CDU/Landtagswahl 2026: Eine ganze Flasche bitteren Wermuts über aufrechte Demokraten (Demonstranten) ausgegossen ...
Ich war nicht dabei und hätte es auch nicht gedurft, selbst wenn ich gewollt hätte, denn ich bin kein Mitglied der Partei, welche jetzt ihre Landtagskandidatin nominiert hat: die jüngste Versammlung der Kreis-CDU. Deshalb bin ich auf das angewiesen, was uns die hiesige Presse, die "Schwäbische Zeitung" darüber berichtet.
Dort - so schreibt die Redakteurin - wurde nämlich darüber entschieden, wer von den drei sich dafür zur Verfügung gestellten Mitgliedern als kommende/r Landtagskandidat oder Landtagskandidatin ins Rennen gehen darf. Eine Frau und zwei Männer hatten sich beworben - und am Ende gewann die Frau Antje Rommelspacher.
Da wie gesagt die Zeitung darüber schon ausführlich berichtet, hätte ich es sein lassen können - wenn da nicht der bittere Wermutstropfen des Mitkandidaten Christoph Sitta wäre. Und eigentlich ist es nicht nur "ein (1) Tropfen", sondern gleich eine ganze Flasche dieses - in diesem Fall - politischen Aperitifs.
In seiner Bewerbungsrede soll Sitta sinngemäß jene [in Ravensburg bis zu 10.000 Menschen] kritisiert haben, die der politischen Überzeugung sind, die deutsche Demokratie sei in Gefahr und das Land müsse vor einem Rechtsruck bewahrt werden bis zu seiner Behauptung, dass die Organisatoren von Demonstrationen gegen rechts [in Ravensburg waren das ein politisches Bündnis respektive Samuel Bosch, der bundesweit bekannte Klimaaktivist] angeblich "so weit links" stehen würden, "dass aus deren Sicht alles rechts ist". (a.a.O.) - Also implizit von Sitta gemeint (aber nicht ausgesprochen): auch die CDU.
Ja, die deutsche Demokratie ist mehr als in Gefahr. Sie ist in großer Gefahr. Aber ursprünglich - also zum Zeitpunkt der großen Demonstrationen im Januar 2024 und am 25. Januar 2025 - "nur" durch die AfD und alle anderen Rechtsnationalen, womit aber die CDU per se nicht gemeint ist. Ich war auf diesen Demos dabei und habe die Spruchbänder gelesen und habe die Reden gehört!
Herr Sitta hat hier scheinbar aber von Markus Söder inspirieren lassen und hat seine eigenen Tassen verbal-pauschal auf die aufrechten Demokraten und auch auf mich geworfen. Im Nachherein - unter der Prämisse einer politischen Zeitreise in die Zukunft - hat er aber teilweise Recht: Denn was sich nur vier bzw. sechs Tage später im Bundestag zwischen Merz & AfD zugetragen hat, war ein "Zurück nach Damals" und ist auch eines Widerstandes wert. Dass aber Samuel Bosch, die Redner und Rednerinnen und auch der Blogger dermaßen linksverblendet seien, dass sie alle anderen - auch die CDU "pauschal" - quasi als Faschisten sehen, dürfte eine böse und falsche "Tatsachenbehauptung" sein. Denn das ist nicht so.