OB-Wahl Ravensburg - ROMAN URBAN: "Mit Faschismus habe ich nichts am Hut" / OB-Kandidat wirft der "Schwäbischen Zeitung" Rufmord vor ...
Wer selbst dabei war oder sich durch die Monopolzeitung "SchwäZ" in und um Ravensburg kundig macht, weiß, dass einer der vier Kandidaten für das Amt des zukünftigen Bürgermeisters zur offiziellen Vorstellungsrunde am 27. Februar 2026 im Ravensburger Konzerthaus nicht anwesend war. Begründung: Er hat wegen eines anderen Termins abgesagt.
Darüber habe ich mit Roman Urban, denn der ist hier gemeint, gesprochen. Und es stimmt. Demnach handelte es sich um einen Termin des Bewerbers auf ein politisches Amt in der Nähe der 500 km von Ravensburg entfernten Stadt Kassel, wo ein vom dortigen Jugendamt festgelegter Besuch bei der siebenjährigen Tochter – sie lebt dort bei der geschiedenen Ehefrau – terminiert war. Im Amtsdeutsch wird dies das "Umgangsrecht" des Vaters mit seinem leiblichen Kind genannt. Viele - vor allem Männer und damit Väter - kennen dies auch in Ravensburg persönlich und sind froh über zumindest diese Möglichkeit.
Roman Urban hatte sich im Vorfeld des Termins im Ravensburger Konzerthaus an das dortige Jugendamt in der Nähe von Kassel gewendet und gebeten, den Termin um zwei oder drei Tage nach hinten zu verlegen, damit er sich in Ravensburg als Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl ordentlich vorstellen und dennoch seine Tochter sehen kann. Doch das Jugendamt lehnte dies ab. Urban ging vor das Kasseler Verwaltungsgericht. Doch auch dort erfuhr er keine Hilfe. "Das Verwaltungsgericht hat mich quasi von der Vorstellungsrunde in Ravensburg ausgeladen", so Roman Urban mir gegenüber. Was faktisch und auch de jure stimmt.
Die Berichterstattung der "Schwäbischen Zeitung" ("SchwäZ" oder SZ) in den zurückliegenden drei Monaten über den amtierenden Oberbürgermeister Daniel Rapp und die drei weiteren Mitbewerber für dieses Amt kann keinesfalls als neutral bezeichnet werden. In Sachen "Absage Termin Konzerthaus" hat sie zwar wahrheitsgemäß berichtet, gleichzeitig aber auch Raum für Spekulationen gelassen, in dem sie das "Warum" wegließ.
Davon einmal abgesehen: Wahlbeobachter werten die Berichterstattung insgesamt als eher schmutzig, Daniel Rapp bevorzugend und seine drei Herausforderer diffamierend. Ich habe auf diesem Blog ausführlich darüber berichtet und alle entsprechenden Blog-Artikel zusammengefasst.
Was Roman Urban anbetrifft, unterstellt die "Schwäbische Zeitung" (SZ) ihm in der Ausgabe vom 10. Februar 2026 implizit und doch ziemlich direkt "völkisches Denken" und "Antisemitismus" und verweist dabei auf einen Link eines Allgäuer Mediums. Darauf von mir angesprochen, erklärt mir Herr Urban, dass er keinesfalls ein Antisemit und auch kein Faschist sei und die "Schwäbische" aufgefordert habe, den Link zu löschen. Das tat diese Zeitung aber bis dato (6. März 2026, 15 Uhr) nicht. Er sehe das ganz klar als Rufmord und halte sich die Option offen, die SZ nach der Wahl zu verklagen.
Er – Roman Urban – habe lediglich vor einigen Jahren einen sehr kritischen Artikel über Henry Kissinger (USA) und dessen Zionismus verfasst. Keinesfalls sei er, Roman Urban, ein Antisemit. Dagegen verwahrt er sich auf das Schärfste.
Meine Anfrage (keine Umfrage, denn dazu benötigt man/frau an die hundert Befragte) in der Ravensburger Stadtgesellschaft ergab, dass der Kandidat Urban, der vom Monopol-Medium-Ravensburg negativ als Druide (Comicfigur) und als Quasi-Spinner hingestellt wird, ein sehr angenehmer Mensch sei, mit gutem und seriösem Auftreten. Man/frau traue ihm durchaus ein zweistelliges Ergebnis zu.
Damit von mir konfrontiert, meinte Roman Urban, das sei alles schön und gut und er bedanke sich für dieses Vertrauen, aber er bleibe bei seiner einstelligen Prognose für sich. Mögen er uns alle - gemeinsam mit Umut Bulut und Samuel Bosch - überraschen.
In Summa: Eines dürfte klar sein. Wenn Dr. Daniel Rapp seinen OB-Posten behalten sollte - ob durch den ersten Wahlgang oder durch eine Stichwahl -, dürfte das auf keinem Ruhmesblatt stehen, sondern auf einer weiteren Seite der "Lex Ravensburgis", die mit dem deutschen Grundgesetz wenig zu tun hat.
Wer Roman Urban persönlich kennenlernen will, hat dazu am Samstag, 7. März 2026 am Vormittag und Mittag auf dem Ravensburger Marienplatz zwischen "Lederhaus" und "Nordsee" die Möglichkeit. Nur wer sich richtig (= nicht einseitig) informiert, kann die richtige Wahl treffen.