Roman Urban - Ein OB-Kandidat mit dem Wunsch nach einer besseren Welt ... Haben diesen Wunsch nicht auch viele andere?
Tenzin Gyatso (90) ist der 14. Dalai Lama und gilt als Wiedergeburt des Avalokiteshvara, dem Bodhisattva des Mitgefühls. Der Reinkarnationsglaube ist dogmatischer Bestandteil der Weltreligionen Hinduismus und Buddhismus sowie der Anthroposophie und anderer Glaubensüberzeugungen. Auch in und um Ravensburg herum, in der gesamten Republik und weltweit gibt es diese Überzeugungen bei Menschen unseres Alltags.
Wenn also der Oberbürgermeisterkandidat für Ravensburg, Herr Roman Urban (46) sagt, seine Seele sei mehrere Millionen Jahre alt, befindet er sich damit in guter und sogar teilweise seriöser Gesellschaft.
In der Tat ist das Wahlprogramm des freien (!) Journalisten außergewöhnlich. Viele nennen es "schräg" oder "versponnen" oder vielleicht sogar "irre". Doch wenn man/frau sich den Flyer des Kandidaten anschaut und nicht gleich - aufgrund der Entwürdigungskampagne der hiesigen Presse - ins Feuer wirft, dann ist zu erkennen, dass es Roman Urban ein Herzensanliegen ist, daran mitzuarbeiten, dass diese von Machtgelüsten, Lügen, Verleumdungen, Kriegen und sexuellen Gewalttaten geprägte Welt ein wenig besser wird.
Und daran ist rein gar nichts auszusetzen - außer von denen, die von dieser oben beschriebenen "Welt" profitieren. Jedes (!!!!) der vier Wahlprogramme der im Ring stehenden Kandidaten ist niemals "eins zu eins" umzusetzen. Aber wenn du/Sie den Mount Everest bezwingen willst/wollen, dann sei am besten dafür vorher der Mond angepeilt (nach Antoine de Saint-Exupéry). Und genau das tut Roman Urban. Er tut es aber nicht wie einer seiner Mitkandidaten, der verspricht, dann nicht einhält und im Nachhinein sagt, er habe es auch nie vorgehabt einzuhalten.
Der Baienfurter Roman Urban hängt die Latte im Grunde genommen für den Normalsterblichen (für ein Erdenleben) unerreichbar hoch. Das heißt aber noch lange nicht, dass seine Vorschläge im Kern schlecht sind:
- Ehrlichkeit soll mehr belohnt werden
- Strom und frisches Wasser sollen am Ende kostenlos sein
- Gesündere Ernährung für den Bürger und die Bürgerinnen
- Kein Schulzwang sondern Bildungspflicht
- Ächtung von Krieg und Militär
- Steuerbefreiungen für den Bürger
- Die Viertage-Woche
Das sind zugegeben wunderbare und vielleicht auch wundersame Utopien, aber keinesfalls bedenkliche Visionen (siehe Helmut Schmids Aussage). Alle großen Erfindungen und menschliche Errungenschaften haben einmal mit einer Utopie angefangen: Auto, Mondlandung, Wahlrecht für Frauen, Menschenrechts-Konvention, Akzeptanz sexueller Identitäten, Weltumsegelung ...
Auch die regionale Infowährung gibt es in ihren leisen Ansätzen in Ravensburg bereits, bzw. hat es sie - übrigens sehr bewährt - in den 1990er-Jahren durch den "Bustaler" (50 Cent) gegeben. Leider wurde er - wohl aus klimatechnischen Gründen - wieder abgeschafft.
Das mit den "freiwilligen Garden", die unsere Stadt sicherer machen (vor allem für Frauen und des Nachts), ist ein Vorschlag, der auch von einem gewissen Stadtrat mit schneeweißen Haaren hätte kommen können. Ein wenig Bauschmerzen allerdings habe ich da schon, weil es mich irgendwie an den ICE aus den USA erinnert. Aber Roman Urban ist nicht Trump und er ist kein Krieger mit Panzern und Raketen, sondern ein Pazifist, wie er in der Broschüre steht.
Es gibt einen schönen Spruch "die Lüge ist zwei Mal um die Welt gegangen bevor die Wahrheit sich die Schuhe zugebunden hat." Ein Glück, dass mittlerweile sehr viele Menschen aufwachen und die Wahrheit weitertragen möchten. Ich bedanke mich bei allen die diese ehrenwerte Aufgabe in ihrem Umfeld übernehmen. WEITER SO!