ESC --- MYLE aus Ravensburg hat es nicht geschafft ... Sarah Engels fährt nach Wien ...
Berlin – Der deutsche Beitrag für den ESC in Wien steht fest: In der ARD-Live-Show „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale“ am Samstagabend (28. Februar) entschied das Publikum, wer am 16. Mai in der Wiener Stadthalle für Deutschland beim internationalen Musikwettbewerb antreten wird.
Erstmals seit knapp 30 Jahren lag die Organisation des Vorentscheids nicht in den Händen des Norddeutschen Rundfunks (NDR), sondern beim Südwestrundfunk (SWR). Dieser präsentierte gleich eine beeindruckende Kulisse: Über 1.300 Zuschauer verfolgten das Spektakel live im Studio – der Sender sprach von „einem der größten deutschen Finals in der ESC-Geschichte“. Durch den Abend führten Barbara Schöneberger (51) und Hazel Brugger (32), die bereits im Vorjahr beim Eurovision Song Contest in Basel im Einsatz war. Für den TV-Kommentar zeichnete Thorsten Schorn (49) verantwortlich.
Insgesamt bewarben sich neun Acts um das ESC-Ticket nach Wien. Mit Sarah Engels (33) war eine prominente ehemalige „Deutschland sucht den Superstar“-Teilnehmerin dabei [erreichte 2011 in der achten Staffel Platz zwei, Anm. d. Red.], die zuletzt als Hauptdarstellerin im Musical „Moulin Rouge!“ auf sich aufmerksam machte. Als Publikumsliebling galt nach Einschätzung von esc-kompakt.de der aus Liechtenstein stammende nichtbinäre Künstler wavvyboi (27) mit dem Song „Black Glitter“.
Weitere Kandidaten beim ESC-Vorentscheid waren: „The Voice of Germany“-Siegerin Malou Lovis (26) mit „When I’m with you“, Molly Sue (25) mit „Optimist (Ha Ha Ha)“, Laura Nahr (25) mit „Wonderland“, der deutsch-amerikanische Künstler Myle (25) mit „A OK“, Songwriter Bela (23) mit „Herz“, das Italo-Pop-Duo Ragazzki mit „Ciao Ragazzki“ sowie die Formation Dreamboys The Band
Das Abstimmungsverfahren in der ARD lief in zwei Schritten ab: Zuerst wählte eine internationale Fachjury aus 20 ESC-Teilnehmerländern drei Finalisten aus. Im Anschluss traf das TV-Publikum per Televoting die finale Entscheidung. Die Zuschauer konnten zwischen Sarah Engels, wavvyboi und Molly Sue wählen. Am Ende des deutschen Vorentscheids in Berlin stand dann fest: Sarah Engels fährt nach Wien.
Nun richtet sich der Fokus auf den 16. Mai, wenn in der österreichischen Hauptstadt das Finale des Eurovision Song Contest über die Bühne geht. Deutschland möchte nach Jahren am Tabellenende und zuletzt zwei respektablen Mittelfeldplatzierungen dieses Mal noch weiter nach vorn kommen. Die Übernahme des ESC-Vorentscheids durch den SWR geht übrigens zulasten einer traditionsreichen Samstagabend-Show.