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von Stefan Weinert (c)
Das Bewusstsein der Endlichkeit ist – kirchlich (!) verstanden – das Wissen um die größere Bedeutung des jenseitigen Lebens. Die Orientierung am Genuss, die im carpe diem liegt, birgt also aus kirchlicher Sicht die Gefahr, dieses jenseitige Leben zu verspielen. Wenn man/frau aber beim Lesen biblischer Texte genau hinschaut (hier vor allem die vier Evangelien) ist zu erkennen, dass der historische Jesus das "sowohl - als auch" betont.
Andererseits aber sagt jener selbige Jesus später auch: "Glücklich (makarios) jene, die um der Gerechtigkeit Willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel." (Matthäus, Kapitel 5 ab Vers 1)
- "Frage nicht (denn eine Antwort ist unmöglich), welches Ende die Götter mir, welches sie dir,
- Leukonoe, zugedacht haben, und versuche dich nicht an den babylonischen [Wahrsagerinnen mit ihren] Berechnungen!
- Wie viel besser ist es doch, was immer kommen wird, zu ertragen!
- Ganz gleich, ob Jupiter dir noch weitere Winter zugeteilt hat oder ob dieser jetzt,
- der gerade das Tyrrhenische Meer an widrige Klippen branden lässt, dein letzter ist,
- sei nicht dumm, filtere den Wein und verzichte auf jede weiter reichende Hoffnung!
- Noch während wir hier reden, ist uns bereits die missgünstige Zeit entflohen:
- Genieße den Tag (carpe diem), und vertraue möglichst wenig auf den folgenden!" - Carmen I,11
C A R P E D I E M !!
Dazu kommen die Tatsachen, dass das Leben eines Menschen End-lich ist: 70, 80, 90, in seltenen Fällen 100 Jahre und oft leider schon viel früher durch Krankheit oder gewaltsam beendet. Und zum anderen lebt der homo sapiens in einer Galaxie, die wir Milchstraße nennen und die nur eine von vielen Milliarden Galaxien [rund 250 Milliarden] im Universum ist. Allein in "unser" Galaxie existieren mehrere hundert Milliarden von Sternen. Unsere Sonne und ihr System gehören auch dazu. Jeder dieser Sterne ist ebenfalls eine Sonne, die wiederum Planeten um sich kreisen lässt, von denen manche - wie der blaue Planet auf dem wir leben - einen oder meist mehrere Monde hat.
Unsere Sonne zieht im kleinen Orion-Arm ihre Bahn, etwa 27.000 Lichtjahre vom Zentrum der Galaxie entfernt. Erinnern wir uns. Das Licht legt in einer (1) Sekunde 300.000 Kilometer zurück. Die Entfernung zwischen Helios (Sonne) und Terra (Erde) beträgt acht Lichtminuten. (Erde -> Mond = 1,2 Lichtsekunden)
Mittlerweile sind sogar Sonnen bekannt, die dem schwarzen Loch im Herzen der Milchstraße noch ein wenig näher sind. Doch sie riskieren auf absehbare Zeit (was ist schon "Zeit" angesichts der Unendlichkeit?) nicht, vom Galaktischen Kern verschluckt zu werden. Dafür müssten sie sich ihm auf die Entfernung von etwa 16 Lichtminuten (doppelte Entfernung Sonne-Erde) nähern. Und darauf deutet derzeit nichts hin, die Bahnen gelten als stabil.
Aber schwarze Löcher haben eine solch enorme Anziehungskraft, dass sogar das Licht von ihnen festgehalten wird und nicht aus ihnen entweichen kann. - Und da sind dann noch die Kometen (griech. kómä = Haupthaar, Mähne) die durch die Weiten ihrer Galaxie ihre Bahnen ziehen und - kommen sie einer der Sonnen zu nahe - einen sichtbaren "Schweif" hinter sich her ziehen. Ihre Bahnen sind so groß, dass der Menschen ein und denselben "Allschweifer" - wenn überhaupt - nur einmal im Leben zu sehen bekommt.
Alles ist in Bewegung: Nichts ist heute so, wie es gestern war - und auch morgen wird es eine neue, noch nie dagewesene Situation geben. Die gegenseitigen Einflüsse, die guten und die schlechten, das Kreisen umeinander und um sich selbst, die Expansion und die Gefahren aus den Weiten - all das finden wir in der menschlichen Gesellschaft wieder. Sicher scheint nur der Moment - und Zeit war schon vor Einstein immer nur relativ. Wer mit dem Licht reisen kann - so aber Einsteins Theorie - für den bleibt die Zeit stehen, für den gibt es nur die "Ewigkeit". Doch das bleibt für uns Menschen zeitlebens (!) nur ein Traum.
Im Thomasevangelium, das es tatsächlich gibt, aber das es nie in die offizielle Bibel geschafft hat und nicht schaffen durfte ..., heißt es an einer Stelle: "Yeshua (Jesus) sagte: 'Elend ist der Körper, der von einem anderen Körper abhängt. Und elend ist die Seele, die von beiden abhängt [Von ihrem eigenen und dem Körper eines anderen].' ".
- Luna kann nur leuchten, man kann auch sagen "glänzen", und für das menschliche Auge sichtbar in Er-SCHEIN-ung treten, wenn er (der Mond) sich im Lichte der Sonne befindet und sich in ihm/in ihr wider-spiegeln kann. Ansonsten ist er schwarz - und obwohl präsent - doch unsichtbar, oder "Weiß wie eine Wolke" und kaum wahrnehmbar - am Himmel zu sehen. Er benötigt also zusätzlich auch noch die "Dunkelheit" um sich herum, um glänzen zu können.
Solche Zeitgenossen in unserer Gesellschaft gibt es viele. Sich "sonnen in der Sonne" und dafür sorgen, dass Konkurrenten ausgeschaltet (!!) und klein gehalten werden. Und wenn wir ehrlich sind, steckt ein solches "Glänzen im Neonglanz anderer" in jedem von uns - mehr oder weniger. Und dass der Mond nicht in den Weiten des Universums verschwindet, hat er auch jemand anderem zu verdanken - und keinesfalls sich selbst.
- Doch dem "blauen Planeten" geht es da nicht viel besser. Ohne die Sonne ("Helios" war der Sonnengott der alten Griechen; bei den alten Ägyptern war es "Ra"), ohne ihr Licht und ihre Wärme, ohne den notwendigen Abstand von ihr, wäre sie "tot" wie der Mond und der Mars. Einzig die Sonne ist es (zumindest in unserem System), die unabhängig von anderen ist, weshalb sie in der Antike eben auch als Gott galt. Sie hat Licht und Wärme von Innen und aus sich selbst. Sie ist Quelle des Lebens nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für andere.
Zwar ist der homo sapiens auch ein Wanderer, "jemand der umherschweift", - wenn auch nicht mehr physisch und in dem Maße wie einst die Jäger und Sammler 10.000 BC, so doch immer noch psychisch -, aber jeder von ihm ist aus Fleisch und Blut und hat Leben IN sich. Das heißt: Jeder von uns kann oder zumindest könnte eine Sonne für sich und den anderen sein. Ein Mensch, (hebr. = adam; dam = Blut; adama = Ackerboden) hat nicht nur Energie für sich selbst, sondern auch für seinen Nächsten, seinen Mitmenschen, für solche, die aufgrund ihrer Vita nur noch ein "glimmender Docht" sind. Jedenfalls potentiell. Es kommt nur darauf an, ob er/sie bereit ist, diese Energie auch abzugeben, oder ob er/sie äußerlich kalt bleibt und und die Kraft für sich behält mit der Folge, dass sie ihn letztlich innerlich verbrennen wird.
- Doch selbst der/die, ein so erlöschendes Licht ist, oder schon kalt wie der Mond ist sollte wissen, dass er/sie dennoch Einfluss auf die, die in "voller Blüte Stehenden" um sich herum hat und haben kann. Denn ohne Luna gibt es auf der Erde und ihren gewaltigen Meeren keine "Ebbe und keine Flut". Ohne den Mond, keine Stabilität der "Erde" in ihrer Umlaufbahn um die Sonne.
Und Apropos "Träume": ohne Luna am Nachthimmle keine "Träume der Verliebten", in denen die Zeit scheint stehen zu bleiben. Das sollten weder diese vielen "Monde" unter uns und vor allem die (noch) gesunden und vitalen "Erden" nicht vergessen.
- Und da gibt es dann auch noch die so genannten "schwarzen Löcher" inmitten unserer Gesellschaft. Alles muss sich um sie drehen. Was ihnen zu nahe kommt, verschlingen sie auf "nimmer wiedersehen." Sie besitzen mehr Energie, als alle anderen zusammen. Sie scheinen (?) losgelöst von Zeit und Raum. Sie existieren tatsächlich in einer völlig anderen Dimension. Ihre Macht und ihr Reichtum sind dermaßen stark, dermaßen "energetisch energiegeladen aufgeladen", dass sie nicht mehr in der Lage sind, davon auch nur ein Partikel abzugeben. Sie halten sich für "das Licht der Welt" - und doch ist es in ihnen "stockdunkel". Wir alle kennen diese Menschen um uns herum, denen wir manchmal leider ausgeliefert scheinen, oder uns ihnen freiwillig ausliefern.
- Nicht zu vergessen - die Kometen. Jene, die unser System verlassen und in den Weiten verschwinden, und doch irgendwann für eine gewisse Zeit wieder in unser Sichtfeld zurückkehren, um dann nach kurzer Zeit für weitere hundert Jahre oder mehr in die "Unendlichkeit" zurückzukehren. Als der Halleysche Komet (einer der hellsten Kometen) im Jahre 1911 am europäischen Nachthimmel erschien, sahen die damaligen Zeitgenossen in ihm eine Art "Menetekel" - ein Warnzeichen bezüglich eines zukünftigen großen Weltgeschehens. Drei Jahre später brach tatsächlich der 1. Weltkrieg aus, in dessen Kontext auch der Weltkrieg II. gesehen werden muss. 75 Jahre nach 1911 - im Jahre 1986 - erschien "Halley" wieder am europäischen Nachthimmel. Doch der westliche Mensch war inzwischen weit aufgeklärter als zu Kaisers Zeiten. Ich war damals 34 Jahre alt, habe den Kometen beobachtet, kann mich aber nicht daran erinnern, dass dieser Komet 1986 als ein "Menetekel" für die Welt verstanden wurde. Doch merkwürdig oder auch nicht - just drei Jahre später fiel die für die Ewigkeit gebaute Mauer, die Deutschland und Berlin getrennt hatte. Wenn das kein Weltereignis war ..!
Ob das Zufälle waren und sind, lasse ich mal dahingestellt sein. Aber "Kometen" in der Menschheitsgeschichte, ob in unseren Breitengraden, oder in Asien, Vorderasien, Afrika, Amerika ..., gab es immer wieder und wird es auch weiterhin geben. Aber sie tauchen eben sehr selten auf und sind auch selten. Ich denke dabei an die bekannten "Kometen", wie Siddhartha Gautama, den Buddha, der 500 Jahre vor Jesus von Nazareth lebte; ich denke dabei an diesen Jeshua (Jesus) selbst, über dessen Geburtsstall ein "Komet" erschien, ich denke an Franz von Assisi, an Ibn Sina, an Mahatma Gandhi, an Martin Luther King, an Nelson Mandela, an Mutter Theresa. Aber auch an jene, nicht so bekannten und sogar unbekannten "Kometen" der Zeitgeschichte und in unserer eigenen Vita. Ob Jude, Christ, Muslim, Buddhist oder Atheist - jeder kann es sein.
Leider gibt und gab es aber auch die "Kometen des Unheils" am Nachthimmel der Menschheit. Ich werde sie hier nicht nennen ...
In den vergangenen vier Wochen haben viele von uns an ihrem Adventkranz Lichter entzündet; erst eines, dann zwei ... Diese Tradition des "jeden Sonntag eine Kerze mehr" soll ein Hinweis auf Jenen sein, der am Ende als wahres "Licht der Welt" in einem Futtertrog in einer kalten Höhle geboren wurde, der im Laufe seines Lebens seine Energie nicht für sich behalten, sondern anderen durch sie das Leben ermöglicht hat. Und zwar nicht irgendwie metaphorisch mit (womöglich auch noch blondem) lockigen Haar, sondern ganz praktisch im wahren Leben, mit letztlich blutigem Schopf unter einer Dornenkrone.
Und ob nun bekennender Christ, "Kirchenchrist", Mitglied einer anderen Religionsgemeinschaft (wer z. B. den Koran wirklich liest wird feststellen, dass Mohammed seine Gläubigen immer wieder auffordert, dem Beispiel JESU zu folgen) oder "nur" Humanist: Es ist unsere Aufgabe diese geschundene Welt jeden Tag ein wenig lebenswerter zu machen. Einen anderen wirklichen Sinn hat das Leben nicht. Das jedenfalls ist meine persönliche Meinung.Gott - wenn es IHN wirklich geben sollte, benötigt keine Verteidiger und Kämpfer, keine Partei oder Organisation. Es ist der Mitmensch und es ist die Natur, in die wir unsere von Gott gegebene Energie zu ihrem Wohle investieren sollen
Man/frau muss sich nur entzünden lassen, begeistern lassen und den MUT haben, es nicht nur bei "ich sollte" oder "ich müsste" oder "ich könnte" belassen, sondern es TUN! Wer aber zufrieden ist mit seinem "Trabantentum" oder seiner Abhängigkeit von anderen, kann da lange auf "Inspiration von Oben" warten . . .
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