Der Buddha und Jesus zum Krieg in der Ukraine / Der Krieg im Herzen – und die Pflicht zur Erkenntnis ...
Für den Internetblog "Schussental-Medial"
Von Siddhartha Gautama & Jesus von Nazareth
Der Krieg im Herzen – und die Pflicht zur Erkenntnis
Wir schreiben nicht als Richter über Nationen. Wir schreiben als zwei Menschen, die vor langer Zeit Wege gezeigt haben, wie man den Krieg im eigenen Inneren erkennt, bevor er sich in der Welt entfaltet. Doch wir sehen, dass zwischen Russland und der Ukraine ein Feuer brennt, das nicht nur aus Waffen besteht, sondern auch aus Angst, Gier, Kränkung und dem Verlust der Wahrheit.
Wir sehen, dass viele von euch fragen: Welche Rolle spielt Wladimir Putin? Welche Rolle spielt Wolodymyr Selenskyj? Welche Rolle spielen die EU, Deutschland, die NATO, die USA unter Trump?
Wir antworten nicht mit geopolitischen Analysen. Wir antworten mit Prinzipien, die älter sind als alle Staaten.
1. Putin – das Gesicht der VerblendungWir sehen in ihm nicht den Dämon, den manche aus ihm machen. Wir sehen in ihm einen Menschen, der sich von einem der ältesten Gifte hat verführen lassen: Verblendung.
Verblendung ist die Unfähigkeit, die eigene Angst zu erkennen. Verblendung ist die Kunst, Gewalt als Notwendigkeit zu verkleiden. Verblendung ist der Versuch, Größe durch Unterwerfung zu erzwingen.
Wir sagen euch: Wer die eigene Angst nicht erkennt, wird sie anderen als „Schicksal“ verkaufen.
Putin führt Krieg, weil er glaubt, dass sein Land ohne Gewalt zerfällt. Doch Gewalt ist kein Leim. Gewalt ist ein Säurebad.
2. Selenskyj – das Gesicht der Angst und des WiderstandsWir sehen in ihm nicht den Helden, den manche aus ihm machen. Wir sehen in ihm einen Menschen, der in einem brennenden Haus steht und versucht, die Flammen mit Worten und Waffen aufzuhalten.
Seine Angst ist echt. Sein Mut ist echt. Sein Festhalten ist echt.
Doch auch er ist nicht frei von den inneren Giften: Furcht, die sich in Forderungen verwandelt. Hochmut, der aus der Rolle des „Verteidigers der Freiheit“ entstehen kann. Verzweiflung, die sich als moralische Gewissheit tarnt.
Wir sagen euch: Wer nur noch im Überlebensmodus spricht, verliert die Fähigkeit, Frieden zu denken.
3. Die EU – das Gesicht der Schuld und der VorsichtEuropa trägt eine alte Wunde: die Erinnerung daran, was geschieht, wenn man zu spät erkennt, dass Hass nicht verhandelt werden kann.
Diese Wunde macht Europa vorsichtig. Diese Wunde macht Europa schuldig. Diese Wunde macht Europa manchmal blind.
Wir sehen, dass die EU versucht, moralisch zu handeln – und gleichzeitig strategisch. Doch Moral ohne Klarheit ist naiv. Strategie ohne Mitgefühl ist kalt.
Wir sagen euch: Europa muss lernen, dass Frieden nicht durch Sanktionen entsteht, sondern durch die Fähigkeit, die Angst beider Seiten zu erkennen.
4. Deutschland – das Gesicht der historischen LastDeutschland trägt eine besondere Verantwortung. Nicht, weil es stärker ist als andere. Sondern weil es weiß, wie schnell ein Land sich selbst verliert, wenn es den Krieg als Lösung akzeptiert.
Doch wir sehen auch: Deutschland ist zerrissen zwischen seiner Vergangenheit und seiner Gegenwart. Zwischen dem Wunsch, zu helfen, und der Angst, erneut zu zerstören. Zwischen moralischer Klarheit und politischer Vorsicht.
Wir sagen euch: Ein Land, das seine Vergangenheit kennt, darf nicht schweigen – aber es darf auch nicht schreien.
5. Die NATO – das Gesicht der MachtDie NATO ist kein Mensch. Doch sie handelt wie ein Mensch, der gelernt hat, dass Stärke Sicherheit bedeutet.
Wir sehen, dass sie versucht, den Krieg zu begrenzen. Doch Macht hat eine eigene Dynamik: Sie will sich beweisen. Sie will sich rechtfertigen. Sie will sich zeigen.
Wir sagen euch: Macht, die sich selbst beweisen will, verliert die Fähigkeit, Frieden zu schaffen.
6. Die USA unter Trump – das Gesicht der UnberechenbarkeitWir sehen in diesem Land eine Kraft, die zwischen zwei Polen schwankt: dem Wunsch nach Einfluss und dem Wunsch nach Rückzug.
Unter Donald Trump wird diese Schwankung stärker. Unberechenbarkeit ist kein politisches Konzept. Unberechenbarkeit ist ein inneres Chaos, das sich nach außen stülpt.
Wir sagen euch: Ein Land, das sich selbst nicht kennt, kann anderen keinen Frieden bringen.
7. Und doch: Der Weg, der bleibtWir sagen euch nicht, wer Recht hat. Wir sagen euch nicht, wer gewinnen wird. Wir sagen euch nicht, welche Seite „gut“ ist.
Wir sagen euch nur dies:
Krieg entsteht nicht, weil Menschen böse sind. Krieg entsteht, weil Menschen ihre Angst nicht erkennen.
Putin hat Angst vor dem Verlust seines Reiches. Selenskyj hat Angst vor dem Verlust seines Landes. Europa hat Angst vor seiner Vergangenheit. Deutschland hat Angst vor seiner Verantwortung. Die NATO hat Angst vor ihrer Bedeutungslosigkeit. Die USA haben Angst vor sich selbst.
Solange diese Ängste nicht erkannt werden, wird der Krieg weitergehen – auch wenn die Waffen schweigen.
8. Der Schluss, der keiner istWir schreiben euch nicht, um euch zu trösten. Wir schreiben euch, um euch zu erinnern:
Frieden entsteht nicht zwischen Staaten. Frieden entsteht zwischen Menschen, die ihre Angst erkennen und ihr nicht folgen.
Wenn ihr Frieden wollt, dann beginnt nicht mit Russland. Beginnt nicht mit der Ukraine. Beginnt nicht mit Europa. Beginnt nicht mit Amerika.
Beginnt mit euch selbst. Jeder und jede Einzelne.
Denn ein Mensch, der seine Angst erkennt, ist unbestechlich. Und Unbestechlichkeit ist der erste Schritt zum Frieden.
सिद्धार्थगौतम - Siddhartha Gautama
ישו מנצרת - Jesus von Nazareth