RECHTS IST DA, WO DER DAUMEN UNTEN IST - Medienpufferzone gegen "gesichert Rechtsextreme" gefordert, doch ÖRR und örtliche Zeitung tun das Gegenteil ...

Im September 2024 hatte der Blogger die Petition „MEDIEN-PUFFERZONE gegen Rechts“ – ein demokratischer Appell, rechtsextremen Akteuren keine Bühne zu bieten – gestartet. Heute, am letzten Tag des Juli 2026, ist klar: Die damalige Warnung war nicht übertrieben, sondern vorausschauend.
Denn die Normalisierung der AfD geschieht nicht nur durch lokale Medien wie die Schwäbische Zeitung, sondern auch durch die großen öffentlich-rechtlichen Talk-Formate von ARD und ZDF. Beide Ebenen – lokal und bundesweit – verstärken sich gegenseitig.
Die hiesige "Schwäbische Zeitung" berichtet seit Monaten auffällig häufig und auffällig bildstark über die Kreis-AfD. Die Gesichter der AfD-Kreisvertreter sind inzwischen so vertraut wie die von:
Rolf Engler (CDU)
August Schuler (CDU)
Rudolf Bindig (SPD)
Nur mit einem Unterschied: Diese drei demokratischen Politiker werden vom Redakteur dieses Blogs nicht diffamiert. Die AfD hingegen wird durch ständige Präsenz in der SZ und den ÖRR normalisiert.
Die SZ zeigt die AfD-Akteure oft mit großformatigen Porträtfotos, selbst wenn es um parteischädigendes Verhalten, Hitler-Briefmarken, rassistische Beleidigungen oder islamfeindliche Memes geht. Das ist journalistisch zulässig – aber medienethisch fatal.
Sichtbarkeit schafft Legitimität. Legitimität schafft Normalität. Normalität schafft Akzeptanz.
Genau deshalb bleibt die Petition hochaktuell.
Das Schaulaufen im AbendprogrammWas lokal beginnt, wird im bundesweiten Fernsehen fortgesetzt. Die öffentlich-rechtlichen Talkshows haben sich in den letzten zwei Jahren zu einem regelmäßigen Laufsteg für AfD-Vertreter entwickelt.
Nicht aus böser Absicht. Sondern aus einem journalistischen Reflex, der längst überholt ist:
„Wir müssen alle demokratisch gewählten Parteien einladen.“
Doch dieser Satz ist 2026 nicht mehr haltbar. Denn die AfD ist vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Sie ist keine normale Partei. Sie ist kein demokratischer Gesprächspartner. Sie ist ein Risiko.
Trotzdem sitzen ihre Vertreter in den Talkshows:
im Scheinwerferlicht,
mit professionellem Styling,
mit vorbereiteten Talking Points,
mit maximaler Reichweite.
Die AfD nutzt diese Bühne strategisch – und erfolgreich. Die Talkshows hingegen unterschätzen die Wirkung ihrer eigenen Formate.
Die Kombination aus:
lokaler Dauerpräsenz (SZ)
bundesweiter Primetime-Bühne (ARD/ZDF)
führt zu einer Normalisierung, die politikwissenschaftlich gut dokumentiert ist:
Wer ständig sichtbar ist, gilt als relevant. Wer relevant erscheint, wird als Option wahrgenommen.
So entsteht Normalität – nicht durch Argumente, sondern durch Routine.
Die Medien-Pufferzone: Ein demokratischer Schutzmechanismus
Die Petition fordert keine Zensur und keine Einschränkung der Pressefreiheit. Sie fordert eine freiwillige Selbstverpflichtung:
Keine Porträtfotos rechtsextremer Akteure.
Keine Talkshow-Auftritte als Bühne.
Keine Normalisierung durch Routineberichterstattung.
Nur Kontext – niemals Plattform.
So wie es die belgische Region Wallonien bereits praktiziert.
Das ist nicht radikal. Das ist verantwortlich.
Warum Oberschwaben besonders gefährdet istUnsere Region ist:
konservativ geprägt,
politisch stabil,
gesellschaftlich moderat.
Gerade hier wirkt Normalisierung besonders stark. Wenn die SZ die AfD-Gesichter immer wieder zeigt, entsteht der Eindruck:
„Die gehören halt dazu.“ „Die sind Teil des politischen Alltags.“ „Die sind eine normale Option.“
Aber sie sind keine normale Option. Sie sind rechtsextrem – amtlich bestätigt.
Die Medien müssen sich entscheiden – und wir auchDie Schwäbische Zeitung muss sich entscheiden: Will sie weiterhin durch Bebilderung die AfD normalisieren?
ARD und ZDF müssen sich entscheiden: Wollen sie weiterhin Talkshow-Bühnen bieten, die die AfD strategisch nutzt?
Und wir Bürgerinnen und Bürger müssen uns entscheiden: Wollen wir das hinnehmen – oder handeln?
Die Petition bleibt aktiv. Sie bleibt notwendig. Sie bleibt ein demokratischer Appell aus Ravensburg:
Medien-Pufferzone jetzt. Für die Demokratie. Für die Region. Für die Zukunft --- gegen den Rechtsnationalismus.