7-Tage-Wetter von Flensburg bis Ravensburg; "Bayerischer Wald" bis "Schwarzwald" ... Keine "Schneekatastrophe" wie 1978/79, ABER dennoch VORSICHT!
Während der großen Schneekatastrophe 1978/79 war ich 27 Jahre alt. Meine Verlobte und ich hatten einen Tag vor Beginn dieses einwöchigen Schneesturms mit bis zu acht Meter hohen Schneeverwehungen, Freunde auf dem Land besucht und saßen dort über Silvester/Neujahr für acht Tage fest. Damals gab es weder PCs noch gab es Handys. Aber es gab Strom, einen Fernseher, eine Flasche Rum und eine gut gefüllte Tiefkühltruhe. Dennoch reichte es nicht. So zogen der Gastgeber und ich mit dem Schlitten zum nächsten - zwei Kilometer entfernten - Lebensmittelladen (Tante Emma) und kamen wie Scott & Amundsen nach drei Stunden tief verschneit und mit Eiszapfen an Nase und Lippen und (ich) Bart zurück. Wie gesagt, war das vor 47 Jahren - und heuer - inzwischen lebe ich ganz in der Nähe des Bodensees - ist mit so einer Katastrophe nicht zu rechnen.
ABER
In der zweiten Woche des neuen Jahres 2026 ist in vielen deutschen Städten in den nächsten sieben Tagen mit wechselnden Niederschlägen (Schnee, Schneeregen, gefrierender Regen), starken Böen und teils sehr tiefen Temperaturen zu rechnen; es gibt örtliche Warnungen vor Schneetreiben, Glatteis und Wind.

Allgemein: Erwartet werden Phasen mit starkem Schneefall/Schneetreiben, Übergänge zu Schneeregen oder Regen bei milderen Luftmassen und gefrierender Regen in Randbereichen. Starker Wind verstärkt Verwehungs- und Glatteisgefahr.
Straßenverhältnisse: Lokal Schneeverwehungen, glatte Fahrbahnen und Eisbildung; Sichtweiten können bei Schneetreiben stark reduziert sein. Reifen, Winterausrüstung und vorsichtiges Fahren sind empfohlen.
Flensburg — Niederschlag: Schnee/Schneeregen; Temp: um 0 °C bis -10 °C nachts; Wind: teils stürmisch; Straßen: glatte Küstenstraßen möglich; Vorsicht: lose Gegenstände sichern, langsam fahren.
Kiel — Ähnlich wie Flensburg: starker Wind, Schneeschauer, Achtung Hafen- und Brückenbereiche.
Hamburg — Schneefall mit Verwehungen und Böen; Temperaturen um 0 bis -6 °C; Straßen: innerstädtisch rutschig; Vorsicht: ÖPNV‑Verspätungen, Fußwege glatt.
Bremen — Erwartet Schneefall und stürmische Böen, tagsüber Temperaturschwankungen; Straßen: regional stark beeinträchtigt; Vorsicht: Pendler mehr Zeit einplanen.
Hannover — Starker Schneefall an bestimmten Tagen, Temperaturen deutlich unter 0 °C; Straßen: Schneedecke möglich; Vorsicht: Kettenpflicht für Nebenstrecken denkbar.
Berlin — Dichter Schneefall Freitag/Samstag, Böen möglich; Temp: meist unter 0 °C; Straßen: Glätte und eingeschränkte Sicht; Vorsicht: öffentliche Warnungen beachten.
Frankfurt/Oder — Wechsel Schnee ↔ gefrierender Regen; Temp: sehr kalt nachts; Straßen: lokale Glatteisgefahr; Vorsicht: Fußwege und Brücken besonders prüfen.
Köln — Übergang zu Schneeregen und Regen, tagsüber milder; Straßen: nasser Untergrund, später Glatteis möglich; Vorsicht: Aquaplaning in tieferen Lagen.
Frankfurt/Main — Schneeregen und Regenphasen, Windböen; Temp: um 0–6 °C; Straßen: rutschig, besonders Brücken und Rampen; Vorsicht: Fahrzeit verlängern.
Mannheim — Ähnliche Lage wie Frankfurt/Main: Regen/Schneeregen, Böen; Straßen: regional glatt.
Stuttgart — Wechselhaft: Regen/Schnee, in höheren Lagen mehr Schnee; Vorsicht: Steigungen und Landstraßen.
Freiburg — Starke Regen- und Windphasen, später kälter mit Schnee; Straßen: Hanglagen und Nebenstraßen prüfen.
München — Schneeschauer und gefrierender Regen; Temp: teils deutlich unter 0 °C; Straßen: Glatteiswarnungen, besonders frühmorgens.
Ravensburg — Regen/Schnee-Wechsel, in Tälern Glatteis möglich; Vorsicht: Landstraßen und Nebenstrecken.
Schwarzwald — 7‑Tage ÜberblickNiederschlag: Wechsel aus Regen, Schnee und Schneeregen; teils ergiebige Niederschläge mit hoher Wahrscheinlichkeit an mehreren Tagen.
Temperatur: Tageswerte meist zwischen -6 °C und +8 °C, nachts teils deutlich unter 0 °C; kurzfristige Kälteeinbrüche möglich.
Wind: Auffrischender West‑ bis Südwestwind, an Tagen mit Frontdurchgang teils starke Böen; lokale Windwarnungen bestehen.
Straßenverhältnisse: Glatteis, Schneeverwehungen und nasse, rutschige Fahrbahnen vor allem in Tälern und auf Höhenzügen; Sichtreduktion bei Schneetreiben.
Vorsichtsmaßnahmen: Winterreifen, Schneeketten bereithalten, Fahrzeiten verlängern, exponierte Gegenstände sichern; bei Warnungen zuhause bleiben.
Niederschlag: Häufiger Schneefall, teils schwerer Schneefall in höheren Lagen; Phasen mit Regen/Schneemix in tieferen Lagen.
Temperatur: Tiefstwerte bis unter −10 °C in Nächten; Tageswerte meist um −5 °C bis +3 °C, je nach Höhenlage.
Wind: Leichter bis mäßiger Wind, bei Fronten auffrischend; Wind kombiniert mit Kälte verstärkt Auskühlungsrisiko.
Straßenverhältnisse: Starke Schneedecken in Höhen, Glatteis in Tälern; Lawinengefahr in sehr steilen, ungesicherten Hängen möglich (bergige Teilbereiche beachten).
Vorsichtsmaßnahmen: Routenwahl anpassen (Höhen meiden bei starkem Schneefall), Schneeketten, warme Notausrüstung im Auto, ältere/kranke Personen besonders schützen.
7‑Tage‑Wetter HarzKurzüberblickViel Schnee in den kommenden Tagen, teils kräftig
Sehr kalt: häufig zwischen −10 °C und −2 °C
Windig, besonders in höheren Lagen
Mehrere Wetterwarnungen des DWD aktiv (Schneetreiben, Schneefall, Frost, Wind)
Konkrete Vorsichtsmaßnahmen
Fahrzeuge winterfest machen: Winterreifen, Eiskratzer, Schneeketten bei Bedarf, volle Scheibenwaschanlage.
Fahrweise anpassen: Abstand vergrößern, Geschwindigkeit reduzieren, Bremsen sanft. Bei Schneetreiben nicht überholen.
Zu Fuß: rutschfeste Schuhe, reflektierende Kleidung, Gehwege meiden, wenn vereist.
Zu Hause: Vorräte, Taschenlampe, Ladegeräte bereithalten; lose Gegenstände sichern.
Infos: Lokale Warnungen des DWD und Verkehrsmeldungen beachten; bei Unklarheit zuhause bleiben.
Kälteverletzungen. Bei anhaltend tiefen Temperaturen steigt das Risiko für Unterkühlung und Frostbeulen. Ziehen Sie mehrere Schichten an, schützen Sie Hände, Füße und Kopf besonders gut, und wechseln Sie nasse Kleidung sofort. Achten Sie auf frühe Warnzeichen wie Zittern, Taubheitsgefühl oder blasse, harte Haut.
Verkehr und Mobilität. Glatteis, Schneeverwehungen und reduzierte Sicht erhöhen das Unfallrisiko. Planen Sie mehr Zeit ein, fahren Sie defensiv, vermeiden Sie unnötige Fahrten bei Warnstufen und nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Halten Sie ein Mobiltelefon geladen und eine Decke im Auto bereit.
Haushalt und Energie: Stromausfälle und Heizungsausfälle sind regional möglich. Sorgen Sie für alternative Wärmequellen (sicher betrieben), prüfen Sie Rauch‑ und Kohlenmonoxidmelder, und lagern Sie Wasser sowie haltbare Lebensmittel für 24–72 Stunden. Lüften Sie kurz und stoßweise, um Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden.
Psychische Auswirkungen und StrategienStress und Erschöpfung: Wetterextreme erhöhen Stress, Schlafstörungen und Reizbarkeit. Reduzieren Sie Informationsflut (z. B. kurze, gezielte Updates), halten Sie regelmäßige Schlaf‑ und Essenszeiten ein und planen Sie kleine Pausen mit Atemübungen oder kurzen Spaziergängen, wenn es sicher ist.
Isolation und Stimmung. Eingeschränkte Mobilität kann Einsamkeit verstärken, besonders bei älteren Menschen. Bleiben Sie in Kontakt per Telefon oder Nachricht, organisieren Sie Nachbarschaftshilfe für Einkäufe, und verabreden Sie feste virtuelle oder telefonische Check‑ins.
Angst vor Unwägbarkeiten. Unsicherheit über Verkehr, Arbeit oder Versorgung kann ängstigen. Erstellen Sie einen einfachen Notfallplan (Kontaktliste, Treffpunkt, Vorräte) — das reduziert akute Angst und gibt Kontrolle zurück.
Praktische Checkliste für Zuhause und unterwegsAuto: Winterreifen, Decke, Taschenlampe, Eiskratzer, kleine Schaufel, Warnweste.
Notfallrucksack: Wasser 2–3 l pro Person, haltbare Snacks, Erste‑Hilfe‑Set, Powerbank, warme Kleidung.
Zuhause: Kerzen/LED‑Taschenlampen, Batterien, Medikamente für 3 Tage, Kontaktliste für Nachbarn und Notdienste.
Für Haustiere: Futterreserve, trockener Schlafplatz, keine langen Aufenthalte draußen.
Ältere Menschen und chronisch Kranke. Diese brauchen regelmäßige Temperaturkontrollen, ausreichende Heizung und Hilfe beim Einkaufen. Prüfen Sie, ob Medikamente vorrätig sind und ob Telemedizin möglich ist.
Kinder. Kinder frieren schneller; achten Sie auf mehrere Schichten, trockene Kleidung und kurze Aufenthalte im Freien bei starkem Wind.
Menschen mit psychischen Vorerkrankungen. Starke Wetterlagen können Symptome verschlechtern. Halten Sie Therapie‑ oder Krisenkontakte bereit und nutzen Sie bewährte Bewältigungsstrategien.
Kurzfristige HandlungsanweisungenBei Anzeichen von Unterkühlung oder Erfrierungen: Sofort in warme Umgebung, nasse Kleidung entfernen, warme (nicht heiße) Getränke, medizinische Hilfe rufen.
Bei Stromausfall: Kühlschrank möglichst geschlossen halten, warme Kleidung anziehen, Notfallkontakte informieren.
Bei Verkehrsunfall: Warnblinker, Warnweste, Notruf 112 bei Verletzten; bei Blockade im Auto: Heizung sparsam nutzen, Fenster leicht öffnen für Frischluft.
Notfall‑Checkliste — Haushalt (angenommen: 2 Personen)
Vorräte und Maßnahmen für 24–72 Stunden; passen Sie Mengen bei mehr Personen an.
Wasser: 6–9 l (2–3 l pro Person/Tag für 3 Tage)
Lebensmittel: Konserven; Müsliriegel; Nüsse; Instant‑Suppe; genug für 72 Std.
Medikamente: 3‑tägiger Vorrat; Liste mit Dosierungen; Rezepte griffbereit.
Wärme & Kleidung: 2 dicke Decken; 2 Wärmflaschen; zusätzliche warme Kleidung pro Person.
Beleuchtung & Energie: Taschenlampe + Ersatzbatterien; Powerbank (geladen).
Hygiene & Sonstiges: Erste‑Hilfe‑Set; Feuchttücher; Müllbeutel; Feuerzeug/Sturm‑Streichhölzer; Bargeld in kleinen Scheinen.
Kommunikation: Liste wichtiger Telefonnummern (Hausarzt, Nachbar, Vertrauensperson) auf Papier.
Sicherheit Zuhause: Rauch‑/CO‑Melder prüfen; alternative Wärmequelle sicher bereitstellen; Fenster und Türen abdichten.
Haustiere: Futterreserve 72 Std.; trockener Schlafplatz; Kontakt für Betreuung.
Kurzplan: Notfall‑Treffpunkt; Kontaktperson außerhalb der Region; Check‑ins (wer ruft wen an und wann).
Kurz: Für Panne, längeres Stehenbleiben oder winterliche Blockade.
Ausrüstung: Winterreifen; Schneeketten (passend); Warnweste; Warndreieck.
Wärme & Schutz: 2 Decken oder Schlafsack; zusätzliche Jacke, Mütze, Handschuhe.
Beleuchtung & Energie: Taschenlampe + Ersatzbatterien; Powerbank; Starthilfekabel.
Werkzeug & Traktion: Eiskratzer; Schneebesen; kleine Schaufel; Tüte mit Sand/Splitt/Katzenstreu.
Sicherheit & Erste Hilfe: Erste‑Hilfe‑Set; Multitool; Abschleppseil.
Verpflegung: 1–2 l Wasser pro Person; energiereiche Snacks (Riegel, Nüsse).
Dokumente & Kontakte: Papierliste mit wichtigen Telefonnummern; Fahrzeugpapiere; Bargeld.
Sonstiges: Warnlampe/Reflektor; Müllbeutel; Liste mit Standortangaben (z. B. nächster Ort, Kilometerangabe).
Bei Panne im Auto: Bleiben Sie im Fahrzeug; Motor nur zeitweise laufen lassen; Auspuff freihalten; Notruf 112 bei Gefahr.
Bei Unterkühlung: Nasse Kleidung entfernen; warm einpacken; lauwarme Getränke; Notruf bei Bewusstseinsstörung.
Bei Stromausfall: Kühlschrank möglichst geschlossen halten; warme Kleidung anziehen; Notfallkontakte informieren.