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Nachrichtlich: RP Tübingen
An die Ravensburger Stadtverwaltung
Sehr geehrte Damen und Herren,
Es ist schon etwas kurios, auf welchem Weg ich heute an den Ravensburger "Eschersteg" erinnert wurde, der in den nun seit 3 1/2 Monaten eröffneten "Schussenpark" integriert gehört. Normalerweise geschieht dies durch E-Mails oder Telefonate oder Medien-Hinweise.
Doch heute Vormittag war es ein Plakat der Ravensburger Stadtverwaltung, das immer noch im Ravensburger Stadtgebiet an einem Laternenpfahl prangt und die italienisch gefärbte Eröffnungsparty des Schussenparks ankündigt. Schussenpark? Da war doch was. Richtig, es fehlt der dort versprochene Aufbau des altehrwürdigen Industriedenkmals. Bis heute nicht geschehen und Schweigen. Auch keine Bekanntgabe eines Plans für die Zukunft.
- Nicht kurios oder irgendwie lustig, sondern beängstigend ist die Tatsache, dass es seitens der Stadtverwaltung laufend Versprechungen gab, den Steg als anerkanntes Kulturdenkmal wieder aufzubauen. Sogar eine positiv beschiedene Petition des Landtages verlangte dies vor sechs (6) Jahren.
- Zuletzt hieß es, der "Eschersteg" werde im Kontext des "Schussenparks" in diesen integriert. Zu sehen ist davon nichts. Auch keine Planungen für die Zukunft (siehe oben). Wer glaubt noch an diese Umsetzung? Wer kann der Stadtspitze überhaupt noch vertrauen? Da kann man/frau nur hoffen, dass Dr. Daniel Rapp den "Wiederaufbau des Eschersteg" zu einem seiner Wahlkampfthemen (OB-Wahl 2026) macht.
- In dem Artikel der "Schwäbischen" Zankapfel "Schussenpark" und seiner damals bevorstehenden "Einweihung" fällt auf, dass der Eschersteg, welcher explizit und von offizieller Seite her Teil des Schussenpark sein soll, in der Agenda der Angebote des Projekts gänzlich fehlt. Er wird namentlich - auch als noch fehlender Teil des Parks - nicht erwähnt.
- Auch wenn viele Bürger/innen der Stadt den Steg als "faulen Apfel", den man/frau wegwerfen sollte, sehen, so gibt es aber auch sehr viele Ravensburger, die ihn nicht missen wollen und dafür erfolgreich beim Regierungspräsidium Tübingen gekämpft haben.
- Überall stillschweigen, bis jeder und jede Bürger/in vergessen hat/haben, dass dieses Industriedenkmal seit vielen Jahren in einer Bauernscheune auf dem Land vor sich hin verrottet, bis die Rost-Motten auch die letzte Vernietung beseitigt haben(?).
- und 7. In einem offiziellen Brief vom 19. Juli 2024 des REGIERUNGSPRÄSIDIUM TÜBINGEN, REFERAT 21 – RAUMORDNUNG, BAURECHT, DENKMALSCHUTZ an den Eschersteg-Verein Ravensburg heißt es: " ... die Stadtverwaltung Ravensburg hat die höhere Denkmalschutzbehörde des Regierungspräsidiums Tübingen am 08.05.2024 im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens zur Wiedererrichtung des Escherstegs beteiligt. Am 12.06.2024 wurde hier die denkmalschutzrechtliche Zustimmung erteilt. Wann genau der Wiederaufbau durchgeführt wird, entzieht sich unserer Kenntnis."
- "Da uns bislang noch keine Baugenehmigung zugeleitet wurde, gehen wir allerdings davon aus, dass sich der Bauantrag aktuell noch bei der Stadtverwaltung Ravensburg in Bearbeitung befindet."
Ich bitte die Ravensburger Stadtverwaltung respektive das dafür zuständige Dezernat, mir und den daran sehr interessierten Bürgern der Stadt mitzuteilen, welchen konkreten Plan die Verwaltung für den Wiederaufbau des Escherstegs hat. Um eine Antwort bis zwei Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl am 8. März 2026 wird höflich gebeten. Zudem bitte ich um eine Eingangsbestätigung dieses Schreibens.