OSTERN und der FRIEDE, den keiner wirklich will / Frieden beginnt nicht in Genf, nicht in Washington, nicht in Teheran, nicht in Moskau ...
Ostern. Das Fest des Friedens, sagen sie. Währenddessen: USA und IRAN, Israel im Libanon, die Straße von Hormus, Trump im Modus des Welteroberers. Russland im Dauerkrieg gegen die Ukraine. Hamas, Huthi, Hisbollah — Stellvertreter Allahs, die längst selbst zu Herren des Krieges geworden sind. Und Europa? Europa spielt UNO‑Diplomatie wie ein Kind, das mit Wattebällchen versucht, einen Waldbrand zu löschen. Und wenn nicht, dann liefert es Waffen nach Kiew, um noch mehr "Krieg für Frieden (?)" zu stiften!!
Das ist Weltpolitik als Karfreitagsdauerschleife, ohne den Ostermorgen je erreichen zu können!
Und dann kommt Jesus. Nicht als Maskottchen der Friedensbewegung, sondern als Störung. Als Widerspruch. Als Zumutung.
1. „Selig sind die Frieden stiften …“Das klingt so schön, dass es fast schon kitschig ist. Aber der griechische Urtext meint: „Frieden MACHEN“, nicht „Frieden wünschen“. Aktiv. Mutig. Risiko. Konfliktfähig. Wenn man* den biblischen Text weiterliest, ist zu erkennen, dass hier nicht nur Christen zu Gottes Kindern werden (falls sie denn Frieden machen), sondern auch die "bösen Heiden" wie Gandhi, Mandela und der atheistische Nachbar.
Frieden stiften heißt: – sich zwischen Fronten stellen – Machtlogiken entlarven – Gewaltkreisläufe unterbrechen – und manchmal: Nein sagen, wo alle Ja schreien.
Das sind keine „Harmonieapostel“, sondern Menschen, die bereit waren (History) und sind (Gegenwart), den Preis für echten Frieden zu zahlen. Frieden ist kein Wellnessprodukt. Frieden ist Arbeit.
2. „Meinen Frieden gebe ich euch … nicht wie die Welt gibt.“Das ist der Satz, der alle diplomatischen Sonntagsreden pulverisiert.
Der Frieden der Welt ist:
– Waffenstillstand auf Zeit
– Deals zwischen Machtblöcken
– Schweigen gegen Rohstoffe
– Sicherheit gegen Freiheit – Stabilität gegen Wahrheit
- Das gilt auch für die sogenannten "Friedensdemonstrationen", wo nach Frieden gerufen und gleichzeitig Hass gegen andere verbreitet wird; wo die Morde und kriegerischen Handlungen nur einseitig angeprangert werden, während man* über die anderen schweigt.
Jesu Frieden ist etwas anderes: Innere Unerschrockenheit, die nicht von geopolitischen Wetterlagen abhängt. Ein Frieden, der nicht verhandelt wird, sondern entsteht, wenn Menschen sich nicht mehr von Angst regieren lassen. Angst, den Machthabern (auch vor Ort in der Kommune, auch in Ravensburg) deren Verfehlungen deutlich vor Augen zu führen. Öffentlich! Frieden, der denen zuteil wird, denen Ungerechtigkeit widerfahren ist, und es Gott überlassen, das letzte Wort zu sprechen.
„Euer Herz erschrecke nicht.“ Das ist kein Trostpflaster. Sondern hinter diesem Satz steckt die Zusage, dass da jemand ist, der uns angesichts des "Schreckens" in die Arme nimmt.
3. „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“Der Satz, der alle frommen Osterkarten verbrennt.
Aber das hier gemeinte "Schwert" ist kein Aufruf zur Gewalt. Es ist das Symbol der Entscheidung. Siehe dazu auch Jesu Wort an Petrus: "Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen."
Jesus sagt mit anderen Worten:
- Wenn Wahrheit auf Lüge trifft, gibt es keinen harmonischen Mittelweg.
- Wenn Gerechtigkeit auf Unterdrückung trifft, entsteht ein Konflikt.
- Wenn Menschen beginnen, anders zu leben, spaltet das Familien, Systeme und Stadt-Gesellschaften.
Das Schwert ist die Konsequenz des Friedens, nicht sein Gegenteil.
Wer echten Frieden will, muss bereit sein, durch Konflikte hindurchzugehen — nicht sie zu vermeiden.
4. „Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.“Nicht den Frommen. Nicht: den Gehorsamen. Nicht: den Nationalen, den Loyalen, den Militärisch‑Nützlichen.
Sondern denen, die guten Willens sind.
Guter Wille heißt: nicht zynisch werden – nicht abstumpfen – nicht mitmachen, wenn Unrecht normalisiert wird – nicht schweigen, wenn Lüge zur Staatsräson oder Durchsetzung seiner eigenen Interessen wird.
Guter Wille ist die kleinste, aber radikalste politische Einheit.
✦ Was heißt das für Ostern 2026?Während die Welt in Kriegslogiken erstarrt, während Diplomaten „Frieden“ sagen und „Interessen“ meinen, während Staaten „Sicherheit“ sagen und „Macht“ meinen, stellt Jesus eine Frage, die brisanter ist als jede geopolitische Analyse:
Welchen Frieden willst du?
Den Frieden der Welt — der Deals, der Waffenruhen, der Schweigeabkommen?
Oder den Frieden Jesu — der Konflikte nicht scheut, der Wahrheit über Harmonie stellt, der Herzen mutig macht, der Menschen verändert, bevor er Systeme verändert?
Ostern ist nicht das Fest des „Alles wird gut“. Ostern ist das Fest des "Trotzdem".
Trotz Gewalt. Trotz Krieges. Trotz Machtlogik. Trotz Zynismus'.
Ostern sagt: Frieden beginnt nicht in Genf, nicht in Washington, nicht in Teheran, nicht in Moskau und auch nicht in den Rathäusern. Frieden beginnt dort, wo Menschen guten Willens sind — und bereit, den Preis für Wahrheit zu zahlen.
✦ FinallyVielleicht ist das der eigentliche Skandal von Ostern:
Frieden ist kein Zustand. Frieden ist eine Entscheidung. Und manchmal ist diese Entscheidung ein Schwert.
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- +++ EILMELDUNG +++ Polizei schießt auf Auto mit drei Personen + Autofahrer tot! Musste das sein?
5. Apr. 2026
FRIEDEN schaffen OHNE Waffen dazu stehe ich und werde morgen auf dem Bodensee- Friedensweg
wie seit Jahrzehnten unterwegs sein.
Danke sagt Erika Eichwald