Heute zerstören wir WĂ€lder, Böden, Arten, Klima â nicht aus Not, sondern aus Gewohnheit und Gier!
Wir leben in einer Welt, die alles hat â auĂer MaĂ.
II. Die Welt, in der wir leben könnten
Verehrte Leserschaft! Stellen Sie sich eine Gesellschaft vor, die nicht zurĂŒck in die 1950er Jahre will, sondern vorwĂ€rts in eine Welt, die das Beste von frĂŒher und heute verbindet.
Eine Welt, die die medizinischen Fortschritte behĂ€lt, aber den Konsumrausch ablegt. Eine Welt, die moderne Technik nutzt, aber nicht von ihr getrieben wird. Eine Welt, die Wohlstand kennt, aber nicht mit GlĂŒck verwechselt.
1. Eine Kultur des Genug
In dieser möglichen Welt wĂŒrde ein anderes Prinzip gelten:
Nicht: Wie viel kann ich haben? Sondern: Wie viel brauche ich wirklich?
Das bedeutet:
- weniger Besitz, aber mehr Zeit,
- weniger Geschwindigkeit, aber mehr Tiefe,
- weniger Status, aber mehr Sinn.
- Es wĂ€re eine Welt, in der Menschen wieder lernen, dass GlĂŒck nicht wĂ€chst, wenn man es mit Dingen dĂŒngt.
2. Eine Gesellschaft der NĂ€he
In dieser Welt ist Nachbarschaft keine nostalgische Erinnerung, sondern gelebte RealitÀt:- man/frau kennt die Menschen im Haus.
- man* hilft einander, ohne Formular, ohne Antrag, ohne App.
- man* teilt Werkzeuge, Wissen, Zeit.
Es ist eine Welt, in der SolidaritÀt nicht staatlich verordnet, sondern menschlich gelebt wird.
3. Eine Demokratie der Beteiligten
In dieser möglichen Welt ist Demokratie kein Zuschauerraum, sondern ein Marktplatz:
- BĂŒrger gestalten mit, statt nur zu kritisieren :).
- Politik hört zu, statt zu verwalten.
- Entscheidungen werden erklĂ€rt, nicht verkĂŒndet.
Es ist eine Welt, in der âNie wieder!â nicht gesprochen, sondern praktiziert wird â durch Wachsamkeit, Zivilcourage, Bildung und Empathie.
4. Eine Ăkologie der Verantwortung
In dieser gedachten Welt ist Natur nicht Kulisse, sondern Mitwelt:
- BĂ€ume sind nicht âRessourcenâ, sondern Lebewesen.
- Landschaften sind nicht âFlĂ€chenâ, sondern Heimat.
- Energie ist nicht âVerbrauchâ, sondern Kreislauf.
Es ist eine Welt, in der man* versteht: Wir sind nicht Herren der Erde, sondern GĂ€ste.
III. Die BrĂŒcke zwischen den Welten
Die Frage ist nicht, ob wir in die Nachkriegszeit zurĂŒckkehren können â das können wir nicht. Die Frage ist, ob wir ihre Tugenden retten können:
- Bescheidenheit
- SolidaritÀt
- Dankbarkeit
- Gemeinschaft
- Verantwortung
- MaĂhalten
- Respekt vor Natur und Geschichte
Diese Tugenden sind nicht altmodisch. Sie sind ĂŒber- lebens-notwendig.
Die Welt, in der wir leben könnten, ist keine Utopie. Sie ist eine Entscheidung.
- Eine Entscheidung gegen das âimmer mehrâ und fĂŒr das âgenugâ.
- Eine Entscheidung gegen das âIch zuerstâ und fĂŒr das âWir gemeinsamâ.
- Eine Entscheidung gegen das Vergessen und fĂŒr das Erinnern.
IV. Die stille Sehnsucht nach Einfachheit
Das obige Bild â gedacht als Karikatur und Witz â kann auch ein Symbol fĂŒr die Ernsthaftigkeit unserer Zeit sein. Es zeigt, wie einfach Dinge sein könnten, wenn wir sie nicht kĂŒnstlich verkomplizieren wĂŒrden.
Wir haben die Welt nicht verloren, weil sie zu komplex wurde. Wir haben sie verloren, weil wir das Einfache verlernt haben.
Doch das Einfache ist nicht weg. Es wartet nur darauf, dass wir es wieder entdecken.