Juden im Iran sagen Hochzeiten ab und ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück
Mitten im Krieg zwischen Israel und dem iranischen Regime versuchen die jüdischen Gemeinden des Landes vor allem eines: nicht aufzufallen. Hochzeiten und öffentliche Veranstaltungen werden abgesagt, Kontakte ins Ausland vermieden.
Rund 15.000 Juden leben noch im Iran. Ihre wichtigste Strategie in diesen Tagen lautet laut Gemeindemitgliedern: still bleiben und hoffen, dass der Krieg an ihnen vorüberzieht.
Während Israel militärisch gegen die Führung der Islamischen Republik kämpft, befindet sich die jüdische Minderheit im Iran in einer besonders heiklen Lage. Nach Angaben von Personen, die mit der Situation vertraut sind, versuchen die etwa 15.000 Juden im Land derzeit vor allem, möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen.
Öffentliche Feiern, Hochzeiten und größere Versammlungen wurden innerhalb der Gemeinden abgesagt. Gemeindemitglieder berichten, dass solche Feiern in der aktuellen Situation als unangebracht gelten würden. Während das Land unter militärischem Druck steht, wolle niemand den Eindruck erwecken, man feiere oder hebe sich aus der Gesellschaft hervor.
Die Zurückhaltung ist eine Form von Selbstschutz. In autoritären Systemen, besonders während eines Krieges, kann jede öffentliche Sichtbarkeit schnell zu einem Risiko werden. Deshalb versuchen viele jüdische Familien im Iran, ihr religiöses und gesellschaftliches Leben vorübergehend auf ein Minimum zu reduzieren.
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