Rave: Feierliche Einweihung des Marktes an der 'Bauhütte' - oder: Infoveranstaltung zu den "Risiken des ehemaligen Holzmarktes" ..?
Am 27. Juni 2026 ist mal wieder der SIEBENSHLÄFER-TAG. Dieses Datum hat zum einen eine religiöse, aber auch eine meteorologische Bedeutung. Denn - so sagt es der Volksmund und die Bauernregel: So wie das Wetter am "Siebenschläfer" ist, wird es auch in den kommenden Wochen sein (Singularität). Für Süddeutschland (Ravensburg) trifft das statistisch für die ersten beiden Juliwochen mit bis zu 70 Prozent zu. Im Zeitraum zwischen 1991 und 2020 hat sich die Wahrscheinlichkeit auf bis zu 73 Prozent erhöht.
Nun hat für die in Süddeutschland gelegene Stadt Ravensburg der 27. Juni 2026 neben der religiösen (sieben Christen wurden eingemauert und nach 195 Jahren wiedererweckt) und meteorologischen (siehe oben) Bedeutung noch eine weitere, eine Klimabedeutung. Das jedenfalls wird von offizieller Seite behauptet. Denn morgen in einer Woche wird der alte, ehrwürdige 'Holzmarkt' als SCHWAMMMARKT - wie ich ihn nun nenne - feierlich vom Oberbürgermeister eingeweiht. Lesen Sie dazu bitte den entsprechenden SZ-Artikel und den auf meinem Blog.
- Bitte lesen Sie dazu auch:
- Holzmarkt Ravensburg: Die grüne Lösung wäre um 2/3 günstiger geworden, als Sponge vor der Bauhütte ...
19. Jun. 2026
Integriert und als Höhepunkt bezeichnet, ist diese Einweihung in das Fest der Musikschule, die in der teuer sanierten "Bauhütte" am MMM steht. Die Sanierung des alten Holzmarktes zum ersten Mosaikstein einer wo möglichen "Schwammstadt" hat den Steuerzahler laut offiziellen Angaben 1.750.000 Euro gekostet. Am 30. Mai 2025 waren es noch 500.000 Euro. Also final sind es 3,5-Mal so viel ...
Wer sich die Mühe gemacht hat, nicht nur den o.g. SZ-Artikel, sondern auch den "hervorragenden" Beitrag auf dem angegebenen Blog gelesen zu haben, muss sich fragen, ob nicht eher eine "Infoveranstaltung zu den Risiken des ehemaligen Holzmarktes" angemessener wäre?!
Natürlich wird das nicht geschehen. Es wird gefeiert. Denn irgendwie müssen ja die 1,75 Millionen Euro gerechtfertigt werden. Gerechtfertigt für ein Areal mit einem Pseudohain, in dessen Untergrund gefühlt mehr Elektronik, Rohre und Beton schlummern, als gesunde und natürliche Muttererde.
Und wo ist eigentlich der Wasserspender? Auf der Website der Stadt heißt es: "Der historische Brunnentrog wird saniert und mit einem spielerischen Wasserelement ergänzt." - Also ich sehe da nichts.
Meine Meinung: Das Fest der Musikschule sollte nicht instrumentalisiert werden, um verschleudertes Steuergeld zu feiern!
