"Kriminell" und "Kriminalität" sind mehr als eine Sammlung von Paragraphen: Sie sind ein Urteil über das, was Würde, Gemeinschaft und Umwelt zerstört. Gesetze schützen, doch nicht jede gesellschaftsschädliche Praxis ist strafbar; umgekehrt trifft Strafrecht nicht immer die moralisch schwersten Täter.
Wer aus Not Holz sammelt oder Lebensmittel rettet, stellt Menschlichkeit über Bürokratie; wer Ressourcen plündert, schadet systematisch.
Containern, Seenotrettung und Klimaprotest zeigen, wie schnell legitimer Widerstand kriminalisiert wird.
Wir brauchen ein Recht, das Kontext, Not und Gemeinwohl berücksichtigt statt nur Symptome zu bestrafen. Ein kleiner Wink auch nach Ravensburg: Gerechtigkeit beginnt im Alltag — und sie verlangt Mut, Empathie und strukturelle Veränderung.