🎞Filmtipp🎬 „Stark gesteigert – stark zu steigern. Wasserkraft kann viel mehr!“ - Hier, auf diesem Blog.
Ein Film mit Julian Aicher, Wasserkraftwerker
Vierzig Jahre nach Tschernobyl meldet sich aus dem Allgäu eine Stimme zu Wort, die seit Jahrzehnten gegen das Vergessen anschreibt: Julian Aicher, der als Journalist auch für die "Bildschirmzeitung" tätig ist.
Gemeinsam mit dem Schussentaler Filmemacher Marco Ligon zeigt er in seinem neuen YouTube‑Film „Stark gesteigert – stark zu steigern. Wasserkraft kann viel mehr“, wie ein vermeintlich „alter“ Energieträger plötzlich wieder Zukunft bekommt.
Während 1986, kurz nach dem Gau in Tschernobyl, die atomar‑fossilen Stromkonzerne behaupteten – so Julian Aicher –, man* nutze die Wasserkraft „soweit es unsere Flüsse erlauben“, legt der Film das Gegenteil offen: Drei Anlagen im Landkreis Ravensburg haben ihren Stromertrag seit damals teils mehr als verdoppelt – allein durch technische Optimierung, Sanierung und handwerkliche Präzision.
Aicher, Journalist, Wasserkraftwerker und Chronist der Rotismühle, führt vor Augen, was möglich wäre, wenn Deutschland sein „fließendes Gold“ nicht länger unterschätzt.
Der Film verbindet regionale Beispiele mit einer klaren Botschaft: Wasserkraft ist kein Relikt der Industrialisierung, sondern ein unterschätzter Baustein der Energiewende – klimaverträglich, kontinuierlich, nachts wirksam. Und Julian Aicher erinnert daran, dass schon Jesus in seiner Bergpredigt die Kraft des Wassers erwähnte – ein poetischer, aber treffender Hinweis auf die lange Geschichte dieser Energieform.
Zum 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl lädt Aicher dazu ein, den Blick zu heben: weg von alten Mythen, hin zu realen, messbaren Erfolgen.
Ein Film, der nicht nur informiert, sondern provoziert: Warum nutzen wir in Deutschland nur ein Zehntel der Wasserkraftwerke von 1900? Und warum eigentlich noch immer so wenig?