📯 "Lars, du hast das "S" gestohlen, gib' es wieder her ..., sonst wird dich die Schwesig holen ..."
Heute also mal kein "Merz-Bashing", das bei manchen sowieso im Verdacht steht, von der Misere der Gesamtbundes-CDU abzulenken. Denn wenn man/frau mal ernstlich darüber nachdenkt: Was an ihrer Politik hat wirklich und sachlich betrachtet, das "C" in ihrem Namen verdient?
Doch zurück zur Headline dieses Blog-Artikels. Bei dem gestohlenen "S" geht es nicht um das kleine "s" im Vornamen des derzeitigen Finanzministers, Parteivorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden, sondern um das große im Akronym SPD. Das steht bekanntlich für den Begriff "Soziales". Zur Erinnerung: "sozial" heißt ins Deutsche übersetzt so viel wie "teilen, mitteilen, teilhaben lassen, mitbeteiligen".
Doch dieses "S" wurde gestohlen. Es begann - so jedenfalls sehe ich das - mit der Hartz-IV-Gesetzgebung unter Gerhard Schröder, bei der ehemalige Arbeiter und Angestellte um ihre Arbeitslosenversicherung betrogen und finanziell vom Wohl der Politik abgeschnitten statt beteiligt wurden. Und Schröders politischer Enkel setzt diese unsoziale Politik in diesen Tagen und an diesem Wahlsonntag fort.
Ganz anders als dessen Parteigenossin in Mecklenburg-Vorpommern, die rote Manuela Schwesig. Trotzdem, dass sie eine Frau ist, ist sie die Einzige in der SPD, die noch "Eier" hat und in ihrer Politik vor Ort die rote Fahne des Sozialen hochhält. "Eier" auch deshalb, weil sie gegen den Trend und Strom der Bundes-SPD anschwimmt.
Meine Prognose
Die SPD wird heute Abend in Meck-Pomm bei 39,1 Prozent liegen [Nachtrag: Damit habe ich mich leider um ein paar Prozentpunkte nach oben vertan] und damit stärkste Partei im nordostdeutschen Bundesland sein. Die CDU wird bei 6,1 Prozent [?] landen und vor den Kameras behaupten, man sei stabil und habe sogar leichtes Wachstum zu verzeichnen. Denn die Wahlumfragen hätten für die CDU 6 Prozent ergeben - und nun seien es sogar 0,1 Prozent mehr. Euphemistisches Gerede, während Kanzler Merz schon mal mit der DBV-Winterthur Holding, der Commerzbank, dem Axa-Konzern, der WEPA Industrieholding und BlackRock telefoniert.
Die Genossen und Genossinnen werden aber Manuela Schwesig als alleinige Bundesvorsitzende der SPD fordern, [denn egal ob die SPD in MV die Mehrheit erreicht, hat die SPD von 19 auf rund 36 Prozent innerhalb von 12 Monaten aufgeholt]. Der positive Druck auf die "Frau gegen Blau" wird so herzlich sein, dass sie sich vor und an die Spitze der Bundes-SPD stellt. Da würde sogar der Blogger überlegen - nachdem er sich gleich zweimal von der einstigen Arbeiterpartei (2006 und 2016) abgewendet hatte -, wieder Genosse zu werden.

