Samuel Bosch, OB-Kandidat für Ravensburg, nimmt seine Zuhörer mit über den oberschwäbischen Tellerrand ...
Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Samuel Bosch ist einer der vier Kandidaten für die kommende Oberbürgermeisterwahl in Ravensburg (8. März 2026). Er ist nicht nur bekannt für seinen Klimaeinsatz in Ravensburg, dem Altdorfer Wald (Kreis Ravensburg), in Bayern und in Berlin, sondern auch für sein hohes Engagement gegen "Rechts", für Vielfalt und Demokratie, und er schaut auch über die Grenzen unseres Landes hinweg. In diesem Fall nach Portugal.
Mich erreichte heute im Rahmen einer Pressemitteilung des OB-Kandidaten der folgende Veranstaltungshinweis:
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Am Freitag, 20. Februar 2026, um 19:30 Uhr, geht es im "Portugiesischen Zentrum", Morfstraße 18 in Wangen, um Lithium.
Samuel Bosch zeigt in seinem Vortrag "Lithium für Europa – Zerstörung für Barroso?" anschaulich und mit vielen kulturellen Einblicken in das Leben der Menschen in den Bergen Portugals. Und wie jene Bewohner Widerstand gegen die Zerstörung ihrer "Allmende" (= Teil der kommunalen Landflächen, Gewässer, Wälder, die als gemeinschaftliches Eigentum von der gesamten Bevölkerung benutzt werden darf) aktiv tun. Darüber hinaus zeigt Samuel Bosch auf, was die dortige Bevölkerung für ihre von der UN als Weltkulturerbe ausgezeichnete Landwirtschaft leistet. <<<
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European-Circle vom 15. Februar 2026
Ein seit langem schwelender Streit um den Lithiumabbau im Norden Portugals hat Europas oberstes Gericht erreicht.
Umwelt- und Gemeindegruppen haben beim Europäischen Gerichtshof Klage wegen der Entscheidung der Europäischen Kommission eingereicht, dem Barroso-Lithiumprojekt den Status „strategisch“ zu verleihen.
Die Anwohnervereinigung Associação Unidos em Defesa de Covas do Barroso (UDCB) und die Umweltrechtsorganisation ClientEarth reichten am Donnerstag, dem 5. Februar, Klage ein und argumentierten, die Kommission habe es versäumt, das Projekt neu zu bewerten, nachdem neue Erkenntnisse über potenzielle Umwelt-, Sozial- und Sicherheitsrisiken aufgetaucht seien.
Im Mittelpunkt des Falles steht das EU-Gesetz über kritische Rohstoffe aus dem Jahr 2024. Projekte, die als „strategisch“ gelten, profitieren von schnelleren Genehmigungen, einem einfacheren Zugang zu Finanzmitteln und weniger Hürden bei der Versorgung mit umweltfreundlichen Produkten wie Elektrofahrzeugen und Batterien.
Abwägung der Versorgungssicherheit und der lokalen AuswirkungenDie geplante Mine befindet sich in der Nähe von Boticas in der rauen Region Trás-os-Montes („hinter den Bergen“) über der vermutlich größten bekannten Spodumenlagerstätte Europas – einer wichtigen Lithiumquelle für Batterien und Mobiltelefonkomponenten.
Die Mine liegt aber auch innerhalb einer ökologischen Landschaft, die von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen als „global wichtiges landwirtschaftliches Erbesystem“ anerkannt wurde.
Umweltgruppen argumentieren seit langem, dass die Gewährung des strategischen Status des Projekts dokumentierte Risiken für Wasserressourcen, Biodiversität und lokale Lebensgrundlagen außer Acht lässt.
Dennoch zählte die Europäische Kommission Barroso im März 2025 zu den 47 „strategischen“ Projekten in der gesamten EU.
Im Juni letzten Jahres forderten Aktivisten die Kommission auf, das Projekt von der Liste zu streichen. Die Kommission lehnte diesen Antrag im November mit der Begründung ab, dass die Überprüfung der Einhaltung des EU-Umweltrechts in der Verantwortung der portugiesischen Behörden liege.
Dann sagten EU-Beamte im Dezember, dass das Projekt seinen Status behalten werde, und verwiesen auf Einschätzungen, dass Minderungs- und Überwachungsmaßnahmen trotz des Widerstands von Umweltgruppen den Druck auf die lokalen Wasserressourcen begrenzen würden.
In einer gemeinsamen Erklärung sagten UDCB und ClientEarth, dass die Behandlung des Projekts als im öffentlichen Interesse liegend und gleichzeitig seine Risiken ignoriert, „grundlegende EU-Rechtsprinzipien untergräbt“ und ländliche Regionen wie diese zu „Opferzonen“ für die Energiewende machen könnte.
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