DIE SPD - Ein Schatten ihrer Selbst / Abwärtstrend statt "VORWÄRTS" / Die Gedanken sind frei, solange du sie nicht äußerst ...
Der sogenannte „Genosse-Trend“ zeigte sich in der SPD Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre nicht nur in den Wahlergebnissen, sondern auch in der Mitgliederentwicklung. Vor allem in den Jahren 1969 bis 1974 stieg die Zahl der Parteimitglieder um 40.000. In den 1970er Jahren überstieg die Zahl der Mitglieder die Millionengrenze. Vor allem junge Personen wurden von der Partei angezogen. Im Jahr 1978, als der Mitgliederbestand systematisch ausgewertet wurde, betrug der Anteil der 16- bis 24-jährigen 1/3. Daneben hatte sich durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, aber auch die gestiegene Attraktivität der Partei für Personen aus den Mittelschichten die soziale Zusammensetzung stark verändert.
Im Jahr 1952 lag der Arbeiteranteil noch bei 45 %. Bis 1978 verringerte sich dieser auf 27,4 %. Dagegen stieg der Anteil der Angestellten von 17 % auf 23,4 % und der der Beamten von 5 % auf 9,4 %. Wie es heute (2022 bis 2025) um die soziale Zusammensetzung der SPD aussieht, können Sie hier sehen:

Stand: Oktober 2022 - https://www.bpb.de/themen/parteien/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/140358/die-soziale-zusammensetzung-der-parteimitgliederschaften/
Auch die Mitgliederzahl konnte sich trotz der Wiedervereinigung Deutschlands nicht bei einer Million halten. Ganz im Gegenteil. bis 2021 hatte sich die Mitgliederzahl mehr als halbiert.

Stand 2023🔽 Weiterer Abwärts-Trend

Stand 2024🔽 Weiterer Abwärtstrend
Die jährliche Verlustrate der SPD-Mitgliedschaften beträgt durchschnittlich 2,45 Prozent. Wohin das führen wird, dürfte klar sein.
Wie oft, liebe Leserschaft, haben Sie in den zurückliegenden 20 Jahren schon aus dem Mund von SPD-Politiker/innen gehört (vor allem nach Wahlniederlagen oder bei Wählerschwund), dass die SPD sich völlig neu aufstellen müsse, es eine Zäsur geben müsse und es keine "Denkverbote" gebe? Passiert aber ist nichts. Die Genossen machen weiter wie bisher. Im Bund, im Land, im Kreistag, im Gemeinderat, jedenfalls solange sie dort noch vertreten sind.
Denkverbote gäbe es nicht? Ja, solange man/frau sie für sich behält und nicht kritisch den Granden gegenüber und wider die Genossen-Ideologie laut ausspricht, kann ja jeder denken, was er/sie will. Und wenn sie ausgesprochen werden, dann werden sie anschließend so glatt gebügelt, dass sie nicht wiederzuerkennen sind.
"Die Gedanken sind frei", heißt es in einem alten Freiheitslied, das zwischen 1780 und 1820 in deutschen Landen entstand. Der Vater Sophie Scholls, Robert Scholl, wurde Anfang August 1942 wegen hitlerkritischer Äußerungen inhaftiert. Sophie Scholl stellte sich abends an die Gefängnismauer und spielte ihrem dort einsitzenden Vater auf der Blockflöte die Melodie vor zu diesem Lied vor.
Am 9. September 1948, auf dem Höhepunkt der Berlin-Blockade, hielt Ernst Reuter (SPD) vor über 300.000 Berlinern vor der Ruine des Reichstagsgebäudes seine Rede, in der er an „die Völker der Welt“ appellierte, die Stadt nicht preiszugeben. Nach dieser Rede erklang spontan aus der Menge das Lied Die Gedanken sind frei. 1989 wurde während der friedlichen Revolution in der DDR das Lied von Mitgliedern der Dresdner Staatskapelle auf dem Theaterplatz in Dresden gespielt und von Tausenden Demonstranten mitgesungen.
Das waren Zeiten, in denen es lebensgefährlich war und tödlich sein konnte, seine freien Gedanken nicht für sich zu behalten. Doch wir leben weit jenseits dieser Epochen, wo uns per Grundgesetz freie Meinungsäußerung garantiert wird, übrigens in weit gesteckten Grenzen, solange wir dadurch andere nicht verunglimpfen, mit Hass übersäen und töten (Rufmord). Doch anscheinend ist die jeweilige SPD-Spitze, ob im Berliner Bundeshaus oder in Stadt und Kreis Ravensburg, so empfindlich, dass sie sich bei geäußertem revolutionären Gedankengut gleich beleidigt fühlt und Angst um ihren Posten haben muss.
Doch die REVOLUTION ist not-wendig.
Sozial heißt "das Teilen von dem, was man/frau selbst hat = teilhaben lassen"; sozial heißt nicht, Almosen zu geben.
Sozial bedeutet, eine/einer unter vielen zu sein; sozial bedeutet nicht, über den anderen zu stehen.
Sozial meint, die Mitgliedsbeiträge an die Mitglieder in Form von solidarischer Unterstützung zurückzugeben; sozial meint nicht, von den Beiträgen anderer zu leben und sein Ego zu ernähren.
Wenn diese drei Punkte beherzigt würden, dann gäbe es Hoffnung für die Zukunft der SPD, dann gäbe es Hoffnung für Arbeiter, Arbeitslose, Randgruppen unserer Gesellschaft, Studierende, Schüler, Kinder, Eltern, Senioren, Pflegebedürftige.