💥Schweres Erdbeben in Myanmar mit 7,7 - Hier die aktuellsten (!) Meldungen ... Spürbar auch in Bangladesch, ​Indien, ​China​,​Thailand und in ​Laos​
Am 29. März 2025 um 6:34 Uhr NZZ
Die historische Palastmauer von Mandalay wankte, dann brach ein Teil in sich zusammen. Die Strassen rissen auf. Am Freitag erschütterte ein Erdbeben mit der Stärke 7,7 Südostasien, so registrierte es die amerikanische Erdbebenwarte USGS. Diese meldete auch ein Nachbeben der Stärke 6,4. Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer außerhalb von Mandalay, mit 1,6 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Myanmars. Die Militärführung meldete am Samstag 1002 Tote. Weitere 2376 Personen seien verletzt worden. Die Erdbebenwarte USGS rechnet damit, dass die Zahl der Opfer in die Tausende gehen wird. Das Institut befürchtet, dass in Myanmar und den anderen betroffenen Regionen insgesamt mehr als 10 000 Menschen ums Leben gekommen sein könnten.
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Das Handelsblatt berichtet: Fotos zeigten zudem beschädigte historische Pagoden in Myanmars Hauptstadt Naypyitaw und ein beschädigtes Kloster. Seit einem Militärputsch im Februar 2021 versinkt das frühere Birma sowieso schon in Gewalt und Chaos, verschiedene Rebellengruppen kämpfen teils erfolgreich gegen die Armee.
In Bangkok bebte minutenlang die Erde, Menschen verließen in Panik ihre Häuser. Im Stadtteil Silom im Zentrum der Hauptstadt waren Tausende Menschen auf der Straße, viele rannten. Sofort waren auch Helfer im Einsatz, die die Menschen anleiteten, sich unter freien Himmel zu begeben und die Gebäude zu verlassen. Aus den Krankenhäusern wurden Patienten auf die Straßen gebracht. In vielen Wohnanlagen ließ das Beben die Schwimmbecken überschwappen. In China war das Beben auch in der an Myanmar angrenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina deutlich zu spüren, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Betroffen waren unter anderem die Großstadt Kunming und die bei Touristen beliebten Orte Lijiang und Dali.
Der Katastrophenschutz in der Stadt Ruili sprach von Schäden an Häusern und Verletzen, wie chinesische Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten. Ein Video auf der chinesischen Online-Plattform Weibo, Chinas Pendant zur Plattform X, zeigte Trümmerteile auf einer Straße in Ruili und Schäden an einem Hausdach. Auch in den chinesischen Provinzen Guizhou und Guangxi waren die Erdstöße zu spüren. Aus Vietnam, wo etwa in der Hauptstadt Hanoi die Erde bebte, wurden zunächst keine Schäden bekannt. Bei schweren Erdbeben wie jetzt in Myanmar sind die Schäden meist verheerend. Oft sterben Tausende, durch die Zerstörungen verlieren ganze Bevölkerungen ihr Zuhause. Gerade Asien ist immer wieder betroffen. Afghanistan (Juni 2022), Indonesien (September 2018) und Nepal (Mai 2015) erleben Katastrophen mit Tausenden Toten. Als besonders verheerend ist das Erdbeben vom März 2011 vor der japanischen Ostküste in Erinnerung, das fast 16.000 Menschenleben forderte und die Havarie des Atomkraftwerks in Fukushima verursachte.
Quelle: VOLCANO DISCOVERY - Vor wenigen Minuten; der Artikel wird dort ständig aktualisiert, klicken Sie bitte auf den LINK Volcano Discovery oben.
Ein schweres Erdbeben der Stärke 7.7 ereignete sich in 16.1 km Entfernung von Sagaing, Sagaing, Myanmar, am Freitag, 28. Mär. 2025 gegen Mittag um 12:50 Ortszeit (Asia/Yangon GMT +6:30). Die Tiefe des Bebens konnte nicht bestimmt werden, man geht jedoch von einer geringen Tiefe aus. Das Erdbeben war über eine große Region zu spüren. Die geringe Tiefe des Bebens machte es stärker spürbar als ein tieferes Beben vergleichbarer Stärke.
Ein Beben der Stärke 7.7 erschütterte Myanmar in der Nähe von Sagaing (Sagaing District), wie das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) berichtete. Laut Angaben des Instituts, das als eine der wichtigsten internationalen Agenturen für seismische Tätigkeit weltweit gilt, ereignete sich das Beben am Freitag, dem 28. März 2025, gegen Mittag um 12:20 Lokalzeit in einer geringen Tiefe von 10 km unter dem Epizentrum.
Wenn die noch vorläufigen Daten zutreffen handelt es sich um ein sehr gefährliches Erdbeben: Es ist leider zu befürchten, dass extreme Bodenschwingungen aufgetreten waren, die weitreichende und katastrophale Schäden angerichtet haben könnten, besonders in der Nähe des Epizentrums.
Folgende Orte in der Nähe des Epizentrums wurden wahrscheinlich vom Beben betroffen:
Sagaing (78,700 Einwohner in 16 km Entfernung, sehr starke Bodenerschütterungen zu erwarten),
Mandalay (1,208,100 Einw. in 17 km Entfernung, sehr starke Bodenerschütterungen),
Kyaukse (50,500 Einw. in 50 km Entfernung, starke Bodenerschütterungen),
Pyin Oo Lwin (117,300 Einw. in 56 km Entfernung, starke Bodenerschütterungen),
Shwebo (88,900 Einw. in 66 km Entfernung, starke Bodenerschütterungen), Monywa (182,000 Einw. in 81 km Entfernung, starke Bodenerschütterungen), Monywa (182,000 Einw. in 81 km Entfernung, starke Bodenerschütterungen), Myingyan (141,700 Einw. in 82 km Entfernung, starke Bodenerschütterungen) und Ye-u (20,500 Einw. in 98 km Entfernung, starke Bodenerschütterungen).
Die nächstgelegene größere Stadt, in der das Beben zu spüren gewesen sein könnte, ist Mandalay, eine Stadt mit 1.2 Mio. Einwohnern in Myanmar, und liegt in 17.3 km Entfernung östlich vom Epizentrum. Dort erlebten die Menschen das Beben wahrscheinlich mit der Intensität Zerstörend. Mehrere kleinere Städte und Dörfer liegen näher am Epizentrum und könnten stärkere Erschütterungen erlebt haben. In der Hauptstadt Myanmars, Nay Pyi Taw, 253 km vom Epizentrum entfernt, wurde das Erdbeben wahrscheinlich mit der Intensität Mäßig stark wahrgenommen.
Die folgende Tabelle zeigt einige der Orte, in denen das Beben möglicherweise zu spüren war (oder auch nicht).
Hier alle infrage kommenden Städte scrollen ... 🔼🔽
Nach vorläufigen Schätzungen des US Geological Survey (USGS) könnten über 104 Millionen Menschen in 6 Ländern: Myanmar
Bangladesch
Indien
China
Thailand
Laos
In Thailands Hauptstadt Bangkok starben drei Menschen nach dem Einsturz eines im Bau befindliche Hochhauses. Das berichtet die thailändische Tageszeitung The Nation unter Berufung auf nationale Behörden. Unter den Trümmern in Bangkoks Stadtteil Chatuchak, der auch bei Touristen beliebt ist, werden demnach noch mehr als 40 Bauarbeiter vermisst.
In Myanmar starben mindestens 21 Menschen, wie die Nachrichtenseite Mizzima News unter Berufung auf Hilfsorganisationen und lokale Quellen in den Regionen Taungoo, Bago, Pyawbwe sowie Mandalay berichtet.
Mindestens zehn Menschen sollen der Nachrichtenagentur Khit Thit Media zufolge beim Einsturz einer Moschee während eines Gottesdienstes in der Stadt Mandalay gestorben sein. Wie die Nachrichtenagentur weiter berichtete, stürzte in Taungoo ein Kloster ein, in dem Vertriebene untergebracht waren. Dabei starben offenbar fünf Menschen, darunter auch Kinder. Mehrere Menschen sollen noch eingeschlossen sein, hieß es unter Berufung auf Augenzeugen. Es werde mit weiteren Toten gerechnet, eine offizielle Bestätigung zu den Todesopfern gibt es derzeit nicht.
In dem Ort Aung Ban im Landesinneren kollabierte ein Hotel, viele Menschen sollen dort eingeschlossen sein, wie Rettungsteams in sozialen Medien berichteten. In sozialen Medien waren auch einstürzende Gebäude in Mandalay zu sehen und auf den Straßen liegende Trümmer. Nach Angaben eines Sprechers der Militärjunta in Myanmar treffen derzeit zahlreiche Verletzte in den Krankenhäusern ein. Die Kliniken benötigen demnach dringend Blutkonserven. Die Militärjunta in Myanmar rief in mehreren Regionen den Notstand aus.
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