Der "letzte Schritt" vom Biergarten in den SCHUSSENPARK --- und der "Eschersteg" verrottet ~verrottet ~verrottet!! (wie geplant?) ...
Liebe Mitbürger/innen,
nun wissen wir es ganz genau und das Rätselraten hat ein Ende gefunden. Er wird nicht wieder reaktiviert. Er wird nicht restauriert. Er wird nicht saniert. Er wird nicht wieder aufgebaut. Er wird nicht - wie versprochen - in den Ravensburger "Schussenpark" integriert. Er wird verrotten.
Die Rede ist vom Industriedenkmal ESCHERSTEG.
Auf der offiziellen Website der Ravensburger Stadtverwaltung steht in diesen Tagen geschrieben und wird im Rahmen dessen auch OB Dr. Rapp zitiert:
>>> Der neue Biergarten am Gleis 9, betrieben von Ulf Braig (Blogger: ein privatwirtschaftliches Unternehmen) ergänzt ab dem 29. Mai das Angebot im Park. Besucherinnen und Besucher können bei ihrem Aufenthalt künftig auch leckere Speisen und ein kühles Bier oder andere Erfrischungen genießen. Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp betont die Bedeutung dieses abschließenden Schrittes: „Mit der Fertigstellung des Schussenparks (markiert vom Blogger) ist ein lebendiger Ort für unsere Stadt entstanden, der von Klein und Groß gleichermaßen genutzt werden kann. Ich freue mich sehr, dass wir nun auch einen Biergarten haben, der den Aufenthalt im Park noch attraktiver macht.“ <<<
Die "Schwäbische Zeitung" schreibt in ihrem Regionalteil dazu:
>>>Höhepunkt der Veranstaltung ist die Eröffnung des neuen Biergartens Schussengarten. Mit diesem letzten Schritt (markiert vom Blogger) ist die Umgestaltung des Schussenparks abgeschlossen ... <<<
Was haben Menschen im Rausch der Begeisterung verbal schon alles von sich gegeben. Vor allem im Rausch der Selbstbeweihräucherung und vergessen dabei alles, was einst versprochen wurde. Traurig nur dabei ist, dass es niemanden als anstößig vorkommt. Von der hiesigen Zeitung hätte ich erwartet, dass sie nicht vom "letzten Schritt" spricht, sondern ihre Leserschaft darauf aufmerksam macht, dass noch ein quasi von der Ravensburger Stadtverwaltung versprochener Schritt fehlt. Nach dem Motto: "Da war doch noch was!"
Das Regierungspräsidium Tübingen (RPT) hatte die Stadt Ravensburg verpflichtet, den "Eschersteg" wieder aufzubauen - und sei es in einer verkürzten Version als Intergreat in den "Schussenpark. Diese Idee hatte die Stadt Ravensburg zuvor dem RPT unterbreitet und dieses hatte dem zugestimmt. Darauf jubilierte der Ravensburger Baubürgermeister wie folgt: "Es freut mich sehr, dass zum allerersten Mal eine realistische Lösung für den Eschersteg möglich scheint.“ (SZ vom 14.10.2021).
Und ein (1) Jahr später heißt es auf der offiziellen Website der Stadt Ravensburg: "Auch ein Café könnte es geben. In den Park wird auch der verkürzte Eschersteg integriert." (Quelle)
Und richtig: Das Versprechen mit dem "Café" wurde quasi eingehalten. Doch der Eschersteg verrottet weiter in einer Scheune bei Bettenweiler (Horgenzell).
Oder kommt da noch was? Denn anscheinend lässt es den Baubürgermeister Dirk Bastin nicht los - dass mit dem "Escherle". Am 15. Januar diesen Jahres (also vor 4 1/2 Monaten) war überraschend (?) in der "Schwäbischen" zu lesen: "Künftig könnte der Steg eine direkte Verbindung vom Busbahnhof über die Gleise in den Schussenpark schaffen." Nein, das war keine Idee eines oder einer Redakteur/in, sondern die des Herrn Bastin.
Wie auch immer. Schussenpark und Eschersteg sind in beiden Fällen unzertrennlich verbunden. Also rein theoretisch.
a) Integriert in verkürzter Version innerhalb des Schussenpark, oder
b) Als Zugang vom Bahnhof (über die Gleise?) hinein in den Schussenpark
Die Lösung a) ist offensichtlich vom Tisch/vom Park - siehe oben! Die Lösung b) wird es nach den Erfahrungen der zurückliegenden Dekade auch nicht geben.
Was sagt eigentlich das "Altstadtforum" dazu? Und vor allem: Was sagt der "Eschersteg Verein e.V." dazu? Und ganz vor allem: Wie rechtfertigen die Damen und Herren des Gemeinderates und der Stadtverwaltung diese unterbliebenen "letzten Schritte" zur Fertigstellung des Schussenparks?
Gerade an diesem Wochenende findet das Jubel-Trubel-Spring-Festival im und für den Schussenpark statt. In einem Korridor - eingepfercht zwischen Bahnhof und dem Fluss - mit ökologischen Attraktionen und vor allem mit Biergarten und ohne Eschersteg. Das hätte niemals passieren dürfen.