Wenn "seltene Erden" immer seltener werden - Auch Deutschland hat Hunger nach ihnen ... Wenn "selten" nicht gleich selten ist ...
12. Juli, 2025 um 11:46 Uhr,
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Vorbmerkung:
Einige der Metalle der Seltenen Erden kommen in der Erdkruste häufiger vor als beispielsweise Blei und Kupfer. Thulium, das seltenste stabile Element der Metalle der Seltenen Erden, ist immer noch häufiger vorhanden als Gold oder Platin. Deshalb sei darauf hingewiesen, dass sich die Bezeichnung "selten" auf fehlende größere wirtschaftlich ausbeutbare Lagerstätten an einem Ort beziehen, wie es zum Beispiel bei Kupfer, Eisen oder Gold der Fall ist. Die nun so genannten seltenen Erden oder Elemente, kommen zumeist nur in jeweils kleinen Mengen, in sehr vielen, weit verstreut lagernden Mineralien sowie als Beimischungen in anderen Mineralien vor. Ein Großteil der industriellen Gewinnung von Seltenerdmetallen geschieht daher als Nebenprodukt durch die chemische Aufbereitung bei der Gewinnung anderer, stärker konzentriert vorliegender Metalle aus deren Erzen.
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Laut Analysen des US Geological Surveys (PDF-Download) verfügt China über die größten Reserven an Seltenen Erden weltweit. 44 Milliarden Tonnen Rare-Earth-Oxides (REO) umfassen die Reserven in China insgesamt (Stand März 2025). Auf Platz zwei folgt Brasilien mit weniger als halb so vielen Reserven. 2024 hat China die mit deutlichem Abstand größte Menge der Metalle produziert, wie die Statista-Infografik weiter zeigt. Die USA sind global der zweitgrößte Produzent, aber dennoch Nettoimporteuer von Seltenerdmetallen.
Die 17 Metalle der so genannten Seltenen Erden finden in vielen heutigen Schlüsseltechnologien Verwendung. Das Seltenerd-Metall Terbium etwa ist essenziell für die Herstellung von Permanentmagneten, beispielsweise als Bauteil in Magnetresonanztomographen in der Medizintechnik, in Generatoren von Windkraftanlagen oder Motoren von Elektrofahrzeugen. Cer und Lanthan werden ebenfalls im Rahmen der Elektromobilität benötigt, zum Beispiel als Bestandteil von Katalysatoren zur Reduktion von Emissionen oder Batterien in Hybridfahrzeugen. Als Leuchtstoffe in LED-Lampen und Displays von Smartphones sind Seltenerdmetalle wie Europium und Yttrium ebenfalls essenzieller Bestandteil.
Die Seltenheit dieser Elemente beruht dabei auf der Tatsache, dass sie in Form von Oxiden in einer Vielzahl von Gesteinen vorkommen, deren konzentriertes Vorkommen in kommerziell abbauwürdigen Lagerstätten aber eher rar gesät ist.

Deutschland bezieht etwas mehr als ein Fünftel der Importe Seltener Erden aus China (22,4 Prozent). Weitere Hauptlieferanten sind laut Observatory of Economic Complexity Österreich (23,8 Prozent), die USA (12,2 Prozent) sowie Frankreich (11,2 Prozent), wobei gerade die Importe aus europäischen Ländern ihren Ursprung größtenteils in China haben dürften. Im Fall von Österreich liegt das vor allem an der Zwischenhändler-Rolle, die sich die Alpenrepublik in Europa bereits in den 90ern aufgebaut hat.
Besonders hohe Preise auf dem Markt für chemische Elemente erzielt laut Daten von Stormcrow das Seltene Erdelement Dysprosium(-oxid). Eine Tonne des begehrten Metalls wird für schätzungsweise 300.000 US-Dollar gehandelt, allerdings wird Dysprosium eher in geringeren Mengen benötigt und findet unter anderem in Dauermagneten (wie z.B. für Windkraftanlagen), Lasern und Atomreaktoren Verwendung.

