Hitze-Report Aktualisiert 2026 💥 / "Heiß - bis zu +44 Grad C° -, aber bitte ohne ein Eis!" - Was essen, was trinken, wie Medikamente aufbewahren? Alkohol, Pommes, Currywurst, Leberkäswecken, Feuerwerke und Schweinshaxen meiden ...
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Im Jahr 2025 hatten wir in Deutschland zwei Hitzewellen. Ein Jahr später sind es schon derer vier – die aus Frankreich heranrollende bereits mitgerechnet. Die derzeitigen Wald- und Flächenbrände in Spanien, Italien und Frankreich sind keine südeuropäische Exklusivität. Bei den ausgetrockneten Böden in Deutschland kann es ganz schnell auch uns treffen: Ein Funke, eine weggeworfene Kippe, eine heiß gelaufene Landmaschine – "mehr" braucht es dann nicht.
Der September 2026 dürfte sich aufgrund dieser klimatischen Entwicklung mit Werten in Richtung +30 Grad anfühlen. Die europäischen und amerikanischen Langfristmodelle sind sich für den Herbst 2026 ungewöhnlich einig: Über alle drei Herbstmonate hinweg soll es ein bis zwei Grad zu warm werden. Es ergeht der Appell an alle Städte und Gemeinden, Aktionen, welche den Klimawandel noch begünstigen, zu unterlassen.
Hohe und anhaltende Hitze beeinträchtigt sowohl die körperliche Ausdauer als auch die kognitiven Funktionen und kann zu gefährlichen Blutdruckabfällen führen. Ohne effektive Kühlstrategien besteht die Gefahr von Schwindel, Ohnmacht und schlechter Entscheidungsfindung. Flüssigkeitszufuhr – vor allem Wasser und mit Wasser verdünnte Säfte -, kühlende Kleidung und Tempo der Bewegungen werden entscheidend sein, um Leistung und Sicherheit zu erhalten. Vom Joggen zwischen 9 und 19 Uhr ist dringend abzuraten.
Die "Spitze der Hitze" wird zum Monatswechsel Juli/August - also zum kommenden Wochenende und den darauffolgenden Tagen – erwartet. Einzelne Wetter-Modellläufe sagen für diese Zeit Werte in Richtung 39 bis 40 Grad voraus. Das globale Vorhersagemodell des US-Wetterdienstes (GFS) berechnet für Anfang August stellenweise 43 bis 44 Grad in Deutschland. Zuerst im Süden, dann aber auch nach Norden hin.
Zur Wochenmitte (29./30. Juli 2026) strömt feuchtere Luft ins Land, was zunächst zu einer steigender Unwettergefahr führt. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen.
Auf die knochentrockenen Böden prasselt Starkregen wie auf Beton. Das Wasser kann nicht absickern, sondern es läuft unkontrolliert ab. So werden ausgerechnet mitten in der Dürre lokale Sturzfluten und volllaufende Keller drohen, ohne dass die Trockenheit auch nur annähernd beendet wäre.
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Bitte achten Sie darauf, dass Sie sämtliche im Haushalt vorrätige Medikamente kühl lagern (abgesehen von denen, die sowieso bei +2 bis +8 Grad gelagert werden müssen, Insulin etc.), da die Wirkung ab einer Temperatur von +25 Grad nachlassen kann. Wenn Sie frische Medizin von der Apotheke abholen, bitte nicht im aufgeheizten Auto liegen lassen, sondern rasch nach Hause bringen. Es empfiehlt sich, diese Medikamente im Kühlschrank (nicht Tiefkühlfach) zu lagern.
Und wer hätte das gedacht? Ärzte und andere Gesundheitsexperten raten davon ab, in extremen Hitzeperioden Speiseeis zu sich zu nehmen. Bei Speiseeis handelt es sich um ein fettiges Produkt, welches bei hohen Außentemperaturen vom menschlichen Körper schlecht verdaut wird. Eiscreme enthält 20 Prozent Fett. Der Verzehr solcher Lebensmittel belastet das Verdauungs- und Herz-Kreislauf-System sehr. Schließlich muss der Körper die Nahrung nicht nur verdauen, sondern auch im ganzen Körper verteilen. Daher ist es bei heißem Wetter ratsam, weniger Eis zu essen oder ganz darauf zu verzichten.
Trinken Sie mehr Wasser als sonst (2 Liter plus); Bier und Wein werden bei dieser Hitze nicht empfohlen. Dafür lieber mit Wasser verdünnte Säfte, Kräuter-Tees (ohne Zucker) oder Buttermilch. Eiswasser oder extrem gekühlte Getränke sind nicht ratsam. Sie sollten in solchen Zeiten bei Zimmertemperatur zu sich genommen werden. Essen Sie nicht übermäßig und üppig und essen Sie eher leicht verdauliche Lebensmittel und Salate und mehrere kleine Mahlzeiten verteilt über den Tag.
Einige der wichtigsten Mineralien, die der Körper in heißem Wetter benötigt, sind Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium. Kalzium ist ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen, während Magnesium ein wesentlicher Bestandteil vieler Enzyme und Muskeln ist. Kalium und Natrium sind für den Wasserhaushalt des Körpers verantwortlich. Wenn Sie es sich leisten können, dann kaufen Sie sich diese Mineralien in der Apotheke oder in der Gesundheitsabteilung Ihres Supermarktes. Die dort angebotenen günstigen Brausetabletten mit Vitaminen und Mineralien tun es sonst auch.
Minerale sind auch reich an Vitaminen, die eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Auswirkungen der Hitze spielen. Vitamine wie Vitamin A, Vitamin C und Vitamin D helfen bei der Kontrolle des körpereigenen Immunsystems und schützen den Körper vor den schädlichen Auswirkungen der Hitze.
Es empfiehlt sich auch ein Tischventilator. Preis zwischen 18 und 50 Euro. Zusätzlicher Stromverbrauch beträgt circa 15 Euro pro Jahr.
Es lohnt sich tatsächlich, seine Ernährung an heißen Tagen umzustellen. Sowohl Fett als auch Eiweiß führen dazu, dass die Nahrung länger im Magen liegt und dass der Körper mehr Energie braucht, um sie zu verdauen. Das wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit im Alltag aus und die Verdauung schluckt jede Menge an physischer Energie.
Currywurst und Pommes, Schweinshaxen und Leberkäswecken sind Beispiele dafür, wie man es bei heißen Tagen nicht machen sollte: Fettreich und eiweißreich, aber nicht gut verdaulich. Was sich stattdessen anbietet, ist fettarmer Fisch wie Kabeljau, Seelachs oder Zander, wobei letzterer relativ teuer ist. Die liegen weniger schwer im Magen als eine Portion Heilbutt oder Lachs. Wer seinen Seelachs allerdings paniert und anschließend frittiert, hat allerdings nichts gegen die Hitze gewonnen, im Gegenteil.
Pflanzliche Eiweiße, wie zum Beispiel Tofu, machen bei Hitzeperioden keine Probleme. Bei proteinreichen Hülsenfrüchten kann ein hoher Ballaststoffgehalt dazu führen, dass die Verdauung mehr arbeiten muss. Durch Einweichen, Pürieren und eine lange Garzeit lässt sich das aber verbessern.
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30. Jun. 2025