Die "Wahrheit" über der "Wangener Straße": Y-Brücke mit "X" --> das war wohl nix!
Stefan Weinert, Blogger mit Aussicht
Es ist wohl eher möglich, gegen eine Windmühle zu siegen, als sich gegen die Damen und Herren im Rathaus und in der Karlstraße nicht die Zähne auszubeißen. Und der Winter kommt erst noch . . . Die "Wahrheit" über der "Wangener Straße" ... in diesem Fall grammatisch richtig!
Vor vier Tagen erschien online und recht prominent ein Artikel der hiesigen Zeitung, der mich tatsächlich aufhorchend erstaunen ließ. Denn in ihm präsentierte ein Redakteur seine Zählung der Fahrradfahrer/innen und Fußgänger/innen über die Ravensburger "Hermann-Vogler-Brücke" (das ist das Y-Gebilde über der "Wangener Straße"). Der Zeitungsmitarbeiter kam dabei zu einem völlig anderen Ergebnis als das von der Ravensburger Stadtverwaltung präsentierte.
Und: Mittlerweile sollen es nach Informationen an diesen Blog real knapp 5,7 Millionen Euro (davon 1,7 Mille Zuschüsse) sein, die in diese ungewollte Brücke geflossen sind. Erstaunlich deshalb, weil

a) Hier wurde tatsächlich einmal investigativ nachgewiesen, dass da irgendwie bei der Stadtverwaltung etwas mit den Zahlen nicht stimmen kann. So jedenfalls habe ich diesen Artikel verstanden.
b) der Artikel bestätigte, was bereits vor Jahren durch eine professionell durchgeführte Verkehrsführung - veranlasst und bezahlt von Bürgern der Stadt - nachgewiesen wurde: Die Brücke ist nicht notwendig!
Erstaunlich dazu war die Tatsache, dass noch am selben Tag (6. Oktober 2026) der besagte Zeitungsartikel auf der Online-Seite der Zeitung nicht nur an prominenter Stelle, sondern ganz verschwand. Allerdings war er am Folgetag in der Druck-SZ zu lesen.
Da mir - und sicher auch anderen Bürgern - aber gewisse "Dinge" im Zeitungsartikel fehlten, schrieb ich einen offenen Brief an den Redakteur und - im offenen Verteiler - an die Stadtverwaltung, den Gemeinderat und einige Bürger mit der Bitte, sich mir gegenüber zu äußern. Das geschah bisher nicht, weshalb ich den Vorgang hier heute veröffentliche.
Lesen Sie bitte dazu passend auch den weiteren Artikel von heute:
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Am Di., 6. Okt. 2026 um 11:20 Uhr schrieb Stefan Weinert
--------------------------------------------------------Lieber Herr Martin, [Redakteur der SZ]
beim Lesen Ihres Artikels über den Ravensburger "Brückentag" wurde ich unweigerlich an die durch Herrn Alfred Schneider (+) und seinen Sohn Winfried veranlasste Verkehrszählung an der Ampel "Wangener Straße", die eine Brücke obsolet machte, erinnert. Die fand dort weit vor Beginn der Bauarbeiten statt. Die nun dort gegen den Bürgerwillen errichtete Brücke im "Wert" (?) von 5 Millionen Euro ist es nicht wert, denn die damalige Zählung durch Schneiders wird durch Ihren Artikel bestätigt.Diese Zählung wurde übrigens von einer professionellen Firma auf private Kosten durchgeführt. Diese Zahlen hatte ich der Stadtverwaltung und auch Ihrer Redaktion mitgeteilt - wie immer ohne Reaktion. Was bleibt – so sehen das viele Ravensburger und auch ich persönlich – ist die Tatsache, dass wieder einmal Steuergelder (auch Zuschüsse sind Steuergelder) an Baufirmen transferiert wurden (siehe Gespinstmarkt, Schussenpark, Holzmarkt usw.). Darüber sollten Sie bitte auch berichten. Gerne liefere ich Ihnen die Zahlen der Zählung nach.
Ihr Artikel enthält übrigens eine ganz klare Unwahrheit der Ravensburger Stadtverwaltung, um das Wort "Lüge" nicht als Behauptung in den Raum zu stellen. "Uns haben ausschließlich positive Rückmeldungen erreicht“, heißt es da. Das kann nicht stimmen. Ich habe sowohl die Stadt als auch die Redaktion durch einen Blogaritkel sinngemäß wissen lassen, dass diese Namensgebung [Hermann-Vogler-Brücke] eine Dreistigkeit und ein Skandal ist, nicht weil ich Alt-OB Vogler nicht schätzen würde - im Gegenteil -, sondern weil er im Gegensatz zu Dr. Rapp und Herrn Bastin ein echter Umweltbürgermeister war - und es war Rapps Wunsch (nicht der der Bürger), die Brücke zu bauen.Mir fiel auch folgender Passus auf: >>> Das Rathaus bittet bei diesen Zahlen aber um Vorsicht: „Das ist keine finale Aussage zu den endgültigen Kosten.“ Das ist wohl die typische "Ravensburger Methode" der endlosen Kostensteigerungsspirale.Fine: Ihr Artikel war gestern Abend online prominent präsent. Heute Morgen ist er dort nicht mehr zu finden, aber immerhin Print bzw. über die Zahlsperre bei "E-Paper". Ich bin mir auch nicht sicher, warum Sie ihn überhaupt geschrieben haben, denn er fällt für die SZ irgendwie untypisch aus dem Rahmen. Wenn Sie schon über das Ravensburger "Brückendrama" schreiben, sollte das von mir oben Erwähnte nicht außer Acht gelassen werden. Mein Rat: Holen Sie das bitte nach. Nichtsdestotrotz bin ich Ihnen für Ihren Artikel dankbar.Ich hoffe auf eine Reaktion durch Sie und die Mitleser/innen. Eventuell stelle ich diesen Brief auch online auf meinen Blog.Mit Respekt und Freundlichkeit und alles Gute für den Tag und die Woche!Stefan Weinert
Im Nachherein (am selben Tag) reichte ich den Adressaten/innen noch das Folgende nach
| 06.10.2026, 15:02 (vor 3 Tagen) | |||
>> So richtig zu glauben ist es nicht. Und wäre heute schon "übermorgen", dann dächte ich an einen lustigen Scherz. Doch ist es noch nicht so weit, weshalb es nur ein "böser, fieser und mit unredlichen Mitteln bestückter Scherz im März" sein kann.
Schon im Jahr 2023 soll es über die Wangener Straße eine Brücke für Radfahrer/innen und Fußgänger/innen geben. Auch – schreibt die hiesige Zeitung – an die Fledermäuse habe man gedacht. Dass man aber an die "Wahrheit" nicht gedacht hat und die de-facto Gegebenheiten einfach mehr als verdreifacht, darüber wird geschwiegen. Angeblich - so die de-fake Daten - queren, bzw. werden queren bis zu 1.400 Menschen zu Fuß oder per Rad täglich die Wangener Straße von Süd nach Nord plus umgekehrt. Die von einem professionellen Büro am 15. Juli 2020 vorgenommenen Verkehrszählungen (teuer bezahlt von Ravensburger Bürger/innen) haben aber ergeben, dass täglich lediglich 202 Fahrradfahrer-Querungen an der entsprechenden Ampel/Wangener-Straße vorkommen; bei den Fußgängern sieht es nicht viel anders aus.
Wir haben das alles festgehalten und es ist hier nachzulesen. Auch die Originalerfassungsbögen der genannten Firma liegen uns vor. Die Brücke mag zwar auf festem Grund gebaut sein (so jedenfalls die Verantwortlichen bei der Stadt), aber sie steht auf einem mit Unredlichkeiten und Unrichtigkeiten gepflasterten Fundament.
Nun soll ja vom Rinker-Areal herüber auf die andere Seite der Wangener Straße eine Brücke gebaut werden, damit "Hugo M." in Zukunft ab 2024 sicher über selbige kommt. Die genaue Stelle ist öffentlich nicht bekannt, da es noch gar keinen offiziellen Bauplan und auch noch keinen offiziellen Antrag auf Fördergelder gibt. So hat es die Landesregierung über ihren Petitionsausschuss vor Kurzem amtlich verlautbaren lassen. Sie existiert bisher nur in der Phantasie unserer drei Bürgermeister und womöglich einiger Stadträte. Das ist Fakt.
Abgesehen davon, dass es aufgrund einer professionellen (!!) Verkehrszählung einer solchen Brücke gar nicht bedarf, würde ich sie als Verantwortlicher nun - nach den aktuellen Vorkommnissen und Erkenntnissen - schon allein deshalb von der Schublade in den Papierkorb wandern lassen. <<
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Genau aber Letzteres ist nicht geschehen, sondern der Brückenbau wurde durchgezogen. Auch wurde von der hiesigen Zeitung nie über die ihr bekannte private, aber professionelle Verkehrszählung berichtet. Dafür aber umso mehr über den angeblichen "Schuler-Mühlen-Skandal". Und was sagt uns das? Es ist wohl eher möglich, gegen eine Windmühle zu siegen, als sich gegen die Damen und Herren im Rathaus und in der Karlstraße nicht die Zähne auszubeißen.
Und: Der Winter 1 nach Brücke kommt erst noch ...
