REDEN IST SILBER - UND MANCHMAL IST REDEN AUCH GOLD! - 1936 bis 2026 ist viel "Gold" im tödlichen Dunkel geblieben ...

Liebe Leserschaft,
wir alle kennen angesichts bizarrer und abstruser Ereignisse den entsetzten Spruch: "Dazu fällt dir/mir doch nichts mehr ein!" Aber (!) - im selben Atemzug - machen wir uns über das jeweilige Ereignis allerhand uns einfallende Gedanken oder - besser noch - debattieren, diskutieren, lamentieren wir mit anderen über das, wozu uns angeblich "nichts mehr einfällt". Was zeigt, dass solche Sprüche, auch geflügelte Worte, in ihren Aussagen mit der anschließenden Realität nicht übereinstimmen. In diesem Fall ist das recht harmlos. Im folgenden "Flügelwort" ist es jedoch nicht so, im Gegenteil.
"REDEN IST SILBER - SCHWEIGEN IST GOLD"
Dies ist in Deutschland eines der bekanntesten und beliebtesten zitierten "Geflügelten Worte", und seine Richtigkeit bestätigt sich in bestimmten Fällen. Zum Beispiel bei Themen von denen man/frau absolut keine Ahnung hat; bei sehr traurigen Anlässen; dort, wo "Reden" zur Beleidigung und Verletzung anderer führen würde; bei sensiblen Themen, wo jedes Wort aus berechtigten Gründen auf die berühmte Goldwaage gelegt wird. Schweigen kann in manchen Fällen aber auch denselben "Impact" haben wie das gesprochene Wort.
In den deutschen Sprachraum kam dieses Sprichwort durch den Schriftsteller Johann Gottfried Herder. Denn ursprünglich stammt es von den alten Römern. Die sagten nämlich in bestimmten Fällen zueinander: "Narratio argentea, silentium vero aureum est", was Herder im Jahr 1792 mit der uns bis heute bekannten deutschen Version übersetzte.
Vor 90 Jahren (1936!) hatte das "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" ganz sicher eine andere Bedeutung als heute, wenngleich das leider nicht ganz stimmt. Doch dazu später. 1936 fanden die "Olympischen Spiele" sowohl in Berlin als auch in Garmisch-Partenkirchen statt. Bekanntlich sind und waren das zwei Städte in Deutschland bzw. dem "Deutschen Reich". Nazideutschland verschwieg damals für wenige Wochen gegenüber der internationalen Menschen-Gemeinschaft seinen Judenhass und Antisemitismus durch heuchlerische und perfide Maßnahmen in den Straßen und auf Gebäuden, um danach umso mehr diesem Hass freien Lauf zu lassen.
Die Mehrheit der deutschen Männer, Frauen und Jugendlichen machte im Rausch des Rassenwahns entweder aktiv mit oder unterstützte die anrollende Lawine des Holocausts und der Schoah durch ihr SCHWEIGEN. Relativ gesehen dazu waren es nur wenige wie zum Beispiel Sophie Scholl und die anderen Mitglieder der "Weißen Rose", die ihren Mund gegen Hitler und Kumpanen aufmachten oder aufschrieben und ihre Meinung unter das (mit dem) Volk (ver)teilten.
Nicht nur an dieser Stelle habe ich mir die Frage gestellt, wie ich - lebte ich damals zum Beispiel als junger Erwachsener - reagiert, agiert oder mich verhalten hätte. Mitgemacht? Geschwiegen? Gar gegengeredet und -geschrieben? Denn "Nichtschweigen" konnte tödlich sein oder zumindest Berufsverbot oder KZ bedeuten. Reden und Schreiben gegen die damalige Verrohung und Unmenschlichkeit - vor allem, wie man/frau es heute sagen würde, unter dem Echtnamen - war äußerst (!) gefährlich. Doch auch unter einer Anonymität war es das, denn Spitzel und Verräter in der Nachbarschaft und teilweise sogar in der eigenen Familie gab es genug. Und dann war da auch noch der Nazi-Kommissar "Zufall", wie bei Sophie Scholl und ihrem Bruder.
Doch spätestens ab dem Jahr 1949 wäre es Pflicht eines jeden Deutschen gewesen, über das zu reden und zu schreiben, was von 1933 bis 45 an Gräueltaten gegenüber den Juden, den "Asozialen", den Homosexuellen, den Sinti und Roma von Deutschen und sie unterstützenden Kräften (zum Beispiel aus der Ukraine unter Stepan Bandera) verübt wurde. Geredet und geschrieben hätte müssen auch gegen die Beschäftigung von Nazis in Lehrämtern, Bundeswehr und anderen Staatseinrichtungen in der angeblich befreiten BRD. Denn jene garantierte durch ihr Grundgesetz diese Rede- und Schreibfreiheit. Doch es geschah nicht, wie es hätte geschehen müssen. Und wenn, dann nur mit großen Widerständen vor allem durch die damalige CDU (Nürnberger Prozesse).
Im Jahr 2026 - 81 Jahre nach der Befreiung des KZ in Auschwitz durch die russische Armee - wird wieder geschwiegen, wo der Mund aufgemacht und die Finger über die PC-Tastatur huschen müssten. Eigentlich schon ab dem Jahr 2015, wo die angebliche "Alternative" für Deutschland ihren gefährlichen Rechtsaußen-Kurs hinlegte und ihn bis heute sukzessive verstärkt.
Doch seit dem 7. Oktober 2023, wo palästinensische Fanatiker, tödlich organisiert und den Flaggen der Hamas-Terroristen, über 1.200 überwiegend junge Menschen brutal ermordeten, vergewaltigten, aufschlitzten und dabei auch nicht vor Babys und Alten Halt (!) machten, wo hunderte von ihnen als noch lebende aber auch schon tote Geiseln (Shani Louk) in die Bunker und Tunnel der Unmenschlichkeit entführt wurden - da, ab diesem Zeitpunkt, als der Antisemitismus von Links und von den deutschen "Islamisten" unter dem Deckmantel "Pro-Palestine" (Vergleiche auch NUHR mit seinem Jahresrückblick 2025) auf die Straßen und in die Medien getrieben wurde, hätten deutsche Männer (mit Eiern!) und Frauen (mit metaphorischen Eiern) "aufstehen", reden und schreiben müssen: Gegen diesen Israelhass, gegen den Judenhass, gegen "Kauft nicht bei Juden" und gegen den von ihnen proklamierten Genozid Israels.
Aber es geschah und geschieht nicht - nicht jedenfalls in dem Maße, wie notwendig wäre, und auch nicht in dem Maße der durch das Deutsche Grundgesetz garantierten Meinungsfreiheit. Mit dem Resultat, dass das SCHWEIGEN wie vor 90 Jahren und folgenden für viele Mitmenschen und Mitbürgerinnen Schmach, Verletzungen und Tod bedeuten. Und das gilt nicht nur für die BRD, sondern für Europa, Australien, die USA und überhaupt.
Und alles das sollte auch für die "kleinen" Dinge im Alltag gelten, dort, wo Menschen durch Behörden Unrecht geschieht, wo in der Kneipe ein antisemitischer Witz erzählt wird, wo im Bus ein Migrant attackiert wird.
REDEN IST SILBER - UND MANCHMAL IST REDEN AUCH GOLD!
