Das Ravensburger "Labyrinth" unter dem "Holzmarkt" und weitere Mysterien ... (Satire & offene 'Fragen')
"Jetza!" Der Groschen (5-Cent-Stück) ist gefallen - auch bei mir. Viele Ravensburger nämlich hatten sich gefragt, warum ihr alter "Holzmarkt" so kostenaufwändig saniert wurde. Wobei es statt mit 1.750.000 Eurotalern auch mit einem Drittel dieser gefüllten Stadt- und Staatssäckel (Zuschüsse) gegangen wäre.
Nämlich aus derer zweierlei Gründen wurde der Platz saniert:
1. Damit für den derzeit abgedrehten Constantin-Film "Das verrückte Labyrinth" auch eine saubere, glattpolierte und mit vernünftigen Bäumen bewachsene Kulisse vorhanden ist. Denn die vorherige schmuddelige Version des Holzmarktes wäre dafür nicht geeignet gewesen.
2. Und der Punkt hängt irgendwie mit Punkt 1 zusammen: Das eigentliche "undurchdringliche und verworrene" Labyrinth befindet sich nämlich unter dem Platz, auf dem sich in früheren Zeiten - zum Verdruss einiger sauberen Stadträte - die "Penner" und "Pinkler" versammelten. Denn dort wurde vor noch gar nicht langer Zeit ein Irrgarten von Kunststoffrohren, Leitungen und elektrischen Installationen, Auffangbecken für Wasser (falls es mal in Ravensburg regnet), mit dem grün gewaschenen Begriff "Schwamm" - und anderen kostenaufwendigen Dingen geschaffen.
Das Ganze war so teuer, dass gerade mal Platz für 8 (acht) Bäume, aber immerhin mindestens genauso viele bestuhlte Tische übrig blieb. Tische, an denen die Leute Kaffee und Longdrinks trinken, Kuchen und Salate essen (die sie ganz bestimmt nicht von zu Hause mitgebracht haben) und den lieben Steuerzahler einen guten Mann sein lassen. Das nämlich ist es, was sich auf dem Holzmarkt abspielt, wenn mal kein Film gedreht wird. Auch eine Art von Mysterium.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Dreh-Crew und die prominenten Schauspieler/innen davon keine Ahnung haben. Und weder sie noch der geniale Spielererfinder (!) können etwas dafür - ihnen, und vor allem dem Letztgenannten, gehört die Ehre.
Doch das Ravensburger Labyrinth ist nicht auf - respektive unter - den/dem Holzmarkt begrenzt. Da wären noch die "Brücke über die Wangener Straße" und der "Park an der Schussen", der "Gespinstmarkt" und die "Musikschule", die Gymnasien und das "Rote Rathaus" und das "Kornhaus". Nicht zu vergessen das "Lederhaus" und die Sanierung der "Marienplatztiefgarage" mit den mysteriösen Asbestfunden, die Causa "Kohlenberg" und die geplante Umwidmung der "Oberschwabenhalle". Vielleicht erfindet ja ein/e Mitarbeiter/in des "Bundes Deutscher Steuerzahler" ein Spiel, das hilft, das Ravensburger "Labyrinth-Netz" zu entwirren. Oder der Blogger tut es ...
