Masterplan „Grünes Band Ravensburg 2027–2030“ . . . Gäbe es in Ravensburg eine Stadtspitze, auf deren Agenda echter Klimaschutz ganz oben stünde ...
Liebe Mitbürger und liebe Mitbürgerinnen, liebe Nachbarn, sehr geehrte Damen und Herren!
Der oben abgebildete Plan ist insofern nicht maßstabgetreu, weil Bäume, Bänke und Brunnen viel zu groß eingezeichnet sind, da sie sonst nicht zu erkennen wären. Pro abgebildetem Baum stelle man/frau sich drei vor und statt einer Bank = zwei.
Stellen Sie sich vor, Sie treten aus dem Schatten des Ravensburger Lederhauses auf einen Platz, der sich völlig neu anfühlt. Kein Motorengeräusch, kein Abgas, kein hektisches Durchqueren. Stattdessen öffnet sich ein zusammenhängender grüner Raum, der sich wie ein weiches Band durch den mittleren und den nördlichen Marienplatz zieht – bis hin zum Holzmarkt.
Links und rechts rahmen sanft modellierte Rasenflächen den Weg. Die historischen Fassaden wirken plötzlich leichter, weil sie nicht mehr gegen Asphalt und Steinplatten und parkende Fahrzeuge ankämpfen müssen. Vor den Häusern und mittig des Platzes stehen klimaresiliente Bäume, deren Kronen Schatten werfen, die in heißen Sommern spürbar kühlen. Die Luft ist frisch, bewegt und lebendig.
Die Wege – 2,50 Meter breit, aus festem, hellem Kies – führen Sie wie ein ruhiger Fluss durch die Stadt. Sie tragen Fußgänger und Fußgängerinnen und in der Not Rettungsfahrzeuge, aber keine Fahrräder, keine Taxis, keine Poser, keinen Personenverkehr. Die Stadt gehört wieder den Menschen, die zu Fuß gehen, verweilen, reden, schauen.
Die Gastronomie hat sich zurückgezogen – nicht räumlich, sondern gestalterisch. Ihre Außenbestuhlungen sind leicht, zurückhaltend, einheitlich, eingebettet in das Grün. Keine Inseln aus Plastikmöbeln mehr, keine Barrieren. Stattdessen wirken die Cafés wie Teil des Parks.
Am Holzmarkt öffnet sich das Band zu einem kleinen urbanen Garten. Die unterirdischen Schwammkörper speichern Regenwasser und die Oberfläche wird zu Rasen, nicht mehr aus Stein. Kinder spielen, ältere Menschen sitzen auf schattigen Bänken, Touristinnen fotografieren den sanierte Blaserturm, der nun nicht mehr über einem Steinmeer thront, sondern über einer grünen Lichtung.
Das „Grüne Band“ ist nicht nur ein Park. Es ist eine neue Haltung: Ravensburg entscheidet sich für Klima-Resilienz, für Ruhe, für Schönheit und für die Zukunft.
Die Stadt Ravensburg ist längst an einem Wendepunkt angekommen. Ein Wendepunkt, der nicht durch Ideologie, nicht durch Parteifarben, nicht durch die nächste Wahl bestimmt wird – sondern durch etwas viel Größeres: durch den Klimawandel, der längst nicht mehr abstrakt ist, sondern uns jeden Sommer auf dem Marienplatz die Haut verbrennt.
Wir wissen es alle: Der gesamte Marienplatz ist zu einer Hitzeplatte geworden. Ein steinernes Becken, das die Sonnenhitze speichert und einem Backofen gleicht. Und wir wissen auch: Das ist nicht nur unangenehm – es ist gefährlich. Für ältere Menschen, für Kinder, für Sportler, für alle, die hier arbeiten, leben, sitzen, warten, gehen.
Darum schreibe ich heute über eine Idee, die vor Jahren vielversprechend von einer höheren Stelle propagiert, aber nicht umgesetzt wurde. Im Gegenteil. Die "Vision" kam von der Ravensburger Verwaltungsspitze. Doch ziemlich unkonkret und schon gar nicht konzeptionell. In einem Zeitungsartikel der SZ aus dem Jahr 2022 fallen dazu sinngemäß Worte, Begriffe und Sätze wie: "Was schwebt Rapp und Bastin vor?" - "Könnte man Flächen entsiegeln." - "Bäume pflanzen an der Bushaltestelle." - "Gegenüber der Vetter-Apotheke vor der neuen Musikschule soll am Holzmarkt ein Fontänenfeld entstehen." - Von einem "Landschaftsarchitekten-Wettbewerb 2025" ist die Rede. - Das Wort "könnte" erscheint sechs Mal. - Und dann heißt es: "Beide hoffen auf einen „mutigen Gemeinderat“ und darauf, dass der Verkehrsversuch, der 2024 unter dem Namen „Klimamobil“ startet, weitere Fakten liefern wird." - Ähäm. Meines Wissens nickt der Gemeinderat (mit ganz ganz wenigen Ausnahmen) doch alles ab, was von oben vorgeschlagen wird, oder täusche ich mich da?
Doch diese Grundidee (von der seitens der Stadt nichts mehr zu hören ist) – und vor allem, wie ich sie mir vier Jahre später vorstelle – ist nicht nur städtebaulich sinnvoll, sondern menschlich notwendig: Ein grünes Band vom Lederhaus bis zum Holzmarkt. Hier und da ein paar Bäume (s.o.) oder eine Wasserfontäne (wo ist die eigentlich geblieben? Stattdessen der kleine alte Brunnen, nur an anderer Stelle) reichen bei weitem nicht.
Ein wirklich zusammenhängendes Band, das nicht trennt, sondern verbindet. Ein Band, das nicht verbietet, sondern ermöglicht. Ein Band, das nicht nostalgisch ist, sondern zukunftsfähig.
Warum brauchen wir dieses grüne Band?Weil die Stadt Ravensburg (damit sind vor allem die Stadtspitze und der Gemeinderat gemeint) eine Verantwortung hat – nicht nur für Straßen, Gebäude und Satzungen, sondern für Menschen. Für ihre Gesundheit. Für ihre Lebensqualität. Für ihre Zukunft.
Und diese Verantwortung ist nicht optional. Sie ist gesetzlich verankert – im Baugesetzbuch, im Klimaschutzgesetz Baden-Württembergs, in der kommunalen Daseinsvorsorge. Aber vor allem ist sie moralisch verankert: in unserem Gewissen.
Wir können nicht weiter zuschauen, wie der Marienplatz im Sommer zu einem Ort wird, den man/frau meidet. Wir können nicht weiter zuschauen, wie Autos, Lieferverkehr und Poser die Altstadt dominieren, während Menschen an den Rand gedrängt werden. Wir können nicht weiter zuschauen, wie wir die historische Schönheit unserer Stadt unter Asphalt und Stein begraben.
Was bedeutet das Grüne Band konkret?Es bedeutet, dass der Platz wieder den Menschen gegeben wird. Dass wir Rasen statt Stein haben. Dass wir Bäume haben, die Schatten werfen. Dass wir Wege haben, die nach Starkregen nicht "matschen", aber auch nicht versiegeln. Dass Rettungsfahrzeuge durchkommen – aber sonst niemand, außer den Passanten. Dass die Gastronomie Teil des Parks wird – nicht dessen Gegner. Dass Fahrräder ihren Platz bekommen – aber nicht mitten durch die Menschen fahren. Dass der Holzmarkt endlich das wird, was er sein könnte: ein grüner, lebendiger Ort statt einer steinernen Restfläche.
Es bedeutet: Die Ravensburger Wohn- und Aufenthaltsqualität steigt enorm und signifikant.
Was bedeutet es nicht?Es bedeutet nicht, dass der Handel geschwächt wird. Im Gegenteil: Menschen bleiben länger dort, wo es schön ist. Es bedeutet nicht, dass die Gastronomie bestraft wird. Im Gegenteil: Ein grüner Platz ist ein Magnet für Gäste. Es bedeutet nicht, dass die Geschichte der Stadt übermalt wird. Im Gegenteil: Grün lässt historische Fassaden erst richtig wirken.
Die psychoanalytische Wahrheit
Wenn wir ehrlich sind, hat Ravensburg ein Problem, das tiefer liegt als Asphalt, Beton und Stein: Wir haben uns an den Lärm gewöhnt. An die Autos. An die Hitze. An die Unruhe. An das „Man kann ja eh nichts ändern“.
Das Grüne Band ist deshalb nicht nur ein städtebauliches Projekt. Es ist ein kollektiver Therapieprozess.
Wir lernen wieder, dass eine Stadt ein Ort des Lebens ist – nicht nur des Durchfahrens. Wir lernen wieder, dass Ruhe kein Luxus ist, sondern ein Menschenrecht. Wir lernen wieder, dass Schönheit kein Nebensächliches ist, sondern ein Fundament.
Was ich mir als Bürger und Blogger persönlich wünscheIch wünsche mir, dass wir als Bürger und Bürgerinnen den Mut haben, nicht nur das Nötige zu tun, sondern das Richtige. Dass wir nicht nur reagieren, sondern gestalten. Dass wir nicht immer nur hinnehmen, sondern Verantwortung übernehmen.
Ich wünsche mir, dass wir uns trauen, Ravensburg zu einer Stadt zu machen, die nicht nur funktioniert – sondern UNS MENSCHEN berührt.
Ach ja, für den Fall, dass die Frage kommt "Und wie bitte soll das finanziert werden?", verweise ich zunächst auf die sinnlos verpulverten Millionen durch "Schussenpark", "Holzmarkt" und die "Hermann-Vogler-Brücke". Die sind weg. Aber die 20 Millionen für die Sanierung des "Kornhauses" sind noch da. Aber natürlich geht dieses Prestigeprojekt vor - ebenso alle die, die noch kommen.
UND SO KÖNNTE ES GEHENMasterplan „Grünes Band Ravensburg 2027–2030“ -
(c) Stefan Weinert, 29. Juni 2026
- Transformationsprojekt für den mittleren und nördlichen Marienplatz -
Die Stadt Ravensburg ist gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB verpflichtet, Belange des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in allen städtebaulichen Entscheidungen zu berücksichtigen. Zusätzlich verpflichten:
Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg (KSG BW) – kommunale Vorbildfunktion
Kommunalverfassung BW – Schutz der Bevölkerung, Daseinsvorsorge
§ 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB – Entsiegelung, Grünflächen, ökologische Maßnahmen
§ 11 Feuerwehrgesetz BW – Sicherstellung der Rettungswege
Denkmalschutzgesetz BW – Schutz historischer Substanz (Archäologie, Stadtbild)
Das Projekt „Grünes Band“ erfüllt diese Pflichten durch:
Reduktion von Hitzeinseln
Entsiegelung und Schwammstadtprinzip
Verbesserung der Aufenthaltsqualität
Verkehrsberuhigung und Sicherheit
Stärkung des historischen Stadtbildes
Förderung lokaler Biodiversität
Schaffung eines durchgehenden Grünzugs vom Lederhaus bis zum Holzmarkt
Vollständige Verkehrsberuhigung (Ausnahme: Rettungsdienste)
Klimawirksame Entsiegelung und Schwammstadt-Elemente
Einheitliche Gestaltungssatzung für Außenbestuhlungen
Feste, tragfähige Kieswege (2,50 m) für Rettungsfahrzeuge
Neuordnung der Fahrradströme (Abstellplätze statt Durchfahrt)
Archäologische Sicherung vor Baubeginn
Kostenstabilität: max. +15 % Toleranz
Bürgerbeteiligung & Gemeinderatsbeschluss
Baubeginn Herbst 2027
Phase A – Sofort: Vorplanungen (2026–Frühjahr 2027)
A1 – Projektsteuerung
Einrichtung einer interdisziplinären Projektgruppe
Stadtplanung
Umweltamt
Tiefbau
Denkmalschutz/Archäologie
Feuerwehr/Rettungsdienste
Wirtschaftsförderung (Gastro/Einzelhandel)
Rechtsamt
Bürgerbeteiligung
Externe Fachplaner: Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung, Baugrund, Hydrologie (eventuell mehr Feuchtigkeit im Boden, die die Strukturen im Untergrund angreifen könnte und damit den Häusern schadet. Zusätzliche Drainagen?)
Vermessung
Leitungspläne (Gas, Wasser, Strom, Telekom)
Altlastenprüfung
Baumkataster
Denkmalschutzkartierung
Analyse der Gastroflächen (Pachtverträge, Sondernutzung)
Pflicht nach § 21 DSchG BW
Sondierungen
Georadar
Grabungsfenster
Dokumentation
Abstimmung mit Landesamt für Denkmalpflege
Anpassung der Sondernutzungssatzung
Anpassung der Gestaltungssatzung
Verkehrsrechtliche Anordnung (StVO)
Feuerwehr-Rettungswege nach DIN 14090
Prüfung der Förderprogramme (z. B. Klimaanpassung Kommunen)
B1 – Variantenentwicklung
Mindestens drei Varianten:
Maximalgrün – durchgehender Rasen, breite Grünflächen
Hybrid – Rasen + Kieswege + punktuelle Pflanzinseln
Stadtbildorientiert – mehr Kies, weniger Rasen, Fokus auf Bäume
Tragfähiger, wassergebundener Belag (z. B. Kalkstein-Grobkorn 0/8, Bindemittel)
Unterirdische Schwammkörper (z. B. Rigolen, Retentionsboxen)
Rasenflächen mit Trockenrasen-Mischung
Bäume: klimaresiliente Arten (Ulme, Hopfenbuche, Amberbaum)
Vollsperrung für Individualverkehr
Lieferlogistik über Nebenstraßen + Sackkarren
Feuerwehrzufahrt über 2,50 m Kieswege
Fahrradabstellplätze: Frauentorplatz, Kirchstraße, Südlicher Marienplatz
Einheitliche Möblierung
Reduzierte Flächen
Integration in Grünflächen
Keine „Terrasseninseln“ mehr
Rechtssichere Übergangsfristen (12–18 Monate)
Kostenschätzung nach DIN 276
Risikopuffer 15 %
Fördermittelprüfung
Wirtschaftlichkeitsanalyse
VOB-konforme Ausschreibung
Lose:
Tiefbau
Landschaftsbau
Archäologie
Möblierung
Beleuchtung
Entwässerung
Rasen & Bäume
EU-weite Ausschreibung (Schwellenwerte beachten)
Wertung nach Preis + Qualität + Nachhaltigkeit
Vergabe im Gemeinderat
D1 – Bauablauf
Archäologische Grabung
Leitungsumverlegung
Entsiegelung; Verlegung zusätzlicher Drainagen (historische Gebäude!)
Eventueller Einbau von Schwammkörpern, wo sinnvoll
Modellierung der Grünflächen
Bau der Kieswege
Pflanzung
Möblierung
Beleuchtung
Endabnahme
Abnahme durch Feuerwehr
Belastungsprobe der Kieswege
Barrierefreiheit nach DIN 18040
Vegetationskontrolle
Bewässerungskonzept
Pflegevertrag
Temperaturmessungen (Hitzeinsel-Reduktion)
Bürgerfeedback
Evaluationsbericht für Gemeinderat
Bürgerbeteiligung
Frühzeitige Infoveranstaltung
Visualisierungen
Begehung vor Ort
Online-Beteiligungsplattform
Einbindung der Gastro & Einzelhandel
Transparente Darstellung der Klimawirkung
Vorlage mit Varianten
Kostenrahmen
Rechtliche Bewertung
Beschlussfassung
Öffentlichkeitsarbeit
| Risiko | Gegenmaßnahme |
|---|---|
| Widerstand der Gastro | Frühzeitige Einbindung, Übergangsfristen, Kompromissflächen |
| Archäologische Funde | Zeitpuffer, Grabungskonzept |
| Kostensteigerungen | 15 % Puffer, strenge Projektsteuerung |
| Hitzeperioden während Bau | Bauabschnittsplanung |
| Lieferengpässe | Mehrere Bieter, alternative Materialien |
| Politische Blockade | Klimawandel-Argumentation, Bürgermehrheit |
Klimaanpassung ist Pflicht, nicht Kür.
Der Marienplatz ist eine Hitzeinsel – messbar, belegbar.
Das Projekt schafft Kühlung, Schatten, Biodiversität, Lebensqualität.
Es stärkt den Einzelhandel durch Aufenthaltsqualität.
Es schützt die historische Stadtstruktur.
Es ist ein Leuchtturmprojekt für Oberschwaben.
Es ist ein Zeichen politischer Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.
| Jahr | Phase |
|---|---|
| 2026 | Vorplanungen starten sofort |
| 2027 | Varianten, Bürgerbeteiligung, Gemeinderat |
| Herbst 2027 | Beschluss & Ausschreibung |
| 2028–2029 | Bauphase |
| 2030 | Fertigstellung |
| 2031 | Monitoring & Optimierung |
------------------------------------------------PROJEKT Nr. XX/2027
Projekt: „Grünes Band Ravensburg“ – Umgestaltung des mittleren und nördlichen Marienplatzes sowie des Holzmarkts
Gäbe es in Ravensburg eine Stadtspitze und einen Umweltbürgermeister und einen Gemeinderat, denen Umweltpolitik eine Herzensangelegenheit ist und auf deren Agenda echter Klimaschutz ganz oben stünde - was jedoch nach aktuellem Stand weder jetzt noch in absehbarer Zukunft erkennbar ist - dann könnte es wie folgt weitergehen:
1. BeschlussantragDer Gemeinderat der Stadt Ravensburg beschließt:
Die Umsetzung des Projekts „Grünes Band Ravensburg“ zur klimawirksamen, verkehrsfreien und gestalterisch einheitlichen Umgestaltung des mittleren und nördlichen Marienplatzes sowie des Holzmarkts. So wie oben beschrieben.
Die vollständige Sperrung des Bereichs für den motorisierten Individualverkehr, einschließlich Lieferverkehr, Taxis und Fahrräder. Ausgenommen sind ausschließlich Fahrzeuge der Rettungsdienste und Feuerwehr.
Die Einrichtung eines tragfähigen, wassergebundenen Weges (Breite 2,50 m) für Rettungsfahrzeuge.
Die Entsiegelung der Flächen und - wo geeignet und notwendig - Umsetzung des Schwammstadtprinzips.
Die Gestaltungssatzung für Außenbestuhlungen wird angepasst; Gastronomiebetriebe haben ihre Möblierung an die Grünraumgestaltung anzupassen - nicht umgekehrt.
Die Neuordnung der Fahrradabstellung an Frauentorplatz, südlichem Marienplatz und Kirchstraße.
Die Durchführung aller erforderlichen archäologischen Voruntersuchungen gemäß § 21 DSchG BW.
Die Ausschreibung der Bauleistungen gemäß VOB/A und EU-Vergaberecht.
Die Bereitstellung eines Kostenrahmens mit einer maximalen Toleranz von +15 %.
Die Umsetzung des Projekts ab Herbst 2027, mit Bauphase 2028–2029.
2.1 Klimawandel & kommunale Pflicht
Gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB, dem Klimaschutzgesetz Baden-Württembergs und der kommunalen Daseinsvorsorge ist die Stadt verpflichtet, Maßnahmen zur Klimaanpassung umzusetzen. Der Marienplatz ist eine dokumentierte Hitzeinsel. Die Umgestaltung reduziert Oberflächentemperaturen, verbessert die Luftqualität und stärkt die Aufenthaltsqualität.
2.2 Städtebauliche QualitätDie historische Altstadt gewinnt durch Entsiegelung und Begrünung erheblich an ästhetischer und funktionaler Qualität. Das Projekt stärkt das Stadtbild und die Identität Ravensburgs.
2.3 VerkehrssicherheitDie Reduktion des Verkehrs erhöht die Sicherheit für Fußgänger und reduziert Lärm- und Schadstoffbelastung. Rettungswege bleiben vollständig gewährleistet.
2.4 Wirtschaftliche AuswirkungenEin grüner, ruhiger, attraktiver Stadtraum steigert die Verweildauer und damit die Umsätze des Einzelhandels. Die Gastronomie profitiert von einem hochwertigen Umfeld.
2.5 Archäologie & DenkmalschutzDie Lage in der historischen Altstadt erfordert archäologische Voruntersuchungen. Diese sind eingeplant und finanziert.
3. Finanzielle AuswirkungenKostenschätzung nach DIN 276
Gesamtkostenrahmen: XX Mio. €
Risikopuffer: 15 %
Prüfung von Fördermitteln (Klimaanpassung, Grünflächenförderung, EU-Programme)
Keine Maßnahme – führt zu fortschreitender Überhitzung, sinkender Aufenthaltsqualität, höherem Pflegeaufwand.
Teilbegrünung – nicht ausreichend klimawirksam.
Verkehrsberuhigung ohne Grünzug – verfehlt Klimaziele.
Bürgerveranstaltung mit Visualisierungen
Online-Beteiligungsplattform
Einbindung der Gastronomie und des Handels
Abstimmung mit Feuerwehr, Rettungsdiensten, Denkmalschutz
Das Projekt „Grünes Band Ravensburg“ ist ein Leuchtturmprojekt der kommunalen Klimaanpassung und ein städtebaulicher Impuls, der Ravensburg langfristig stärkt. Der Gemeinderat setzt damit ein Zeichen für Verantwortung, Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität.
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