"Dass Ravensburg die selbst gesteckten Klimaziele so katastrophal verfehlt, liegt nicht an höheren Mächten, sondern allein am fehlenden politischen Willen."
"Das ist Klimaterrorismus", höre ich schon Teile des Ravensburger Gemeinderates sagen oder zumindest denken, wenn sie den folgenden Text lesen und heute vor dem Ravensburger Blaserturm stehen und sehen, was dort ganz oben prangt. Vermutlich wird es wieder eine hohe emotionale und giftige Reaktion geben – mit entsprechendem flankiertem Artikel in der hiesigen Zeitung seitens der Stadtverwaltung und ihres „Kontrollorgans“ – und natürlich postreaktiv von einer oder mehreren Strafanzeigen gegen Samuel Bosch und einige seiner Klimafreund/innen.
Die Frage, ob es in dieser Causa nicht der Gemeinderat und Teile der Ravensburger Stadtspitze bzw. die Stadtverwaltung durch ihre Klimaverweigerungspolitik sein sollten, dass sie es sind, die gegen die Bevölkerung und deren Nachkommen gehandelt hat und immer noch handelt, wird sich gewiss weder den Genannten noch der Zeitung stellen. Sollten sie aber, meine ich persönlich.
Anbei die Pressemitteilung der Ravensburger Klimaaktivist/innen von heute. Die Fotos sind von den Akivist/innen (c)
=========================================================================================
Pressemitteilung der Klimaaktivist/innen Ravensburg vom 17.9.2026
Kletteraktivist*innen prangern "Klimakonsens-Lüge" mit Banner am Blaserturm an, denn
"6 Jahre Klimakonsens: – kein Geld – kein Wille ⇒ Klima-Hölle" ist am heutigen Morgen (17.9.2026) in großen Lettern am Ravensburger "Blaserturm" zu lesen. Bereits im Frühjahr 2025 hängte eine Gruppe Klimaaktivist*innen ein riesiges Banner am "Untertor" auf und im Mai 2025 warnten sie erstmals auf dem Blaserturm - dem ehemaligen Feuerwachenturm - vor der brennenden Klimakrise: "Wir schlagen Klima-Feuer-Alarm", erklären die Aktivist*innen.

🔼Ravensburg im Mai 2025; Foto und Montage: Klimaaktivist/innen und Stef-Art
2020 verabschiedete der Gemeinderat einstimmig den Ravensburger Klimakonsens. Dann passierte lange nichts. Das Umweltamt klagte immer wieder über zu wenige Stellen. Der Gemeinderat antwortet auf die Kritik mit der Streichung von zwei der
Dass Ravensburg die selbst gesteckten Klimaziele so katastrophal verfehlt, liegt nicht an höheren Mächten, sondern allein an fehlendem politischen Willen. Und das obwohl sich der Gemeinderat einstimmig zum Klimakonsens verpflichtet hat und Klimaschutzmaßnahmen längst von der Mehrheit der Bevölkerung begrüßt werden.
"Herr Rapp hat die Chance, ein Klima-Bürgermeister zu werden, verpasst und 6 Jahre lang zusammen mit großen Teilen des Gemeinderats nur Verbal-Ökologie betrieben", so Jürgen Pfeffer (78).
Im Wahlkampf zum Oberbürgermeister im Frühjahr 2026 erreichte Herr Rapp - teilweise auch wegen seiner schlechten

Ravensburg: Am sehr frühen Morgen im September 2026
Nach der Wahl behauptete
Die Aktivist*innen fordern zudem auch höhere Steuern für groß verdienende und große Unternehmen. Diese hätten schließlich entscheidend von der bisherigen, klimaschädlichen

"Das ist ein Armutszeugnis für die Glaubwürdigkeit dieser Politik. Wir alle haben diesen Sommer einmal mehr gespürt, dass die Klimakrise hier und jetzt stattfindet und insbesondere für ältere Menschen ein großes Problem darstellt. Angesichts reihenweise gerissener Hitzerekorde ist die Untätigkeit der Stadt einfach frech. 'The house is on ' – das hat Greta Thunberg vor Jahren gesagt, und es ist aktueller denn je. Darum möchten wir am Blaserturm, dem Feuermeldeturm Ravensburgs, Alarm schlagen." (Samuel Bosch)
Geschichte des Klimakonsens:
Am 27. Juli 2020 beschloss der Gemeinderat der Stadt Ravensburg einstimmig den Klimakonsens. Neben konkreten Verbesserungen in den Bereichen Mobilität, Gebäude, Bewusstseinsbildung und Kompensation wurde vor allem beschlossen, den CO₂-Ausstoß in Ravensburg ab sofort pro Jahr um 13 Prozent zu reduzieren. Das wäre laut den Scientists for Future der notwendige und faire Beitrag der Stadt zum weltweiten Klimaschutz. Nach 6 Jahren, also jetzt, würde das eine Reduktion um mehr als die Hälfte bedeuten. Tatsächlich gibt es bis heute keine nennenswerte Reduktion des CO₂-Ausstoßes. Stattdessen werden Stellen gestrichen, Maßnahmen blockiert und Chancen nicht wahrgenommen. Seitdem ist die Klimakrise sogar in Ravensburg vor unser aller Augen deutlich spürbar geworden. Es gab 2026 allein bis 2. August 12.500 Hitzetote in Deutschland.
Forderungen der Ravensburg-Klimagerecht-
https://rav-klima-gerecht.de/

