Traum vom "Kreisverkehr" bleibt Trauma für Verkehrsteilnehmer/innen und junge Menschen ...
Der Blogger "hörte", dass ...
... die B30 zwischen der Ulmer Kreuzung (Grenze zwischen Ravensburg und Weingarten bei den "Gewerblichen Schulen") und dem ehemaligen und von vielen vermissten Krankenhaus Weingarten vom 31. August bis 4. September 2026 wegen Bauarbeiten voll gesperrt werden soll. Nicht aber weil die oben erwähnte Kreuzung endlich zu einem Kreisverkehr umgebaut werden wird, sondern weil auf der genannten Strecke Arbeiten in der Tiefe notwendig sind. Ersteres wäre mir lieber gewesen. Denn ...
... seit 18 Jahren lebe ich nur einen Steinwurf von dieser unsäglichen Kreuzung entfernt. Wer sich die Mühe macht, einmal dort hinzugehen und sich in Ruhe und nicht nur im Vorbeirasen ein Bild von den dortigen Zuständen zu machen, wird womöglich verstehen, warum ich nach genau der Hälfte dieser Zeit - im Jahre 2017 - eine Petition ins Leben gerufen hatte, damit diese Kreuzung zu einem Kreisverkehr umgebaut wird.
Bis heute habe ich weder von der Stadt Ravensburg noch von der Stadt Weingarten noch vom Regierungspräsidium Tübingen eine Reaktion darauf erfahren. Die Kreuzung ist seitdem noch gefährlicher geworden und der Ampelwald noch größer. Denn hier müssen Autoverkehr, Fahrradverkehr, Fußgängerverkehr und Horden von undisziplinierten Schüler/innen koordiniert werden. Die Fußgängerampeln sind teilweise dermaßen unsinnig geschaltet, dass man/frau - und Schüler/innen sowieso - jedes Mal in Versuchung kommt, bei "Rot rüberzulaufen".

Ganz schlimm ist es im Norden des Areals, wo Hunderte von Schüler/innen - und leider auch Lehrkräfte - ohne Ampel zum gegenüberliegenden Bäcker und zurück die Bundesstraße queren!
Vor ein paar Jahren hatte es dort einen Unfall gegeben, bei dem ein PKW in die Fahrrad- und Motorradunterstände der gegenüberliegenden Gewerblichen Schulen Ravensburg geschleudert wurde. Es war wohl mehr als Glück, dass sich zu diesem Zeitpunkt (Unterricht) kein Mensch dort befand. Der damals "wegrasierte" Teil der Unterstände ist bis heute nicht ersetzt worden.
Im Folgenden drucke ich den Originaltext der Petition ab. Er zeigt nicht nur die Problematik der Kreuzung, sondern auch die des gesamten Umfeldes. Zu bedenken ist, dass sich die Situation in den zurückliegenden neun Jahren noch verschärft hat und das heute - wo ich diese Zeilen schreibe - Sommerferien sind. Außer dem Lärm von dem mir gegenüberliegenden "Kreishaus II" (altes Telekomgebäude), dessen Mittelteil (auch in der Mittagspause) hörbar abgerissen wird, ist es in "meiner" Straße ruhig, was sich aber ab Mitte September wieder in Qualm, lauter Musik und Autolärm verändern wird.
Die Quelle des folgenden Textes ist die Petition "KREISEL STATT KREUZ" , die unter dem Link https://www.change.org/p/stadt-ravensburg-optimierung-und-sicherheit-an-der-gemarkungsgrenze-ravensburg-weingarten immer noch unterschrieben werden kann:
"Seit Dezember 1989 lebe ich in 88212 Ravensburg und seit Mai 2008 in dem Quartier "Untere Burach", Ravensburg-Nord an der Stadtgrenze zu 88250 Weingarten.
Seitdem ist es mir auch ein Anliegen, einen Vorschlag zu unterbreiten, wie das Kreuz "Ulmer Straße, Garten- und Ravensburger Straße" und die Untere Burachstraße zwischen Sonnenbüchel und Alexiusweg entschärft und optimiert werden können. Nicht nur dass die fünf installierten Ampelanlagen mit über zehn verschiedenen Ampelmasten am genannten Kreuz seit Jahren völlig unsinnig geschaltet sind, sondern es queren täglich unter der Woche über tausend Schüler*innen an dieser Stelle die Gartenstrasse und Ulmer Strasse (wobei viele Schüler*innen jenseits der Ampelanlage in sich selbst gefährdender Weise von A nach B wechseln).
Nach meinen eigenen Feststellungen warten von den tausend Schüler*innen der Gewerblichen Schule höchstens zwei Prozent, bis die Ampeln auf "Grün" geschaltet haben. Die anderen - wohl auch aufgrund des Gruppenzwanges - gehen und rennen bei "Rot" über die Strasse, oder aber meiden die Ampeln ganz (siehe oben). Auch viele Erwachsene und Fahrradfahrer tun das.
Außerdem rasen morgens und mittags viele Schüler*innen mit ihren PKW die 30er-Zone "Untere Burachstrasse" auf und ab, weil es bisher keine andere Möglichkeit (von Norden kommend) für sie gibt, die Parkplätze an der Schule zu erreichen, ohne dass es sehr umständlich und zeitaufwändig für sie wäre. Auch dem würde durch meinen Vorschlag abgeholfen. Abgesehen davon, müssten die Parkplätze bei der Gewerblichen Schule erweitert werden (vertikal statt horizontal), weil viele Schüler*innen die Untere Burachstrasse zuparken, so dass viele Anwohner keinen Parkplatz mehr finden.
In den vergangenen Jahren ist der Komplex der Gewerblichen Schule durch Anbauten immer weiter vergrößert und modernisiert worden. Jahr für Jahr kommen auch neue Lehrgänge und Kursangebote dazu. Die Verkehrsinfrastruktur allerdings ist auf dem Stand von 1980 stehen geblieben.
In der Anlage sehen Sie meinen Entwurf der "Kreisel statt Kreuz" - Lösung und die zu erwartenden Vorteile. Bitte nehmen Sie sich die Zeit für meinen Vorschlag und unterzeichnen Sie ggfs. diese Petition und empfehlen Sie sie weiter.
Als notwendige und wichtige Ergänzung bei dieser Lösung" sehe ich die Möglichkeit für Rollie (KBZO)- und Radfahrer und natürlich Fußgänger und hier insbesondere für die Querung der Ulmerstrasse.
Die Untere Burachstrasse sollte in dem genannten Bereich nur frei sein für Anlieger (wozu aber die Schüler*innen nicht gehören).
Da die motorisierten Schüler*innen die Untere Burachstrasse (UBS) zwischen Sonnenbüchel und Alexiusweg als "An- und Abfahrtspiste" (60 km/h statt erlaubter 30 km/h) zu und von den Parkplätzen nutzen, (anstatt die Umgehungsstraße zu nutzen), kommt es gegen Mittag und am Nachmittag bei Schulschluss an der Ecke Sonnenbüchel/UBS zu erheblichen Rückstaus und chaotischen Zuständen in die UBS und Sonnenbüchel (siehe Anlage), da zu dieser Zeit auch die Schüler*innen der Edith-Stein-Schule, St. Konrad- und Humpisschule Schulschluss haben, und ebenfalls mit ihren PKW (und Bussen) in die Gartenstrasse gelangen wollen. Selbstverständlich alles bei laufendem Motor. Schon allein deshalb wäre die Kreisellösung gut, aber es gibt ja noch mehrere Gründe, wie schon dargelegt. Als Anwohner der UBS weiß ich, dass dies nicht nur mich stört und allein in dem Abschnitt der UBS zwischen Sonnenbüchel und Alexiusweg leben 20 Kinder und in der Parallele (direkt an der Gartenstrasse) noch einmal 40 Kinder, die ihren Aktionsradius aber zur Unteren Burachstrasse hin haben. Insgesamt liegt der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in diesem Quartier bei 90 Prozent.
Da Appelle, Straßenschilder, Tempomessungen und der eingebaute "Buckel" nichts nützen (im Gegenteil: Die Schüler*innen machen sich einen Spaß daraus, ihn bei hoher Geschwindigkeit als Schanze zu benutzen), hilft nur die Stilllegung der UBS, wie von mir vorgeschlagen, was auch kein Problem sein wird, wenn es heißt "Kreisel statt Kreuz".
Stefan Weinert,
Ravensburg, 26. Januar 2017