+++ EILT +++ Mit Jesus auf dem Landtagsgebäude - Aktivist/innen befestigen Banner über den Köpfen der Abgeordneten ..
Banneraktion auf dem Landtag: Leichter geht ein Kamel durch ein
Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt
Bürger:innen fordern Schutz vor dem politischen Einfluss überreicher Akteure
Am heutigen Mittwochmorgen (4.3.2026) befestigten Aktivist:innen ein großes Banner auf dem Landtagsgebäude in Stuttgart. Darauf ein Zitat von Jesus:
„Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher
in das Reich Gottes gelangt“ - NT Mk 10,25[0].

Klimacamp Augsburg (c)
Damit kritisieren die Initiator:innen die überproportionale
Einflussnahme von Überreichen auf Politik und Gesellschaft und fordern konkrete Maßnahmen, um Demokratie und Umwelt zu schützen. Insbesondere fordern sie eine Wiederaufnahme der vom Grundgesetz vorgesehenen Vermögenssteuer.
Studien zeigen, dass in Deutschland und der Welt eine extrem ungleiche Vermögensverteilung herrscht - die zwölf reichsten Menschen der Welt haben nun mehr Geld als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - das sind mehr als vier Milliarden Menschen. [1] Da Reichtum zu politischer Macht führt [2], haben diese Überreichen einen sehr viel größeren Einfluss auf die Art und Weise, wie unsere Politik und Gesellschaft gestaltet werden,
als ein großer Teil der Bevölkerung.[3]
Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland betrachtet
Politiker:innen inzwischen als „Marionetten der dahinterstehenden
Mächte" [4]. Nicht mal ein Drittel der Bevölkerung hat Vertrauen in das Bundesparlament; vergleichbare Insitutionen auf Landesebene ernten nur wenig mehr Vertrauen. Politischen Parteien wird nur noch von 15 Prozent Vertrauen entgegengebracht. [5]

Klimacamp Augsburg (c)
Außerdem verursachen Überreiche mehr Umweltzerstörung und
-Verschmutzung. Nicht nur durch ihren Konsum, sondern auch durch den teuren Unterhalt manipulativer Werbung, welche Menschen zu Konsum verleitet (und dabei nicht einmal zufriedener macht). [5a]
Vor diesem Hintergrund fordern die Protestierenden, dass Parlamente wieder im Sinne des Gemeinwohls entscheiden - statt die Profitinteressen überreicher Eliten übermäßig durchzusetzen.
Das Banner soll den Wählerinnen und Wählern in Erinnerung rufen, dass sie im Zentrum der anstehenden Landtagswahl stehen - und nicht die Interessen weniger Großvermögender.
Die Organisator*innen rufen außerdem die Parlamentarier*innen dazu auf, nicht weiter hinzunehmen, dass korrumpierende Konzerne, antidemokratische Investoren und autoritäre Staatsoberhäupter weiter an politischem Einfluss gewinnen und demokratische Institutionen in der Welt, Deutschland und Baden-Württemberg aushöhlen.
Es wird außerdem allen ein schöner Wahl-+Sonntag gewünscht und freundlichst empfohlen, sich intensiv mit unseren Repräsentant:innen und unserem politischen System, und wie es verbessert werden kann, auseinanderzusetzen. Nimmt die Bevölkerung ihre politische Macht nicht wahr, wird sie ihr abgenommen und gegen sie verwendet.
Die Aktivist:innen verbinden ihre Kritik mit konkreten Forderungen an die Politik: *) Siehe unter dem nachfolgenden Bild.
-Art 2026