Ravensburg im Sanierungsrausch - Wenn eine Stadt tur(n)msüchtig ist und für den Bürger kein "Stoff" übrig bleibt ...


Stef-Art 2026
Ravensburg, Stadt der Türme
Eine Story, die niemand in der Republik glaubt, wenn sie nicht wahr wäre. Während Stadtverwaltung und ihr Kontrollorgan "Gemeinderat" ein Bau- und Sanierungsobjekt beschließen respektive mit leichten Widerständen durchwinken, bleibt seit Jahren die Bushaltestelle "Am Hirschgraben" ein Provisorium und soll es auch vorerst bleiben. Heißt: Die angeblich ÖPNV-freundliche Metropole im südlichen Teil des Ländle stellt lediglich ein Schild auf. wo eigentlich ein barrierefreies Buswartehäuschen hingehört.
Weit über 100 Millionen Euro sind für alle in den vergangenen fünf Jahren und weitere an die 100 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre sind für Kornhaus, Kuppelnauschule, Brücke nach Osten und das dortige urbane Viertel vorhanden. Doch für eine vernünftige Buswarte fehlen 20.000 Euro - unaufbringbar, hört man* von dem zuständigen Bürgermeister.
Und dann wenig später ist zu vernehmen, dass ein Turm nach dem anderen saniert werden soll oder gar muss. Der Bürger hätte denken können, dass doch irgendwann dazwischen auch mal der Hirschgraben mit einem vernünftigen Aufenthaltsraum für Wartende dran ist. 0,01 Prozent von dem bisher Verbauten bzw. geplant Verbauten wären wie zwei Brotkrumen, die im Sanierungswahn für das Buswartehäuschen abfallen würden.
Doch Stadt und Gemeinderat haben ganz offensichtlich ihre Prioritäten und Priorisierungen anders gesetzt. Ja, damit prahlen sie ganz offen. Und für diese Vorrangigkeiten scheint der Kapitalhimmel auch immer ein Geldwunder nach dem anderen bereitzuhalten, während das "Fußvolk" nicht einmal die Brotkrumen zu sich nehmen darf. Seine Geldspritze ist leer, während für die Türme "Stoff" genug vorhanden ist.