In Hamburg verdienen man/frau besonders gut - 's Ländle landet auf Platz 2 ...
Hamburg weist mit einem Median-Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro das höchste Gehaltsniveau aller Bundesländer auf. Dicht darauf folgen Baden-Württemberg (58.500 Euro), Hessen (58.300 Euro) und Bayern (57.800 Euro). Diese wirtschaftsstarken Länder profitieren von einer hohen Dichte gut bezahlter Branchen wie Finanz- und Unternehmensdienstleistungen, Automobilindustrie und Maschinenbau, was die Gehälter nach oben treibt. Auch die Stadtstaaten Berlin und Bremen liegen mit 56.500 bzw. 55.800 Euro noch klar über dem bundesweiten Median von rund 52.000 Euro für Vollzeitbeschäftigte.

Hamburg liegt dabei an der Spitze, weil sich hier mehrere Faktoren bündeln: Die Stadt ist ein bedeutender Standort für Handel, Logistik, Luftfahrtindustrie, Medien, Finanz- und Unternehmensdienstleistungen, in denen überdurchschnittlich gut vergütete Fach- und Führungskräfte arbeiten. Als international ausgerichtete Metropole mit einem der größten Seehäfen Europas sitzen in Hamburg zudem viele Konzernzentralen und exportorientierte Unternehmen, die tarifgebunden sind und häufig auch variable Vergütungsbestandteile zahlen, was den Medianlohn zusätzlich nach oben zieht.
Deutlich niedriger fallen die Mediangehälter in den östlichen Flächenländern aus: Brandenburg (49.300 Euro), Sachsen (49.000 Euro), Thüringen (48.500 Euro), Sachsen-Anhalt (48.300 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (47.800 Euro) bilden das Schlussfeld. Das zeigt das weiterhin bestehende West-Ost-Gefälle, das unter anderem auf eine geringere Industrie- und Konzernpräsenz, kleinere Unternehmensstrukturen und eine niedrigere Tarifbindung zurückgeführt wird. Länder wie Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegen mit rund 52.800 bis 53.300 Euro im Mittelfeld und bewegen sich damit etwa um den gesamtdeutschen Median. Dies deutet auf eine Mischung aus Industrie-, Dienstleistungs- und ländlich geprägten Regionen hin.