"Bridge over many troubles" - Die verheerende Prioritätenliste der Stadt Ravensburg, oder: "Über keine Brücke kannst du geh'n!"
Stefan Weinert
Dass vier Ravensburger Brücken in den kommenden Monaten und Jahren voll saniert und voll gesperrt, respektive abgerissen werden müssen, ist den drei Bürgermeistern der Turmstadt nicht erst seit "heute" bekannt, sondern - davon ist auszugehen - seit Monaten, wenn nicht sogar seit einem (1), zwei oder gar drei Jahren.
Im Focus des im folgenden beschriebenen Ärgernis (griech.: skandalon), steht dabei die sogenannte "Meersburger Brücke", welche nicht nur die "Mainroad" zur Weststadt (10.000 Einwohner) ist, sondern auch die Südbahn zwischen Stuttgart und Friedrichshafen/Lindau überspannt.
Doch das eigentliche Ärgernis = Skandal speziell für die Ravensburger Bürger und Bürgerinnen ist die Tatsache - und das wird wohl von offizieller Seite (um es diplomatisch zu sagen) verschwiegen - dass der Ravensburger "Schussenpark" mit seiner Realisierung zeitlich vor (Ravensburger Priorität) die Vollsperrung der Ost-West-Tangente (Straßenverkehr) und der Nord-Süd-Tangente (DB, BOB) gelegt wurde.
Denn nicht nur die Vollsperrung der "Nothelfer-Brücke" (hat nichts mit den "14-Nothelfern" aus Weingarten zu tun) wird Chaos in die Innenstadt (bei Tempo 30 !!) bringen, sondern die der "Meersburger Brücke" wird zusätzlich auch noch die "Ruhe, Erholung, Klimaaufwertung und ähnliche Versprechen" im wahrsten Sinne des Wortes zerschneiden und zerstören.
🔼Oben links die Brühlstrasse, die in Zukunft an 24 Stunden beleuchtet werden muss und deren weiterführender Verkehr die Brücke beim Schindele/Deisenfang (über die Bahngeleise und mit Ampel) erheblich mehr belasten wird. Wie ist eigentlich der Zustand dieser Brücke? Die rot gestrichelt Linie zeigt die Strasse am und durch den Schussenpark, die hinter bzw. vor dieser Brücke in die "Brühlstrasse" (mit Ampel) einmündet. 🔽
Schon im Vorfeld und zu Baubeginn des so genannten "Schussenparks" (eine Vision von 2010, die nun Wirklichkeit wird), wird das eigentlich Versprochene (siehe oben) stark relativiert. Ohne vorherige Ankündigung oder irgendwelcher Verlautbarungen durch das "Amtsblatt", wird vor zwei Wochen bei der vom OB selbst geführten Begehung den knapp (?) 20 Anwesenden nicht nur erklärt, dass es hier keinen "Strand" mit Sand und Bodenseefeeling geben wird, sondern lediglich ein paar Treppen hinunter zum Fluss, sondern dass es sich leider nicht vermeiden wird, dass zum Park 2030 leider auch eine ~ 3,50 breite und sicher auch asphaltierte Straße gehört, die nicht nur für Fahrräder gedacht ist ...
Den Artikel dürfen Sie, verheerte Leserschaft, gerne zu Ende schreiben ...