OBERSCHWABENHALLE: Mit einem Federstrich das "O" aus OSH streichen? Bürger wehren sich immens? Manipulative "Bürger(?)versammlung" befürchtet ...
Bekanntlich hatte der Blogger vor 14 Tagen eine Petition gestartet, die sich gegen die Umwandlung und Umwidmung der "Oberschwabenhalle" (OSH) in eine reine Sporthalle richtet. Oberbürgermeister Herr Dr. Rapp hatte nämlich zum Schlägel gegriffen und damit kräftig auf die Pauke gehauen (= Paukenschlag), um damit zu verkünden, dass das "O" aus dem Akronym OSH gestrichen werden soll und somit zur "SH" (Sporthalle) wird. Sozusagen mit einem Federstrich. Es brauche nun nur noch, dass der Ravensburger Gemeinderat zustimmt, dann könne ab 2029 mit dem Projekt begonnen werden.
Doch denkste! Der Widerstand in Ravensburg gegen das weggerollte "O" ist groß, worüber aber die hiesige Presse beharrlich schweigt. In den sozialen Netzwerken und durch die Petition (inzwischen über 250 Unterschriften) wird das deutlich. In ihr wird auch das demokratiefeindliche Verhalten der Stadt - hier in der Person des OB - erwähnt. Denn die Bürger wurden nicht gefragt.
Das aber soll nun ganz offensichtlich nachgeholt werden. Deshalb fügte ich der Petition ein Update hinzu, das wie folgt lautet:
Das "ihr" ist sehr interessant. Denn aus dem Vorstoß des Oberbürgermeisters ist plötzlich der "Nachstoß" der Stadtverwaltung geworden. Und bevor das Ganze zum "Strafstoß" (durch Zustimmung des Gemeinderats) für die kulturinteressierten und anders meinenden Bürgerinnen und Bürger wird, sollen diese nun in jener Halle, die zur Disposition steht, beschwichtigt, überzeugt und manipulativ beeinflusst werden - so jedenfalls sehe ich das ganz persönlich -, dem Ganzen doch etwas sympathischer gegenüberstehen zu stehen. Das ist meine Befürchtung.
Genauso habe es nämlich am 18. Oktober 2016 im Ravensburger Schwörsaal empfunden und erlebt, als es um die Sanierung der "Marienplatztiefgarage" (MTG) ging. Ich werde nie vergessen, in welcher manipulativen Art der Baubürgermeister ("wir müssen jetzt alle zusammenhalten, damit ...") und Gutachterin (!) versuchten, die rund 250 Anwesenden auf die Notwendigkeit der Sanierung der MTG einzuschwören. Die entscheidenden Wortlaute beider habe ich jetzt noch im Ohr und ich habe deshalb keine Angst, sie hier wiederzugeben.
Ich bin damals 2016 mit kritischen Wortmeldungen dazwischengegangen und mir wurde versprochen, dass meine Einwände in die Überlegungen der Stadtverwaltung einbezogen werden. Wurden sie aber nicht. Und dass eine Gutachterin sagt: "Glauben Sie mir, Ravensburg braucht die Marienplatztiefgarage", ist a) nicht deren Aufgabe und b) höchst manipulativ. Dafür gibt es 250 Zeugen und auch der Redaktionsleiter der "Schwäbischen" war anwesend.
Hoch interessant ist übrigens, dass diese "kompetente" Gutachterin bei ihrer gewissenhaften Überprüfung der MTG, kein einziges der 70.000 verbauten Asbestteile ausfindig gemacht hat. Jedenfalls hat sie dieses/diese nicht in ihrem Vortrag erwähnt. Das Drama wurde erst nach dem Brand in der MTG bekannt.
Ob es wohl Ende April 2026 in der OSH genauso zugeht? Und ob wohl nur die Befürworter der SH (OSH ohne O) zu Worte kommen dürfen, so wie in der Bürgerinformationsversammlung zum Rutenfestabzeichen 2015 (ehemalige Nazizentrale in der Seestraße 32)?
Wir werden sehen, ob die als "Bürgerversammlung" angekündigte Versammlung in der OSH nur eine "Infoveranstaltung von oben" sein wird oder ob das "Bürger" in dem Wort auch zur Geltung kommt.