đ„Erdbeben in Venezuela: Zehntausende Tote befĂŒrchtet / GroĂe Zerstörung durch Doppel-Beben ...
[Blogger: Nach diesem Text des ORF im Anhang Grafiken, Tabellen und Sachinfos zu dem Erbeben]
Die Ungewissheit nach den beiden kurz aufeinanderfolgenden schweren Erdbeben in Venezuela ist groĂ. Zahlreiche Tote werden befĂŒrchtet, laut der US-Erdbebenwarte USGS = 10.000 bis 100.000. Die Zerstörung ist groĂ. Offiziell bestĂ€tigten die Behörden bisher mindestens 164 Tote und fast 1.000 Verletzte. Von dem offenbar am schwersten betroffenen Bundesstaat La Guaira nahe der Hauptstadt Caracas liegen noch keine Angaben vor, so InterimsprĂ€sidentin Delcy Rodriguez in der Nacht auf Donnerstag.
Der Bundesstaat an der Karibik-KĂŒste sei âein Katastrophengebietâ. âDort sind Dutzende GebĂ€ude eingestĂŒrzt, und es sind intensive RettungseinsĂ€tze am Laufen, um die Leben zu retten, die Gott uns retten lĂ€sstâ, sagte sie. Von der UNO koordinierte Rettungsteams seien auf dem Weg nach Venezuela, um bei der Suche nach VerschĂŒtteten zu helfen, so Rodriguez in einer Fernsehansprache.
Bei der verheerenden Katastrophe handelte es sich um ein Doppelbeben. Nach Angaben der USGS ereignete sich am Mittwoch zunÀchst ein Beben der StÀrke 7,2 rund 160 Kilometer westlich von Caracas. 39 Sekunden spÀter folgte ein zweites Beben der StÀrke 7,5, berichtete auch der Erdbebendienst der GeoSphere Austria.
Eine Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Nachbeben erschĂŒtterten die Region bis in den Donnerstag hinein. Es sei auch in den nĂ€chsten Tagen mit starken Nachbeben zu rechnen, warnte auch die GeoSphere.
Heftigstes Erdbeben sei mehr als einem JahrhundertDas Erdbeben der StĂ€rke 7,5 ist laut USGS das heftigste in dem sĂŒdamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert. Ein noch stĂ€rkeres Beben der StĂ€rke 7,7 gab es zuletzt im Jahr 1900 nordöstlich von Caracas vor der KĂŒste Venezuelas, wie aus Daten der Organisation hervorgeht.
Mehrere GroĂstĂ€dte nahe EpizentrumDie Opferzahl könnte laut USGS-Angaben drastisch steigen. Allein in den zum Epizentrum relativ nahe gelegenen StĂ€dten Puerto Cabello und San Felipe leben nach USGS-Angaben zusammen etwas mehr als 400.000 Menschen. Auch dort war vom Einsturz von GebĂ€uden und erheblichen SchĂ€den die Rede.
Die automatische Modellrechnung der US-Erdbebenwarte basierend auf der StĂ€rke des Bebens und der NĂ€he einiger StĂ€dte legte eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer groĂen Opferzahl nahe. Eine von der Opposition im Ausland eingerichtete Website zur Suche nach Vermissten listete gegen 5.40 Uhr (Ortszeit) mehr als 10.000 Menschen auf, deren Verbleib ungeklĂ€rt war.
Beben an nationalem Feiertag
Das Beben ereignete sich an einem gesetzlichen Feiertag zur UnabhĂ€ngigkeit des Landes, weshalb sich viele Venezolanerinnen und Venezolaner in ihren HĂ€usern aufhielten. In Caracas, das das letzte Mal 1967 von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht worden war, flohen die Menschen in Panik auf die StraĂen.
Im Hauptstadtbezirk Chacao rief BĂŒrgermeister Gustavo Duque die Bevölkerung auf, wegen möglicher Nachbeben auf öffentlichen PlĂ€tzen Schutz zu suchen. In KrankenhĂ€usern wie dem Hospital de Clinicas in Caracas wurde das Personal fĂŒr die Nachtschicht verdoppelt, um die Verletzten zu versorgen.
Innenminister warnt vor NachbebenâWir haben es mit einer Ă€uĂerst alarmierenden Situation zu tunâ, sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben. Nach schweren Erdbeben seien normalerweise Nachbeben zu erwarten, die bereits beschĂ€digte GebĂ€ude zum Einsturz bringen könnten, so der Minister. Um Explosionen zu verhindern, hĂ€tten die Behörden angeordnet, die Gaszufuhr zu unterbrechen.
Der Schulunterricht fĂ€llt fĂŒr den Rest der Woche aus. Die wichtige Ălinfrastruktur des Landes schien nicht betroffen zu sein, allerdings könnten anhaltende StromausfĂ€lle die Förderung beeintrĂ€chtigen. Der staatliche Ălkonzern PDVSA und sein wichtigster auslĂ€ndischer Partner Chevron Ă€uĂerten sich nicht zu den Auswirkungen.
Rodriguez kĂŒndigt Wiederaufbaufonds anRodriguez, die das Land seit der Gefangennahme von PrĂ€sident Nicolas Maduro durch die USA im JĂ€nner fĂŒhrt, kĂŒndigte an, multilaterale Organisationen um finanzielle Hilfe fĂŒr den Wiederaufbau zu bitten. Maduro befindet sich in New York in Haft.
FĂŒr den Wiederaufbau von Infrastruktur, Kranken- und WohnhĂ€usern soll laut Rodriguez ein Fonds geschaffen werden. Dieser solle ein Volumen von 200 Millionen Dollar haben und aus Mitteln des Internationalen WĂ€hrungsfonds gespeist werden.
USA kĂŒndigen Hilfe anDie US-Botschaft in Caracas rief amerikanische StaatsbĂŒrgerinnen und StaatsbĂŒrger auf, sichere Zufluchtsorte aufzusuchen. US-PrĂ€sident Donald Trump sicherte dem sĂŒdamerikanischen Land schnelle Hilfe zu. Er habe alle US-Behörden angewiesen, sich darauf vorzubereiten, schnell zu helfen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weiter erklĂ€rte er in Bezug auf das wahrscheinliche AusmaĂ der Folgen: âDie ersten Berichte sind nicht gut!!!â
Das US-AuĂenministerium richtete nach eigenen Angaben einen Krisenstab ein, um in Absprache mit der venezolanischen Regierung Such- und Rettungsmannschaften sowie humanitĂ€re und medizinische Hilfe zu schicken. Der PrĂ€sident von El Salvador, Nayib Bukele, schrieb auf X, es stĂŒnden 300 RettungskrĂ€fte sowie 50 Tonnen HilfsgĂŒter bereit, um nach Caracas gebracht zu werden.
Hilfsangebote aus der ganzen WeltHilfsangebote kamen auch aus Europa. Das europĂ€ische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus sei aktiviert worden, âund wir sind bereit, unsere UnterstĂŒtzung weiter zu verstĂ€rkenâ, so die EU-Kommissarin fĂŒr Krisenmanagement, Hadja Lahbib, am Donnerstag via X. Von der EU finanzierte Partner leisteten bereits an Ort und Stelle Hilfe, fĂŒgte sie hinzu.
Auch Spanien und Deutschland boten Hilfe an, zudem andere Staaten wie Brasilien, Spanien, El Salvador und die Dominikanische Republik Hilfe an. Indien und China wollen ebenso helfen. Venezuela liegt in einer seismisch aktiven Zone, in der die Karibische und die SĂŒdamerikanische Erdplatte aufeinandertreffen. Nach Angaben der USGS kamen im MĂ€rz 1812 bei einem Erdbeben in den StĂ€dten Merida und Caracas schĂ€tzungsweise 30.000 Menschen ums Leben.
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Schweres Erdbeben der StÀrke 7.5 - Estado Yaracuy, 30 km westlich von Moron, Carabobo, Venezuela, am Mittwoch, 24. Juni 2026, um 18:05 (Caracas Zeit) - vor 19 Stunden
Updated: 25. Jun. 2026 16:06 GMT - vor 46 Minuten refreshIch hab's gespĂŒrtEin schweres Erdbeben der StĂ€rke 7.5 ereignete sich in 30 km Entfernung von Moron, Carabobo,
Venezuela, am Mittwoch, 24. Jun. 2026 am spĂ€ten Nachmittag um 18:05 Ortszeit (America/Caracas GMT -4). Die Tiefe des Bebens konnte nicht bestimmt werden, man geht jedoch von einer geringen Tiefe aus.Das Erdbeben war ĂŒber eine groĂe Region zu spĂŒren. Die geringe Tiefe des Bebens machte es stĂ€rker spĂŒrbar als ein tieferes Beben vergleichbarer StĂ€rke.

Erdbebendaten
| Datum und Zeit | 24 Jun 2026 22:05:11 UTC - vor 19 Stunden |
| Lokalzeit am Epizentrum | Mittwoch, 24. Juni 2026, um 18:05 (America/Caracas GMT -4) |
| Status | confirmed (manually revised) |
| StÀrke | 7.50 |
| Tiefe | 10 km |
| Epizentrum Breite / LÀngengrad | 10.4351°N / 68.4716°W Bejuma, Estado Yaracuy, VenezuelaAuch in der NÀhe: NiederlÀndische Antillen in 178 km Entfernung |
| Seismischer Gegenpol | 10.4351°S / 111.5284°E Indonesien |
| Quality | 97 seismic stations |
| IntensitÀt | VIII Zerstörend in der NÀhe des Epizentrums |
| GespĂŒrt | 113 Berichte |
| PrimÀre Datenquelle | USGS (United States Geological Survey) |
| Wetter am Epizentrum zum Zeitpunkt des Bebens | Overcast Clouds 23.4°C (74 F), humidity: 80%, wind: 2 m/s (4 kts) from ENE |
| GeschĂ€tzte Erdbebenenergie | 1.1 x 1016 Joule (3117 Gigawattstunden, entsprechend 2.7 x 106 Tonnen TNT oder 167.6 Atombomben!) | entspricht EINEM Beben der StĂ€rke 7.5 | ĂŒber seismische Energie |

