"Massig Kritik" am Timing ist nicht massiver Protest genug - Oberschwabenhalle soll entfremdet und zur SIEBENSCHWABENHALLE werden ...

Stef-Art 2026
Zu bemerken sei, dass die Halle den Zusatz "Oberschwaben" im Namen trägt. Das ist ein hoher Anspruch. Und in der Tat sind bei großen Events à la Couleur Menschen von überall her und aus Oberschwaben nach Ravensburg gekommen, die zusätzlich die Wirtschaft angekurbelt haben, worauf die Stadt immer stolz war und das WiFo natürlich auch. Welchen Namen wird sie in Zukunft tragen? Denn nun sind Angebot und Nutzung nicht mehr farbig (Couleur), sondern sie sind einseitig und ortsgebunden. Ich schlage daher den Namen "Siebenschwabenhalle" vor. Denn ganz offensichtlich war hier einer von ihnen als Ratgeber des OB am Werke.
Doch es gibt auch leise Stimmen, die hier etwas ganz anderes plagt. Darüber schreibt die SZ mit ihrem Artikel vom 26./27. März 2026 Folgendes: "Ganz abgesehen davon, wie die Ravensburger inhaltlich zur Zukunft der Oberschwabenhalle stehen, gibt es auch massig Kritik am Zeitpunkt der Verkündung. Warum das brisante Thema nicht im OB-Wahlkampf diskutiert wurde, sondern erst nach der Wahl von Daniel Rapp auf die öffentliche Tagesordnung gezogen wurde, irritiert. Und mancher User [Singular?] wittert dahinter eine Taktik."
"Rapp, mit einem Zustimmungswert von 78,4 Prozent vor wenigen Tagen wiedergewählt, hätte vor der Abstimmung [vor der Wahl am 8. März] in seiner Rede im "Konzerthaus" klar sagen müssen, dass es in Ravensburg erhebliche und teure Veränderungen geben wird und für Klimamaßnahmen kein Geld da sei. Stattdessen fabulierte er über den angeblich hoch frequentierten "Schussenpark", der in der Bevölkerung von vielen als Unfug verhöhnt wird (Facebook). Mit der „ersten“ Veränderung (das wissen wir jetzt, nach der Wahl) ist die Umwidmung der Oberschwabenhalle [OSH] in eine sportliche Mehrzweckhalle gemeint – verbunden mit Entkernung und Generalsanierung [Asbest?]. Folgen sollen das "Frauentorkino" und eben das "Konzerthaus", in dem Rapp seinen Zuhörern meines Erachtens keinen reinen Wein eingeschenkt hatte, sondern den abgestandenen der zurückliegenden 16 Jahre."
Keine Ahnung, ob der Blogartikel jemanden in der Karlstraße oder gar im Rathaus interessiert hat. Denn in ihm geht es wirklich um massive Kritik. Hätte Daniel Rapp uns am Tag seiner Wahlrede (vor der Wahl - ich war auch im Konzerthaus) "reinen Württemberger" eingeschenkt, lägen seine Prozentpunkte der Wiederwahl gewiss bei unter 70, wenn nicht gar unter 60 Prozent. Das bestätigen mir auch Nachbarn beim "Plausch" auf der Straße. Stattdessen die Erfolge der Jahre 2010 bis 26 als "abgestandener Wein", die aber auch irgendwie verpufft sind und nicht die erhofften 95 Prozent gebracht haben.
Es wäre also gut, wenn die "Schwäbische Zeitung" die "massige Kritik" noch einmal aufgreift und darüber dezidiert berichtet. "Schaun mer mal, dann sehn mer scho", wie Franz Beckenbauer immer sagte.
1.Rückbau der Oberschwabenhalle zu einer reinen Sporthalle, mit Streichung aller zugehöriger Großevents (obwohl bautechnisch das eine das andere nicht ausschließen müsste).
2.Schließung Frauenkino 3.Erneute Sanierung Konzerthaus nach wenigen Jahren (viel wichtiger wäre die Sanierung der zerfallenden mittelalterlichen Stadttürme) .4.Sogar Streichung von Flohmärkten.
Ich bin nicht der einzige Bürger, der es als Wahlbetrug empfindet, dass der OB diese Dinge nicht vor der OB Wahl gesagt hat, sondern erst wenige Tage nach der OB Wahl. Damit wird unsere lebendige Stadt wesentlich zu einer "langweiligen 0815 Stadt rückgebaut". Das Stadtoberhaupt mag sich klug vorkommen, den Wähler so geschickt ausgetrickst zu haben. Im Endergebnis führen aber genau "solche Aktionen" dazu, dass die Parteien am extremen Rand immer noch weiter gestärkt werden. Ich bin mir sicher, dass auch in unserer Stadt, sofern sich eine rechtsextreme Partei für den Stadtrat aufstellen lassen würde (was nur eine Frage der Zeit ist) diese geschätzt 18 Prozent plus x der Stimmen bekommen würde, mit zunehmend steigender Tendenz, ohne dass dies bisher zu einem Umdenken zu mehr Respekt und Fairness den Bürgern gegenüber geführt hätte. Und genau diesselbe Verwaltung, die vorgibt, undemokratische Parteien nicht zu wollen, befeuert deren Erfolg durch solche Wahltricksereien ganz massiv und macht damit resultativ die beste Werbung für diese.