OB-Wahl 💥 Verunglimpfungen der Mitbewerber und Grenze zur üblen Nachrede überschritten - Die "Schwäbische Zeitung" als Wegbereiter eines unredlichen Wahlkampfes!
Verfasser: Martin Lang
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Sehr geehrter Herr Hautumm,
Ja, ein Kommentar ist dann gut, wenn er einen klaren Standpunkt einnimmt und Sachverhalte nicht nur neutral ausgewogen, sondern gerne auch pointiert und zugespitzt „rüber bringt“. Ihre Auslassungen zur OB-Wahl in Ravensburg und den drei neuen Kandidaten haben damit aber nur wenig zu tun und sind einfach nur noch Verunglimpfungen der Mitbewerber, die aus meiner Sicht, an einigen Stellen die Grenze zur üblen Nachrede überschreiten.
Beginnend bei der unpassenden Überschrift bis zu den unreflektierten Unterstellungen, z.B. die Kandidaten würden die OB-Wahl zum Spaß für unredliche Zwecke („PR-Gag“) nutzen, ist keine Meinung, sondern einfach unredlich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, mit Herrn Bulut oder Herrn Bosch, die ich persönlich kenne und schätze, ins Gespräch zu kommen. Sonst wäre Ihr einseitiger Beitrag – pro Herrn Rapp – vielleicht anders ausgefallen.
Die Zulassung für eine OB-Kandidatur unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben, die insbesondere eine Prüfung der Eignung eines jeden Kandidaten mit einschließen. Der Wahlausschuss der Stadt, mit dem ersten Bürgermeister und Vertreter:innen aller Fraktionen des Stadtrates, hatte bei seiner Sitzung am 09. Februar diesbezüglich keine Bedenken und stellte die Eignung ohne Diskussionsbedarf und ohne „Wenn und aber“ fest.
Es ist schon ein starkes Stück, wenn Sie, der SZ-Regionalleiter der "Schwäbischen Zeitung", dies im Fall von Herrn Bosch dennoch in Frage stellen und in seiner Bewerbung gar einen „Affront“ ausmachen. Es bleibt Ihnen überlassen, in einem Kommentar eine Wahlempfehlung für den Amtsinhaber auszusprechen. Es hätte aber deutlich mehr Stil, wenn dies ohne Diffamierungen auf einer sachlichen Ebene geschehen würde.
Und ich hätte mir natürlich gewünscht, dass Sie der Tatsache, dass sich vier Kandidaten einer demokratischen Wahl stellen, auch etwas Positives abgewinnen können. Ich bin mir sicher, dass allein die mutigen Kandidaturen und die damit ausgelöste Diskussion, welche Weichenstellungen Ravensburg in den nächsten Jahren vornehmen sollte und muss, bereichern werden.
Martin Lang
Fairhandelsberater