🟡 OB-Kandidat Samuel Bosch hat sein Programm für Ravensburg vorgestellt: Energiewende - Nutzung des hohen Leerstands von Wohnraum - Verkehrspolitik - kostenfreie Kita - und endlich (!) CO2-Reduktion ...
Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Heute, an einem recht ungemütlichen Samstag, trieb es mich in die Ravensburger City. Nicht unbedingt deshalb, weil dort die etablierten Parteien ihre Wahlkampfstände für die kommende Landtagswahl am 8. März 2026 zwischen "Alter Post" und Rathaus aufgebaut hatten, sondern weil einhundert (100) Meter weiter ein für mich aussichtsreicher Oberbürgermeister-Kandidat sprechen würde.
Denn die Wahl zum neuen oder bzw. alten und weiteren Oberbürgermeister für die Kommune Ravensburg findet parallel zur Landtagswahl statt. Leider wurde den Veranstaltern rund um den Herausforderer Samuel Bosch vom Ordnungsamt verwehrt, ihre Bühne samt Großbanner auf einem noch freien Areal neben den Etablierten zu postieren. So fand das Ganze vor dem Ravensburger "Kornhaus", der ehemaligen Bücherei, statt.

Der Ravensburger "Klimaschutz" wurde eher zum Klimasturz, weil die Ravensburger Stadtverwaltung ihr eigenes Klimaversprechen von 2020 mit Füßen tritt. - Foto: Felix Tratsis (c)
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Pressemitteilung der verantwortlichen Veranstalter der
Klima-Kundgebung zur OB-Wahl in Ravensburg am Samstag, 21. Februar 2026Ravensburg - Vor einem gespannten Großbanner, mit der Aufschrift
5 Jahre Klimakonsens - „kein Geld“, kein Wille, Klimahölle
stellte der Ravensburger Oberbürgermeister-Kandidat Samuel Bosch (23), am Samstag, 21. Februar 2026, auf dem Ravensburger Marienplatz erstmals Auszüge aus seinem umfangreichen Wahlprogramm vor und beantwortete zahlreiche Fragen von Passant:innen.
Samuel Bosch spricht über sein Programm zu Klima, Sozialem und gesellschaftlichen Wandel für Ravensburg. - Foto: Felix Tratsis (c)
Hart ging Bosch dabei immer wieder mit der unzureichenden Klima- und Sozialpolitik von Teilen des Ravensburger Stadtrats und dem derzeit amtierenden Stadtoberhaupt Dr. Daniel Rapp ins Gericht.
Bei so unterschiedlichen Themen wie Energiewende, dem hohen Leerstand von Wohnraum in Ravensburg, der Verkehrspolitik, der kostenfreien Kita für untere und mittlere Einkommen oder CO2-Reduktion warf er seinem Konkurrenten Rapp um den OB-Posten, „Verbal-Ökologie“ und Untätigkeit vor.

Stadtsäckel hat ein ökologisches Loch! Für alles andere ist Geld in Hülle und Fülle vorhanden. - Foto: Felix Tratsis (c)
Unterstützt wurde der gelernte Baumpfleger u.a. von Prof. Dr. Wolfgang Ertel, der die Aussagen von Bosch aus Sicht der „Scientists for Future – Ravensburg“ wissenschaftlich untermauerte.

Professor Dr. Wolfgang Ertel in ökologischer Höchstform. - Foto: Jürgen Pfeffer (c)
Wie Bosch kritisierte auch Ertel, dass sich Ravensburg sukzessive vom einstimmig beschlossenen Klimakonsens verabschiedet hat. Rühmliche Ausnahme sei der begonnene Ausbau der Fernwärme, deren Quellen allerdings immer noch mit fossilen Energieträgern (Öl, Kohle, Gas) betrieben würden.

Moderator Martin Lang am Mikrofon, Wolfgang Ertel wirft noch einen Blick auf sein Redemanuskript und im Hintergrund links ein staunender Blogger.- Foto: Jürgen Pfeffer (c)
Einen Sonderapplaus erntete der Moderator der Veranstaltung, als dieser die zahlreichen Vertreter:innen der Schwäbischen Zeitung in Abwesenheit begrüßte und zu einer fairen Berichterstattung zur OB-Wahl aufforderte.

"Solidarität für's Klima - Samuel Bosch ist prima!" - Foto: Jürgen Pfeffer (c)
Das komplette Wahlprogramm von Bosch ist nachzulesen unter: www.rav-klima-gerecht.de