TROCKENHEIT: Wenn der Rheinfall von Schaffhausen zum "Reinfall" wird - Nur noch 30,8 Prozent der Normalwassermenge "plätschern" über die Felsen ...
QUELLE (dort sind aktuelle Bilder veröffentlicht)
Vor dem Rheinfall (von Schaffhausen) fließt derzeit deutlich weniger Wasser als üblich. Die anhaltende Trockenheit hat den Abfluss auf weniger als ein Drittel des langjährigen Juli-Durchschnitts sinken lassen.
Darum gehts:
- Die anhaltende Trockenheit lässt den Rheinfall auf ein Minimum schrumpfen: Der Abfluss beträgt nur noch 165 Kubikmeter pro Sekunde.
- Das ist mehr als dreimal weniger als das durchschnittliche Juli-Monatsmittel der vergangenen 66 Jahre (536 Kubikmeter pro Sekunde).
- Auch der Lac des Brenets im Kanton Neuenburg ist fast ausgetrocknet – die Schifffahrt wurde eingestellt.
Die anhaltende Trockenheit macht auch vor dem größten Wasserfall Europas nicht Halt. Aufnahmen von BRK News vom Mittwoch zeigen eindrücklich, wie wenig Wasser derzeit über die Felsen des Rheinfalls fließt.
Dieser Eindruck wird auch durch die Messdaten des Bundesamts für Umwelt (Bafu) bestätigt. Bei der letzten Messung am Mittwoch um 12.50 Uhr wurde an der Messstation Flurlingerbrücke in Neuhausen SH ein Abfluss von lediglich 165 Kubikmetern pro Sekunde registriert. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Juli-Monatsmittel der vergangenen 66 Jahre liegt bei 536 Kubikmetern pro Sekunde – also mehr als dreimal so hoch. Oder: zur Zeit sind es nur 30,8 Prozent dessen, was als "normal" gilt.
Wassertemperatur von 30,1 GradDer tiefe Wasserstand wirkt sich auch auf die Temperaturmessungen aus. Bei der jüngsten Messung wurde für den Rhein bei Neuhausen eine Wassertemperatur von 30,1 Grad Celsius ausgewiesen – beinahe Badewasser-Temperatur.
Das BAFU weist jedoch darauf hin, dass die aktuellen Temperaturwerte aufgrund des aussergewöhnlich niedrigen Wasserstands stark verfälscht sind. Diese Störung besteht laut Bundesamt bereits seit Montag.
Lac des Brenets ist kurz vor dem AustrocknenDer Lac des Brenets im Kanton Neuenburg, direkt an der Grenze zu Frankreich, ist derzeit eines der eindrücklichsten Beispiele für die anhaltende Trockenheit in der Schweiz. Der See leidet erneut massiv unter den ausbleibenden Niederschlägen.
Bereits Mitte Juni war der ungewöhnlich tiefe Wasserstand deutlich sichtbar – seither ist der Pegel weiter gesunken. Inzwischen musste aufgrund des niedrigen Wasserstands sogar die Schifffahrt eingestellt werden. Der Lac des Brenets ist immer wieder davon betroffen. So auch im Jahr 2022, als es auch über mehrere Wochen nicht mehr geregnet hat.
Die jüngsten Messwerte vom 24. Juli 2026 unterstreichen die aussergewöhnliche Situation: Der Wasserstand liegt bei 742,13 Metern über Meer, während der Abfluss am Auslauf nur noch 1,2 Kubikmeter pro Sekunde beträgt. Für Ende Juli sind dies aussergewöhnlich tiefe Werte. Am Montagmorgen entstanden eindrückliche Bilder (siehe unter "Quelle"), aufgenommen von BRK News, welche das Ausmaß der Trockenheit am Lac des Brenets veranschaulichen.