Falschbehauptung der renommierten "Schwäbischen Zeitung" zu OSTERN - Neue deutsche Zeitrechnung, eingeführt von der medialen "SV-Gruppe"
Im Mantelteil der "Schwäbischen Zeitung" zum Osterwochenende 2026 findet sich ein Satz, der aufhorchen lässt und ungläubiges Kopfschütteln auslöst. Im Leitkommentar heißt es:
„Mit dem leeren Grab beginnt eine neue Zeitrechnung – religiös und kulturell.“
Der Satz ist rhetorisch gewollt groß, aber sachlich falsch. Er radiert aus, was jede/r in Deutschland seit seiner Schulzeit und/oder seit seiner Migration in die BRD bereits weiß. Die Falschaussage (Falschbehauptung) stammt von einem Journalisten der medialen SV-Gruppe, zu der neben der "Schwäbischen Zeitung" auch der "Zollern-Alb-Kurier" und die "Nordkurier-Mediengruppe" gehören.
1. Was stimmt – und was nichtDie christliche und damit weltweite anerkannte neue Zeitrechnung beginnt nicht mit dem leeren Grab, also nicht mit der Auferstehung Jesu. Sondern sie beginnt – historisch und auch religiös und kulturell – mit der Geburt des Kindes von Maria und Joseph. Das Jahr 1 unserer Zeitrechnung markiert diesen Bezugspunkt, auch wenn die historische Datierung durch den Mönch Dionysius Exiguus (525 nach Christi Geburt) um einige Jahre danebenliegt.
Dass Jesus von Nazareth tatsächlich gelebt hat und deshalb auch als Mensch geboren wurde, ist historisch so gut wie gesichert. Selbst der Koran bezeugt (Sure 3), dass Jesus gelebt hat. Dass er aber nach rund 33 Jahren Erdenleben von den Toten auferstanden sei (Das Grab ist leer!), bleibt bis heute eine reine Glaubensfrage. Ebenso seine Himmelfahrt.
Würde man* die Auferstehung Jesu (die historisch nicht belegt ist) als Startpunkt setzen, so wie es die renommierte Presse tut, lebten wir heute in etwa im Jahr 1993 nach Christus. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall. Wir schreiben das Jahr Anno Domini 2026.
2. Warum der Fehler nicht trivial istDer Leitkommentar einer Zeitung stellt keinen Predigtimpuls und auch keinen poetischen Essay dar. Er beansprucht - vor allem wenn er von "Übergeordnet" kommt:
Orientierung
Begriffliche Präzision
Faktenfestigkeit
Der Begriff Zeitrechnung ist kein metaphorischer Spielball. Er bezeichnet ein exakt definiertes historisches System. Wer ihn anders verwendet, muss das kenntlich machen. Der Kommentator tut das nicht.
Es könnte sein, dass der Autor metaphorisch meinte:
„Mit Ostern beginnt für Christen etwas Neues, Grandioses - eine Art geistige Zeitrechnung.“
Aber dann müsste er das klar als Metapher markieren. Der Satz, wie er gedruckt wurde, ist objektiv falsch. Eventuell von einer fehlerhaften KI vorgegeben und einfach übernommen. Oder Unwissenheit? Aber wie schon gesagt: Ein Leitkommentar ist kein "Wort zum Sonntag"!
3. Wie es zu solchen Fehlern kommtDer Satz wirkt wie ein Produkt aus:
rhetorischem Überschwang („Ostern als Zeitenwende“),
unbewusster Vermischung von Symbolik und Faktizität,
fehlendem redaktionellen Korrektiv.
Gerade in einem Leitartikel, der aus der Chefredaktion oder der Konzernspitze stammt, fällt so etwas besonders ins Gewicht.
4. Der eigentliche SchadenEs geht nicht um Korinthenkackerei oder um ein "Erbsenzählen", die nun gewisse Stadträte oder Redakteure dem Blogger unterstellen mögen. Es geht um journalistische Sorgfalt.
Wenn ein Leitkommentar einen so grundlegenden historischen Sachverhalt verfehlt, unterminiert das:
die Glaubwürdigkeit des Textes,
die Seriosität der Redaktion,
und die intellektuelle Verlässlichkeit des Mediums.
Zumal der Kommentar ansonsten eine durchaus nachdenkliche Botschaft transportiert. Umso irritierender wirkt der sachliche Fehltritt.
5. In Summa:Der Satz hätte so nicht gedruckt werden dürfen. Nicht weil er theologisch anstößig wäre, sondern weil er faktisch falsch ist – und weil ein Leitkommentar gerade dort besonders sorgfältig sein muss, wo er große Worte wählt. Ein solch' wichtiges "Schriftstück" wird normalerweise gegengelesen. Hier hat offenbar - wie schon gesagt - niemand gestoppt und gesagt: „Moment – das stimmt so nicht.“