Geschoss auf zwei Rädern gefährdet 74-jährigen Rentner ... 'Drahtesel' war mal - heute sind es Titanrappen !!
17. Juni, 2026 um 10:38 Uhr,
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Stefan Weinert, Blogger auf zwei BeinenRavensburg-Nord-Nord - Heute Morgen gegen 9:45 Uhr kam ich mit meiner schweren Tasche vom Einkauf zurück und machte in der Bushaltestelle "Sonnenbüchel" - gegenüber dem Grundbuchamt - eine Verschnaufpause. Nach fünf Minuten ging es weiter, und ich war auf Höhe der dort postierten Glascontainer. Zwischen mir und dem Bordstein waren es knapp 50 cm.
In jenem Moment schoss ein junger Fahrradfahrer - schwarzes Fahrrad, schwarz gekleidet - den Sonnenbüchelbuckel hinunter. Geschätztes Tempo: 55 km/h. Doch statt auf der Straße Richtung Ampel "Gartenstrasse" weiterzufahren, querte er direkt auf "meinen" Fußweg. Reaktionsschnell wich ich schräg rückwärts mit dem Rücken an die Container. Ungebremst huschte er an mir vorbei und hat vermutlich meinen entsetzten Ruf "Das ist kein Fahrradweg!" gar nicht gehört, den er trug sichtbar einen großen weißen Knopf im Ohr.
Statt aber nun die dortige Unterführung zu nehmen, fuhr er oberirdisch weiter und bog auf dem Fußweg links in die Gartenstraße Richtung Innenstadt - also auch noch auf der falschen Seite. Kein Nummernschild, kein Helm.
"Das ist ein Einzelfall", höre ich die Fahrradlobby kommentieren. Ne, ist es eben nicht. Nicht nur dass ich das in den zurückliegenden Jahren schon des Öfteren so oder ähnlich erlebt habe, sondern auch Freunde und Bekannte berichten davon. Und es wird so bleiben. Denn Polizei und Ordnungsamt vertrauen auf die Freiwilligkeit der Fahrradfahrer (bisher waren es nach meinem Erleben immer nur Männer) und gehen nach meinem Gefühl viel zu lax mit ihnen um.
Das ist der "Wilde Südwesten". Und es sind auch längst keine Drahtesel mehr, sondern Titanrappen, Stahlhengste und Aluminiumpferde, die die Fußgänger und Fußgängerinnen gefährden.