OFFENER BRIEF AN OB Dr. RAPP UND UMWELTBÜRGERMEISTER BASTIN: Sparen bei "Grünpflege" aber großes "Schussenpark-Frühlings-Fest"
26. Mai, 2026 um 12:41 Uhr,
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Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Nachrichtlich: Erster Bürgermeister, Pressestelle Stadt, Kommunale Aufsichtsbehörde (RP), Rechtsanwälte (Bcc), Gemeinderäte, Biergarten Gleis 9, Presse, Umwelt, Bürger/innen (Bcc), "Schussental-Medial"
Stefan Weinert
Ravensburg, den 26. Mai 2026
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Rapp, sehr geehrter Herr Bürgermeister Bastin,
mit wachsender Irritation verfolge ich die aktuellen Sparmaßnahmen der Stadt Ravensburg im Bereich Umwelt- und Naturpflege. Laut veröffentlichter Liste sollen jährlich 190.000 Euro eingespart werden – ausgerechnet dort, wo Pflege, Biodiversität und städtische Lebensqualität unmittelbar zusammenhängen. Der "Schussenpark" wird bei diesen Maßnahmen ausgespart, obwohl es sich auch hier um ein Umweltprojekt handelt. Ganz im Gegenteil, Sie veranstalten gleichzeitig zur Bekanntgabe der Sparmaßnahmen ein dreitägiges Frühlingsfest im Schussenpark, dessen Anlass – die Eröffnung eines Biergartens – nach meiner Lesart in erster Linie der Bewerbung einer Gastronomie dient.
Auf der offiziellen Website der Stadt Ravensburg heißt es: Der neue Biergarten am Gleis 9, betrieben von Ulf Braig, ergänzt ab dem 29. Mai das Angebot im Park. Besucherinnen und Besucher können bei ihrem Aufenthalt künftig auch leckere Speisen und ein kühles Bier oder andere Erfrischungen genießen.
Diese Kombination "Sparmaßnahmen/Frühlingsfest" wirft grundlegende Fragen auf.
a) Wie teuer wird dieses Fest?
Die Schwäbische Zeitung berichtet über ein dreitägiges Programm mit:
Kapelle „Wirtshausblech“
DJ-Abend
Kinderflohmarkt
Auftritt des Fanfarenzugs Rauenspurg
Frühschoppen mit Musikverein
ganztägigem Flohmarkt
Ein solches Programm verursacht erfahrungsgemäß Kosten für:
Ich bitte Sie daher um transparente Offenlegung,
Es ist nicht vermittelbar, dass die Stadt an Grünpflege spart, während gleichzeitig ein mehrtägiges Fest finanziert wird, dessen Anlass nicht nur im öffentlichen Interesse, sondern im privatwirtschaftlichen Bereich liegt.
b) Mein Protest
1. Gegen die Sparmaßnahmen im Bereich Umwelt- und Naturpflege
Die Einsparung von 190.000 Euro bedeutet konkret:
weniger Pflege von Grünflächen
weniger Biodiversität
weniger Lebensqualität
langfristig höhere Folgekosten
Gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies ein fatales Signal.
2. Gegen das Frühlingsfest als städtisch unterstützte Veranstaltung
Ein Fest zur Eröffnung eines privat betriebenen Biergartens ist kein kommunaler Pflichtauftrag. Es ist ein freiwilliges Event, das – wenn überhaupt – privatwirtschaftlich getragen werden müsste.
3. Gegen das völlige Fehlen des Schussenparks in der Einsparliste
Der Schussenpark ist ein städtisches Großprojekt mit laufenden Kosten für:
Dass diese Posten in Ihrer Sparliste nicht einmal erwähnt werden, während an anderer Stelle massiv gekürzt wird, ist erklärungsbedürftig. Es entsteht der Eindruck, dass politisch gewünschte Prestigeprojekte geschont werden, während die Grundpflege der Stadt leidet.
Fazit
Ich fordere Sie auf,
Ravensburg braucht Transparenz, Prioritätssetzung und Ehrlichkeit – keine kosmetischen Feste, während an der Substanz gespart wird. Ich erbitte die Stabstelle des OB und das Büro für Kommunikation um eine zeitnahe Eingangsbestätigung dieser Mail. Danke.
Mit freundlichen Grüßen.
Diese Kombination "Sparmaßnahmen/Frühlingsfest" wirft grundlegende Fragen auf.
a) Wie teuer wird dieses Fest?
Die Schwäbische Zeitung berichtet über ein dreitägiges Programm mit:
Kapelle „Wirtshausblech“
DJ-Abend
Kinderflohmarkt
Auftritt des Fanfarenzugs Rauenspurg
Frühschoppen mit Musikverein
ganztägigem Flohmarkt
Ein solches Programm verursacht erfahrungsgemäß Kosten für:
- Technik, Bühne, Beschallung
- Gagen und Aufwandsentschädigungen
- Sicherheit, Reinigung, Logistik
- Personal
- Werbung und Organisation
Ich bitte Sie daher um transparente Offenlegung,
- wie hoch die Gesamtkosten dieses Festes sind,
- welcher Anteil davon aus städtischen Mitteln finanziert wird,
- ob Sponsoring oder gastronomische Beteiligungen die Kosten decken – und wenn ja, in welchem Umfang.
Es ist nicht vermittelbar, dass die Stadt an Grünpflege spart, während gleichzeitig ein mehrtägiges Fest finanziert wird, dessen Anlass nicht nur im öffentlichen Interesse, sondern im privatwirtschaftlichen Bereich liegt.
b) Mein Protest
1. Gegen die Sparmaßnahmen im Bereich Umwelt- und Naturpflege
Die Einsparung von 190.000 Euro bedeutet konkret:
weniger Pflege von Grünflächen
weniger Biodiversität
weniger Lebensqualität
langfristig höhere Folgekosten
Gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies ein fatales Signal.
2. Gegen das Frühlingsfest als städtisch unterstützte Veranstaltung
Ein Fest zur Eröffnung eines privat betriebenen Biergartens ist kein kommunaler Pflichtauftrag. Es ist ein freiwilliges Event, das – wenn überhaupt – privatwirtschaftlich getragen werden müsste.
3. Gegen das völlige Fehlen des Schussenparks in der Einsparliste
Der Schussenpark ist ein städtisches Großprojekt mit laufenden Kosten für:
- Pflege
- Reinigung
- Sicherheit
- Infrastruktur
Dass diese Posten in Ihrer Sparliste nicht einmal erwähnt werden, während an anderer Stelle massiv gekürzt wird, ist erklärungsbedürftig. Es entsteht der Eindruck, dass politisch gewünschte Prestigeprojekte geschont werden, während die Grundpflege der Stadt leidet.
Fazit
Ich fordere Sie auf,
- die vollständigen Kosten des Frühlingsfestes offenzulegen,
- die Sparmaßnahmen im Bereich Umwelt- und Naturpflege zu überdenken,
- die fehlende Berücksichtigung des Schussenparks in der Einsparliste zu erklären.
Ravensburg braucht Transparenz, Prioritätssetzung und Ehrlichkeit – keine kosmetischen Feste, während an der Substanz gespart wird. Ich erbitte die Stabstelle des OB und das Büro für Kommunikation um eine zeitnahe Eingangsbestätigung dieser Mail. Danke.
Mit freundlichen Grüßen.
Stefan Weinert Ravensburg