Volksmund: "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein." - Schwabengosch: "Wer oi Gemeinderadssidzung widerrechdlich ausfalla lässchd, wird selbschd ausfalla."
Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Es ist tatsächlich geschehen - oder besser gesagt: nicht geschehen. Die aus meiner Bürgersicht absolut notwendige Gemeinderatssitzung im Januar 2026 (sie hätte am 26.ten stattfinden müssen) fiel ersatzlos aus. In meinem ausführlichen und stundenlang recherchierten Blog-Artikel
hatte ich noch versucht sowohl den Oberbürgermeister, den Gemeinderat (GR) und das Regierungspräsidium (RP) Tübingen als kommunale Aufsichtsbehörde mit guten und auch juristischen Argumenten dazu zu bewegen und zu überzeugen, die zu diesem Zeitpunkt nicht angesetzte GR-Sitzung für Januar 2026 doch noch stattfinden zu lassen. Ich hatte auch dargelegt, dass kein Grund vorliegt, den Ravensburger GR nicht zusammenzurufen respektive online tagen zu lassen.
Weder von der Stadtverwaltung noch vom GR noch vom RP eine Reaktion. Und nun die zementfeste Bestätigung, dass die rechtlich vorgeschriebene Zusammenkunft der von uns Bürgern gewählten Räte und Rätinnen de facto und de jure an diesem Tag "zu Hause" geblieben sind und es auch keine "nicht-öffentliche" oder "geheime" Ersatz-Sitzung gab.
Und das von dem sich wieder wählenden Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp inszeniert - ein Narrensprung ohne Narren, die entweder nicht in der Lage oder nicht gewillt waren, eine 1/3-Mehrheit zur Erzwingung einer Gemeinderatssitzung zusammenzubringen. Und am Straßenrand dieser "One-Man-Show" steht die Ravensburger Bevölkerung und schweigt mit vorauseilendem Gehorsam. Erste Anzeichen einer herannahenden Diktatur im demokratischen Pelz der vorgetäuschten Harmonie.
Dass die Gemeinderatssitzung gerade im Januar – 15 Tage vor Ende der Bewerbungsfrist zur OB-Kandidatur – oberwichtig gewesen wäre, habe ich im oben angeführten Blog-Artikel dargelegt.
Doch wie sagt es schon der Volksmund - und in diesem Fall "heruntergebrochen" auf den die oberschwäbische Aktualität:
"Wer oi Gemeinderadssidzung widerrechdlich ausfalla lässchd, wird selbschd ausfalla."Das volksmundische Sprichwort „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ ist bereits seit dem Mittelalter im deutschen Sprachgebrauch fest verankert und findet sich auch in ähnlicher Form in anderen Sprachen. Es stammt ursprünglich aus der Bibel, genauer aus dem Buch der Sprüche (Sprüche 26:27), wo es heißt: „Wer eine Grube gräbt, wird selbst hineinfallen.“ Diese bildhafte Darstellung einer Falle (im Griechischen: skandalon, siehe Skandal) soll verdeutlichen, dass schlechte Absichten oft auf den Urheber zurückfallen können.
Hinsichtlich dessen muss sich jeder (!)/jede(!) von uns prüfen, ob er/sie mit dem, was er/sie sagt, tut, schreibt, veranlasst oder unterlässt anderen zu seinem eigenen Vorteil schaden will, oder ob es sich dabei um transparente ehrlich die anderen aufklärende gemeinte verbale oder nonverbale Äußerungen handelt.
Die Gedanken sind frei - nicht aber das Wort und das Schweigen, wo Reden NOT-wendig gewesen wäre.